Bildung Bedeutung, Erklärung und Definition.
Bildung bedeutet ein reflektiertes Verhältnis zu sich, zu den anderen und zur Welt. Bildung beinhaltet nicht nur fachliches Wissen (engl. education = Bildung und Erziehung). Wichtig ist nicht die Masse dessen, was man weiß, sondern die Form und Stärke, welche das Wissen für die eigene Persönlichkeit hat.
| Table of contents |
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2 Bildungsziele 3 Fragen zur Bildung 4 Zitate 5 Siehe auch 6 Literatur 7 Weblinks |
Hartmut von Hentig versteht unter Bildung:
Definition Bildung, Bildungsmaßstäbe
Bildung ist ein aktiver, komplexer und nie abgeschlossener Prozess in dessen glücklichen Verlauf eine selbständige und selbsttätige, problemlösungsfähige und lebenstüchtige Persönlichkeit entstehen kann (Goedevert). Bildung kann daher nicht auf Wissen reduziert werden, welches allerdings dabei als ein wichtiges Nebenprodukt entsteht. Wissen ohne Urteilsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, kritischer Distanz, Kreativität und Selbstvertrauen (d.h. das reine Abrufen von Daten und Fakten) führt zwangsläufig zu "Vergleichgültigkeit", da jede Information gleich gültig ist. Bildung lässt sich somit nicht vermitteln, aber in aktiver sozialer Auseinandersetzung aneignen.
Kurz gefasst unterscheidet er also drei Bereiche: die persönliche Bildung, die politische Bildung und die berufliche Bildung.
Hentig hat Maßstäbe formuliert, an denen sich Bildung »messen« lässt. Damit meint er keinen Lernstoff, der sich durch Tests messen ließe, sondern Dinge, die im Menschen vorhanden sein müssen, wenn Bildung wirklich stattgefunden hat. Es sind dies
- - Abscheu und Abwehr von Unmenschlichkeit,
- - Wahrnehmung von Glück,
- - die Fähigkeit und der Wille, sich zu verständigen,
- - ein Bewusstsein von der Geschichtlichkeit der eigenen Existenz,
- - Wachheit für letzte Fragen und
- - die Bereitschaft zu Selbstverantwortung und Verantwortung in der Gesellschaft.
Mögliche Bildungsziele sind Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt, Achtung vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung und Spontaneität, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne, Ehrfurcht vor allem Lebendigen, Achtung vor der Überzeugung des anderen, Toleranz, Nächstenliebe, Gerechtigkeit, sittliches und politisches Verantwortungsbewusstsein, Frieden, berufliches Können, soziales Handeln, freiheitlich demokratische Haltung, Solidarfähigkeit, Selbstbestimmung, Fähigkeit zu urteilen, Fähigkeit zum eigenen Standpunkt und Kritikfähigkeit.
Zum geschichtlichen und ideologischen Hintergrund des Bildungsbegriffs siehe Bildungstheorie.
Was hat Lesen mit Bildung zu tun? Siehe hierzu [1] Rubrik Lesen und Schule
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Fragen zur Bildung
Wie kann man die Qualität der Schulbildung vergleichen?
Siehe hierzu Schulleistungsuntersuchungen, Zentralabitur, ...Zitate
Wilhelm von Humboldts 'Definition' von Bildung:
Zur Kultur des Lernens schrieb Antoine de Saint-Exupéry:
Siehe auch
Literatur
Schwanitz' Buch präsentiert, was Bildung nach der obigen Definition gerade nicht ist - eine Ansammlung von Kenntnissen
Weblinks
