Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Brand in der Lüneburger Heide

Brand in der Lüneburger Heide Bedeutung, Erklärung und Definition.

Der Brand in der Lüneburger Heide bezeichnet eine Waldbrandkatastrophe aus dem Jahr 1975 in der südlichen Lüneburger Heide mit unterschiedlichen Brandherden bei Eschede, Meinersen und Gifhorn. Es war der bisher größte Waldbrand in der Bundesrepublik Deutschland.

Table of contents
1 Chronologie der Katastrophe
2 Folgen
3 Literarisches Echo
4 Siehe auch
5 Weblinks

Chronologie der Katastrophe

Am 8. August 1975 gerät ein Flächenbrand nahe der Ortschaft Stüde in der Südheide außer Kontrolle. Das Feuer breitet sich schnell weiter aus und überspringt den Elbe-Seitenkanal. Neben dem Wald- und Moorbrand zwischen Stüde und Neudorf-Platendorf brechen in den Folgetagen weitere Brände im Landkreis Gifhorn und Landkreis Celle aus, die nur schwer einzudämmen sind. Die Brandkatastrophe ist eine Woche lang bundesweit die Hauptmeldung in Zeitungen, Radio- und Fernsehnachrichten.

Etwa 15.000 Feuerwehrleute aus dem gesamten Bundesgebiet bekämpfen das Feuer. Im Einsatz sind 3.800 Fahrzeuge. Weiterhin unterstützen tausende Soldaten und Löschflugzeuge aus Frankreich die Feuerwehr.

Am 10. August sterben im Wald zwischen Meinersen und Leiferde fünf Feuerwehrleute aus Fallersleben und Hohenhameln im Feuer. (Am Unglücksort wird später ein Denkmal errichtet, das östlich Meinersen an der Bundesstraße 188 ausgeschildert ist.)

Am 17. August sind die Brände gelöscht.

Folgen

Bei dem Brand wurden 7418 Hektar Wald vernichtet. Es entstand ein Schaden von umgerechnet mehr als 18 Millionen Euro.

Als Folge der Brandkatastrophe ist der Brandschutz in der Lüneburger Heide, aber auch deutschlandweit, heute wesentlich besser organisiert als damals. So wird an besonders gefährdeten Orten bei entsprechender Waldbrandwarnstufe ein Feuerwehr-Flugdienst zur Luftbeobachtung der Wälder eingesetzt. Dies ermöglicht eine bessere Früherkennung. Im Landkreis Celle wurde der zuständige und dem Problem nicht gewachsene Landrat ersetzt und der Katastrophenschutz verbessert. Dies wirkte sich noch 1998 positiv beim Zugunglück von Eschede aus.

Literarisches Echo

Der Waldbrand ist Bestandteil der Rahmenhandlung des Romans "Zettels Traum" von Arno Schmidt.

Dieser Eintrag ist um so überraschender, als "Zettels Traum" im Jahre 1970 erschien und die Waldbrände, von denen zuvor berichtet wird, erst 1975 stattfanden. Siehe auch Gewissenhaftigkeit, Recherche, Präkognition, Hellsehen (das ja ohnehin in der Lüneburger Heide stark verbreitet sein soll), Parapsychologie.

Vgl. auch Artikel Echo: "Ein Echo entsteht bei der Reflexion einer Schallwelle." - In diesem Fall müßte es dort aber heißen: Eine Schallwelle entsteht bei der Reflexion eines Echos.

Siehe auch

Amtshilfe, Portal Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr

Weblinks

Zusammenfassende Beiträge zur Waldbrandkatastrophe in der Lüneburger Heide, 1975: http://feuerwehrpresse.de/Fachbeitraege-Downloads.html#Waldbrand


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