Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Alois Kayser

Alois Kayser Bedeutung, Erklärung und Definition.

Alois Kayser (* 29. März 1877 in Lupstein (Elsass); † 21. Oktober 1944 in Tarik/Truk) war ein deutscher Missionar in Nauru. Er kam 1904 auf die Insel und ließ sich in Ibwenape, einem Stück Land im heutigen Meneng, nieder. Mit Alois Kayser bekam die Verbreitung des katholischen Glaubens auf Nauru einen großen Aufschwung.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er aus Nauru ausgewiesen. Im Jahre 1921 kehrte er mit französischen Pass auf die Insel zurück, wo er zunächst ganz allein auf sich gestellt war. Man nannte ihn den Einsiedler von Nauru. Erst 1928 bekam er Hilfe durch den australischen Herz-Jesu-Missionar, Pater Thomas J. O'Brien. Unter ihm kamen 1936 wieder Schwestern auf die Insel. Es waren Töchter Unserer Lieben Frau vom heiligsten Herzen Jesu (FNDS). Noch heute dienen ihre jetzt aus der Republik Kiribati stammenden Mitschwestern nicht nur der katholischen Pfarrgemeinde, sondern allen, die sich um Rat und Hilfe an sie wenden.

1943 durften er und sein jüngerer Mitbruder Pater Clivaz die von den Japanern nach Truk (heute Chuuk) in Mikronesien deportierten Nauruer begleiten. Dort starb Kayser am 21. Oktober 1944 in Gefangenschaft der Japaner, nachdem er sechs Wochen zuvor wie Clivaz wegen Spionageanschuldigungen inhaftiert wurde.

Alois Kayser hat neben der Missionarstätigkeit auch eine nauruische Grammatik herausgegeben und arbeitete an einem nauruischen Wörterbuch. Noch heute erinnert das Kayser College, das nach ihm benannt ist, an sein Wirken auf Nauru.

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