Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Blutentnahme

Blutentnahme Bedeutung, Erklärung und Definition.

Als Blutentnahme oder auch Blutabnahme wird der Vorgang in der Medizin bezeichnet, bei dem Blut aus dem Körper gewonnen wird. Zumeist wird dazu eine Punktion eines BlutgefĂ€ĂŸes mit einer Hohlnadel durchgefĂŒhrt. FĂŒr kleinere Blutmengen reicht auch das Anritzen eines gut durchbluteten Körperteils (z.B. OhrlĂ€ppchen oder Fingerkuppe beim Menschen). Da die Punktion von Venen einfacher und komplikationsloser ist, wird in den meisten FĂ€llen venöses Blut gewonnnen. Hierzu nutzt man vor allem oberflĂ€chlich gelegene Venen, die auch fĂŒr intravenöse Injektionenen herangezogen werden. FĂŒr Spezialuntersuchungen werden aber auch gelegentlich Arterien punktiert.

Table of contents
1 Zielstellung
2 Wichtige GefĂ€ĂŸe

Zielstellung

Blutentnahmen werden durchgefĂŒhrt zur

Arterielles Blut wird z.B. zur Untersuchung des Sauerstoff-Partialdrucks benötigt.

Wichtige GefĂ€ĂŸe

Mensch

Beim Menschen wird zumeist eine der Unterarmvenen verwendet:
  • Vena mediana cubiti
  • Vena cephalica

Pferd

Beim
Pferd wird in der Regel die Drosselvene (Vena jugularis externa) verwendet. Gelegentlich wird auch eine oberflÀchliche Vene der seitlichen Bauchwand (Vena thoracica superficialis) punktiert.

Arterielles Blut gewinnt man zumeist aus einer Gesichtsarterie (Arteria transversa faciei).

WiederkÀuer

Auch bei Rind, Schaf und Ziege wird in der Regel die Drosselvene (Vena jugularis externa) genutzt. Auch eine Blutentnahme aus einer Vene der Schwanzunterseite (Vena caudalis mediana) hat sich beim Rind bewĂ€hrt. Bei MilchkĂŒhen ist auch eine Punktion der sog. Milchader (Vena epigastrica cranialis superficialis) recht einfach.

Arterielles Blut wird beim Rind zumeist aus einer der Ohrarterien gewonnen. Bei kleineren WiederkĂ€uern bietet sich eine Punktion der dorsalen Mittelfußarterien an (Äste der Arteria dorsalis pedis).

Hund und Katze

FĂŒr Fleischfresser wird entweder eine Unterarmvene (Vena cephalica) oder eine Unterschenkelvene (Vena saphena lateralis) genutzt. Selten wird die Drosselvene punktiert.

Schwein

Beim Schwein ist aufgrund der dicken Schwarte eine Venenpunktion schwieriger, da die Venen nicht durch Anstauung sichtbar werden. FĂŒr geringere Blutmengen lassen sich die Ohrvenen (Venae auriculares) anstauen. FĂŒr grĂ¶ĂŸere Blutmengen ist eine Blindpunktion der Drosselvene möglich (hĂ€ufig fĂ€lschlich als Vena-cava-Punktion bezeichnet). Auch eine Punktion des beim Schwein erweiterten Venengeflechts hinter dem Auge (Sinus ophthalmicus) ist möglich.

KleinsÀuger

Da die Venen bei diesen Tieren schon recht klein sind, ist eine Blutentnahme hier schon deutlich schwieriger. Bei Kaninchen lÀsst sich aus den Ohrvenen oder der Drosselvene Blut gewinnen.

Bei kleineren Tieren muss man zunĂ€chst eine Narkose durchfĂŒhren und kann dann die Drosselvene freilegen, eine Punktion des Augengeflechts (Plexus ophthalmicus) oder des Herzens vornehmen.

In der Versuchstierkunde ist auch die Schwanzspitzenamputation noch gesetzlich zugelassen.

Vögel

Bei grĂ¶ĂŸeren Vögeln lassen sich die Oberarm- (Vena basilica), Unterarmvenen (Vena ulnaris) oder die linke Drosselvene punktieren. Bei Kleinvögeln wird hĂ€ufig eine Kralle gestutzt und der austretende Blutstropfen gewonnen.


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