Bremen Bedeutung, Erklärung und Definition.
Dieser Artikel befasst sich mit der Stadtgemeinde Bremen.Die Städte Bremen und Bremerhaven bilden das Land "Freie Hansestadt Bremen. Siehe auch: Portal Bremen.
Eine Auflistung anderer Einträge, die sich auf die Stadt oder das Land Bremen beziehen, sowie weitere Bedeutungen des Wortes Bremen finden sich unter Bremen (Begriffsklärung).
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wahlspruch | |
| buten un binnen - wagen un winnen (draußen und drinnen - wagen und gewinnen) Inschrift über dem Portal des Schütting, Motto der Bremer Kaufleute | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bremen |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 326,72 km² |
| Einwohner: | 544.746 (1. Juli 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.667 Einwohner/km² |
| Höhe: | 11,5 m ü. NN (Markt) |
| Postleitzahl: | 28001-28779 (alte PLZ 2800 und 2820) |
| Vorwahl: | 0421 |
| Geografische Lage: Bezugspunkt: Roland | 53° 04' 37,2" n. Br. 08° 48' 32,4" ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | HB + 2 Buchstaben + 3 Ziffern (Stadt Bremen) oder 1 Buchstabe + 3 Ziffern oder 2 Buchstaben + 2 Ziffern (Bremen-Nord) oder 1 Buchstabe + 4 Ziffern (Bremerhaven) |
| Amtliche Gemeindekennzahl: | 04 0 11 000 |
| Gliederung des Stadtgebiets: | 5 Bezirke mit 23 Stadtteilen; |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 21 28195 Bremen |
| Website: | bremen.online |
| E-Mail-Adresse: | webmaster@bremen.de |
| Politik | |
| Bürgermeister und Präsident des Senats: | Dr. Henning Scherf (SPD) |
| Bremische Bürgerschaft: (Wahl am 25. Mai 2003; Die Bürgerschaft wurde von 100 auf 83 Sitze verkleinert.) | SPD 42,3% (-0,2) = 40 Sitze (-7) CDU 29,8% (-7,4) = 29 Sitze (-13) GRÜNE 12,8% (+3,9) = 12 Sitze (+2) FDP 4,2% (+1,7) = 1 Sitz (+1) DVU 2,3% (-0,7) = 1 Sitz(+0) Andere 8,6% (+2,7) = 0 Sitze (+0) |
| Weitere Hoheitszeichen | |
| |
Bremen (frz. Brême, it. Brema, Esperanto Bremeno, griech. Vremi) ist eine Stadt im Nordwesten Deutschlands.
Die Stadt Bremen ist die Hauptstadt und größte Stadt des Landes "Freie Hansestadt Bremen", zu dem neben Bremen außerdem noch die etwa 60 km nördlich gelegene Seestadt Bremerhaven gehört.
Zur Stadt Bremen gehört auch das Überseehafengebiet in Bremerhaven, für das jedoch die Stadt Bremerhaven auf Grund eines Vertrages mit der Stadt Bremen gemeindeverwaltungsmäßig zuständig ist. Dies wurde in der Verfassung für die Stadt Bremerhaven (§ 8 VerfBrhv) verankert.
Die Stadt Bremen ist Sitz der Bürgerschaft und der meisten staatlichen Behörden des Landes Bremen (Bürgermeister, Senatoren sowie Staatsgerichtshof und Rechnungshof der Freien Hansestadt Bremen).
Die nächste größere Stadt ist Hamburg, etwa 95 km nordöstlich von Bremen. Die Einwohnerzahl der Stadt Bremen überschritt um das Jahr 1875 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Geografie
Bremen liegt zu beiden Seiten der Weser, etwa 126 km vor deren Mündung in die Nordsee, an der Stelle, an der sich der Fluss zu einem Mündungstrichter, der als Unterweser bezeichnet wird, verbreitert. Bis hierher ist die Weser mit Seeschiffen befahrbar, was die Entstehung des Hafens ermöglichte. Die Landschaft links der Weser nennt man "Wesermarsch".
Das Stadtgebiet ist 38 km lang und 16 km breit. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 136,5 km. Bremen ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands.
Nachbargemeinden
Die Stadt Bremen ist ganz von niedersächsischem Staatsgebiet umschlossen. Im Westen grenzen die kreisfreie Stadt Delmenhorst sowie der Landkreis Wesermarsch an, im Norden der Landkreis Osterholz, im Osten der Landkreis Verden und im Süden der Landkreis Diepholz. Die unmittelbar angrenzenden Städte und Gemeinden werden auch als "Speckgürtel" bezeichnet, da sehr viele Arbeitnehmer Bremens außerhalb und damit in Niedersachsen wohnen und dort Einkommens-/Lohnsteuerpflichtig sind. Dies bedeutet Steuerausfälle für das Land Bremen.
Die Nachbargemeinden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Schwanewede, Ritterhude, Lilienthal (Landkreis Osterholz); Ottersberg, Oyten, Achim (Landkreis Verden); Weyhe, Stuhr (Landkreis Diepholz); Delmenhorst (kreisfreie Stadt); Lemwerder, Berne und Elsfleth (Landkreis Wesermarsch).
Wie die meisten ehemaligen Freien Reichsstädte konnte auch Bremen im Laufe der Geschichte neben dem eigentlichen Stadtgebiet umliegende Dörfer für sich gewinnen. Das "Staatsgebiet" der Freien Reichsstadt Bremen bestand daher aus dem eigentlichen Stadtgebiet, dem sog. "Landgebiet", also einer Vielzahl von Landgemeinden, die später als Landkreis Bremen bezeichnet wurden, und der Stadt Vegesack, die sich aus einem alten Dorf nach Anlegung des Hafens zu einem Flecken (ab 1794) und schließlich zu einer Kleinstadt (Stadtrecht seit 1850) entwickelt hatte. Von 1827 bis 1939 und dann wieder ab 1947 gehörte beziehungsweise gehört auch Bremerhaven zum Bremer Staatsgebiet (= Land Freie Hansestadt Bremen), der Freihafen von Bremerhaven ist gleichzeitig eine Exklave der Stadt Bremen, also ein Stadtteil der Stadtgemeinde Bremen. Die Städte Bremerhaven und Vegesack sowie die Gemeinden des Bremer Landgebiets hatten mehr oder weniger eine eigene Verwaltung beziehungsweise die Bürger dieser Gemeinden hatten andere Rechte als die Bürger der Stadt Bremen.
Im einzelnen wurden folgende Gemeinden in die Stadt Bremen eingegliedert (in Klammer der Flächenzuwachs des Stadtgebiets in ha):
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Bremens ist in fünf Stadtbezirke und diese in 23 Stadtteile eingeteilt. Für Verwaltungsaufgaben sind die 23 Stadtteile zu 17 Ortsämtern zusammen gefasst. Die 23 Stadtteile sind für statistische Zwecke weiter in Ortsteile mit eigenem Namen unterteilt.Stadtteile und Ortsteile
ausgelagert nach Bremer OrtsteileGeschichte
Nach Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 sicherte der amtierende Bürgermeister Johann Smidt die Unabhängigkeit der freien Stadt im Deutschen Bund.
Siehe auch: Ein Streifzug durch die Geschichte Bremens, zusammengestellt von Günter GarbrechtEingemeindungen
Das eigentliche Stadtgebiet Bremens umfasste bis Mitte des 19. Jahrhunderts nur die sog. Altstadt, die Neustadt (links der Weser) und die außerhalb der Wallanlagen gelegenen Vorstädte. Ab 1849 wurden in mehreren Abschnitten benachbarte Landgemeinden in das Stadtgebiet eingegliedert. Dadurch verkleinerte sich der Landkreis Bremen stetig, bis er 1945 vollständig aufgelöst und seine Gemeinden in die Stadt Bremen eingegliedert wurden. Ab 1945 waren damit zunächst Staatsgebiet und Stadtgebiet Bremens identisch. (Bremerhaven hieß zu jener Zeit Wesermünde und gehörte zur preußischen Provinz Hannover.) Erst seit 1947, als Bremerhaven wieder in das Bremische Staatsgebiet zurückgegliedert wurde, besteht das Land Bremen (wieder) aus zwei Städten.Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1350 | etwa 20.100 |
| 1744 | etwa 28.000 |
| 1812 | 35.392 |
| 1831 | 44.286 |
| 1852 | 57.055 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 82.964 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 102.499 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 124.955 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 141.133 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 161.184 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 244.875 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 258.812 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 294.966 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 323.331 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 354.109 |
| 13. September 1950 ¹ | 444.549 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 564.500 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 593.182 |
| 30. Juni 1975 | 576.600 |
| 30. Juni 1980 | 556.128 |
| 30. Juni 1985 | 528.900 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 533.455 |
| 30. Juni 1997 | 548.100 |
| 1. Oktober 2003 | 544.195 |
Religion
Bremen wurde 787 Sitz eines Bistums, das zunächst Köln, nach 845 Hamburg unterstellt war. Beide Bistümer wurden 893 vereinigt. Danach versuchte das Bistum mehrmals sein Herrschaftsgebiet auf den Norden Europas auszudehnen. 1223 ging der Erzbischofstitel von Hamburg auf Bremen über. Hauptkirche war danach der Bremer Dom. Im 13. Jahrhundert wurde im Schnoorviertel ein Franziskanerkloster errichtet. Erste Pfarrkirche wurde die Veits- beziehungsweise Liebfrauenkirche. 1522 wurde in Bremen die erste evangelische Predigt gehalten. Danach zog die Reformation Zug um Zug ein und 1532 wurde auch im Dom die Reformation erzwungen. 1534 erhielt Bremen eine neue Kirchenordnung. Wegen innerkirchlicher Streitigkeiten wurde 1561 der (lutherische) Dom geschlossen. In der Stadt herrschte danach überwiegend das reformierte Bekenntnis vor. 1567 wurde in Bremen ein protestantischer Erzbischof eingesetzt. Anfang des 17. Jahrhundert öffnete sich die Stadt durch Teilnahme an der Dordrechter Synode mehr dem reformierten Bekenntnis. Doch wurde das lutherische Bekenntnis ab 1639 als gleichberechtigt anerkannt, nachdem 1638 der Dom wieder für (lutherische) Gottesdienste geöffnete worden war. Er blieb aber lange Zeit die einzige lutherische Gemeinde der Stadt und wurde nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 der Stadt eingegliedert. Danach verlor sich das reformierte Bekenntnis mehr und mehr, als die Gemeinden teilweise auch lutherische Prediger beriefen. Neue Gemeinden entstanden und wurden nicht mehr zwischen "lutherisch" und "reformiert" unterschieden. Als Freie Reichsstadt konnte Bremen seine kirchlichen Angelegenheiten selbst regeln. So wurden zum Beispiel 1860 die Grenzen der Pfarrgemeinden aufgelöst. Die einzelnen Gemeinden erhielten ein weitgehendes Selbstbestimmungsrecht.
Nach dem 1. Weltkrieg erhielt die Bremische Staatskirche eine neue Verfassung (Bremische Evangelische Kirche). Ab 1934 stand an der Spitze der Landeskirche ein Landesbischof, doch wurde nach 1945 die Rechtsstellung von 1920 wieder hergestellt. Die Einzelgemeinden der Stadt sind relativ autonom und haben eine sehr unterschiedliche Tradition und Ausprägung. Die Bremische Evangelische Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts bildet das "Dach" der Einzelgemeinden. An ihrer Spitze steht auch kein Bischof, wie in den meisten anderen Landeskirchen, sondern ein "Präsident", ein Nicht-Theologe. Zur Bremischen Evangelischen Kirche gehört neben den stadtbremischen Gemeinden auch die Vereinigte Protestantische Gemeinde Bremerhaven.
Ab 1648 formierte sich in Bremen auch wieder eine katholische Gemeinde, die aber erst 1816 mit der Überlassung der Johanniskirche wieder ein eigenes Gotteshaus erhielt. 1920 wurde die Pfarrgemeinde eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und 1931 wurde Bremen Sitz eines Dekanats innerhalb des Bistums Osnabrück, zu dem alle heutigen Pfarrgemeinden der Stadt gehören.
1845 kam es zur Gründung der ersten Bremer Baptistengemeinde, heute: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde. Ab 1850 entstand in Bremen auch eine Bischöfliche Methodistenkirche, die von hier aus eine reiche Missionstätigkeit in ganz Deutschland ausübte. Heute befindet sich der Sitz dieser Freikirche in Frankfurt am Main.
Auch die Neuapostolische Kirche ist mit mehreren Gemeinden im Stadtgebiet vertreten.
Die Bremer Legislative, das Parlament des Landes Bremen, ist die Bürgerschaft mit 83 Abgeordneten. Hiervon kommen 67 aus Bremen und 16 aus Bremerhaven. Die 67 Bremer Abgeordnete bilden zugleich das Stadtparlament Bremens. (Bremerhaven hingegen hat eine eigene Stadtverordnetenversammlung.) Die Abgeordneten werden alle 4 Jahre von der Bevölkerung gewählt. Die Bremer Landesregierung ist der Senat. Dieser fungiert gleichzeitig als Magistrat (Stadtregierung) der Stadt Bremen. Vorsitzender des Senats ("Präsident des Senats") ist der Bürgermeister. Er ist Staatsoberhaupt des Landes Bremen und gleichzeitig Oberhaupt der Stadt Bremen. Aus traditionellen Gründen trägt das Stadtoberhaupt Bremens den Titel Bürgermeister und nicht Oberbürgermeister, wie in den meisten anderen Großstädten Deutschlands. Stellvertreter des Präsidenten des Senats ist der (zweite) Bürgermeister. Die sonstigen Mitglieder des Senats (Senatoren) des Landes Bremen sind den Ministern der anderen Bundesländer vergleichbar und sind für die Stadt Bremen zugleich Dezernenten ("Fachbereichsleiter").
Dr. Henning Scherf (SPD) ist seit dem 4. Juli 1995 Bürgermeister und Präsident des Senats..
Politik
Bei der Bürgerschaftswahl am 25. Mai 2003 wurde die große Koalition zwischen SPD und CDU trotz starker Verluste der CDU bestätigt.
Wappen
Das Wappen der Hansestadt Bremen zeigt auf rotem Grund einen schräg nach links aufgerichteten, mit dem Bart nach rechts gewandten silbernen Schlüssel gotischer Form ("Bremer Schlüssel"). Auf dem Schild ruht eine goldene Krone, welche über dem mit Edelsteinen geschmückten Reif fünf Zinken in Blattform zeigt. ("Mittleres Wappen"). Beim Kleinen Wappen wird lediglich der Schlüssel ohne Krone abgebildet. Das große Wappen hingegen hat darüber hinaus noch eine Konsole beziehungsweise ein bandartiges Fußgestell, auf dem der Schild ruht. Der Schild wird von zwei aufgerichteten rückwärts schauenden Löwen mit den Vorderpranken gehalten.
Bedeutung: Der Schlüssel ist das Attribut des Apostels Petrus, des Schutzpatrons des Bremer Doms. Er taucht als Wappensymbol bereits 1366 im Stadtsiegel Bremens auf. Im Laufe der Geschichte veränderte sich die Form des Schlüssels mehrmals. Auch zeigte das Stadtwappen teilweise den Hl. Petrus mit dem Schlüssel. Auch die Formen außerhalb des Wappenschildes veränderten sich mehrmals. So taucht etwa der Löwe des großen Wappens erstmals 1618 auf. In seiner heutigen Form geht das Wappen auf die Wappenordnung von 1891 zurück.
Flagge: Von Rot und Weiß mindestens achtmal gestreift und längs des Flaggenstocks mit der den Streifen entsprechenden Zahl abwechselnd roter und weißer Würfel in zwei Reihen gesäumt. In der Mitte der Flagge ein viereckiges weißes Feld mit dem Wappen.
Die Bremer Flagge, umgangssprachlich auch als "Speckflagge" bezeichnet, soll der Legende nach zu den Vorbildern der US-amerikanischen Flagge (Stars and Stripes) gehört haben.
Aufgrund des Hafens ist Bremen Deutschlands Außenhandelsstandort Nummer zwei, gleich nach Hamburg. Die Palette der verschiedenen Handelsgüter die hier im- und exportiert werden, erstreckt sich von Fisch-, Fleisch- und Molkereiprodukten über Tee, Reis und Tabak bis hin zu Wein und Zitrusfrüchten. Um angesichts immer größer werdender Schiffe nicht künftig vom Seehandel abgeschnitten zu werden, beteiligt sich Bremen zusammen mit dem Land Niedersachsen am Projekt JadeWeserPort in Wilhelmshaven, einem Hafen für größte Containerschiffe.
Auch finden sich in Bremen wichtige Standorte der Automobil-, Elektronik-, Schiffbau-, und Stahlindustrie. Das Unternehmen Daimler/Chrysler fertigt in seinem Werk in Bremen unter anderem die Automodelle C-Klasse, das T-Modell und den Roadster SL. Auch die Luft- und Raumfahrtindustrie ist hier angesiedelt, die Endmontage der Airbusflügel findet in Bremen statt, bei der EADS Space Transportation GmbH (Tochterunternehmen der EADS) entstehen wichtige Module und Bauteile für weltraumtaugliche Laboratorien, Trägerraketen und Satellitensysteme. Auch finden sich hier einige Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelproduktion. Die Wirtschaft der Stadt macht in den letzten Jahren einen starken Strukturwandel durch, hin zu einem Dienstleistungs- und Hi-Tech-Standort.
Im Süden Bremens befindet sich der internationale Flughafen Bremen.
Bremen ist ein Eisenbahnknotenpunkt mit dem Hauptbahnhof sowie für den Güterverkehr dem Rangierbahnhof, den Hafenbahnhöfen und dem Werksbahnhof der Klöckner-Hütte. Die Hauptstrecken Hamburg–Ruhrgebiet und Hannover–Bremerhaven treffen hier aufeinander, ferner zweigt hier die Hauptstrecke in Richtung Oldenburg ab. Bremen ist über die IC-Linien Hamburg–Köln und Oldenburg–Leipzig, sowie die ICE-Linie Bremen–Frankfurt–München hervorragend an das Fernverkehrsnetz angebunden. Im Regionalverkehr besteht ein S-Bahn-ähnlicher Vorortverkehr bis Rotenburg (Wümme), Twistringen, Oldenburg und Verden. Ferner bestehen schnelle Regionalverkehrsverbindungen nach Osnabrück, Bremerhaven, Norddeich Mole, Hamburg und Hannover.
Auch an das Fernstraßennetz ist Bremen gut angebunden: Das südliche Stadtgebiet Bremens wird von der Bundesautobahn A1 Dortmund–Hamburg berührt. Im Südosten der Stadt, am Bremer Kreuz, wird die A1 von der A27 Hannover–Bremerhaven–Cuxhaven gekreuzt. Diese Autobahn führt nahezu durch das gesamte nördliche Stadtgebiet von Südosten nach Nordwesten. Westlich der Stadt beginnt die Autobahn A28 nach Oldenburg. 2004 begannen die Baumaßnahmen zum Lückenschluss zur A1. Im Laufe des Jahres 2005 entsteht auf Höhe der Anschlussstelle Delmenhorst-Ost der A1 ein neues Autobahndreieck, das in wenigen Jahren den Endpunkt der A28 darstellen soll. Außerdem führen die Bundesstraßen B6 (in Nord-Süd-Richtung), B74 und B75 (in West-Ost-Richtung) durch Bremen. Derzeit defindet sich die Verlängerung der A281 in Bau, die eine Querverbindung von der A27 in Bremens Westen über die Weser hin zur B75 in der Nähe des Flughafens herstellt. Langfristig soll auch hier eine Verbindung zur A1 hergestellt werden, womit der Autobahnring um Bremen geschlossen wäre.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Bremer Straßenbahn AG sowie Buslinien anderer Verkehrsbetriebe beziehungsweise Unternehmen. Die meisten von ihnen haben sich sich im Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) zusammen geschlossen.
Als Tageszeitung erscheinen der Weser-Kurier und die fast identischen Bremer Nachrichten, letztere sind die drittälteste noch erscheinende Tageszeitung Deutschlands. Mit eigenständigen Stadtausgaben erscheinen in Bremen außerdem die tageszeitung (taz) sowie die BILD-Zeitung (Springer-Verlag). Als größte gratis verteilte Anzeigenblätter erscheinen der Weser-Report, der Bremer Anzeiger und in Bremen-Nord das BLV.
Ferner sind alle großen Nachrichtenagenturen und die meisten großen Tageszeitungen Nordwestdeutschlands sowie zahlreiche Radiosender mit Korrespondentenbüros oder Regionalredaktionen vertreten.
Schließlich erscheinen mehrere Stadtmagazine ('Bremer', 'Prinz', 'Mix' und andere).
An Wissenschaftlichen Instituten sind in Bremen ansässig:
Städtepartnerschaften
Bremen unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Medien
Bremen ist Sitz von Radio Bremen, der kleinsten Rundfunkanstalt der ARD. Radio Bremen produziert diverse Fernsehsendungen und betreibt vier Hörfunkwellen. Als privates Pendant ist Energy Bremen in der Hansestadt mit einem Radioprogramm ansässig. Ansässige Unternehmen
Öffentliche Einrichtungen
Bremen ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:Bildung, Wissenschaft und Forschung
Das Bremer Bildungssystem stellt sich ausgesprochen widersprüchlich dar:
Einerseits belegt Bremen im Bereich der Elementar- und Allgemeinbildung laut deutscher PISA-Studie den letzten Platz, andererseits wurden die Städte Bremen und Bremerhaven vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft am 12. März 2004 zur "Stadt der Wissenschaft 2005" (gegen einen Mitbewerb von 36 deutschen Städten) gewählt. Umstritten war 2001 die Schließung des Schulzentrums Holter Feld.
Darüber hinaus gibt es Bremen das komplette Angebot allgemeinbildender und beruflicher Schulen.Freizeit- und Sportanlagen
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Die Stadt ist ferner Träger des "Philharmonischen Staatsorchesters", das 1812 als "Gesellschaft für Privatkonzerte" gegründet und 1888 in die "Philharmonische Gesellschaft" umgewandelt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt es seinen heutigen Namen.
Bremen besitzt eine reiche Museumslandschaft. Die von Bürgern der Stadt gegründete Kunsthalle Bremen wurde 1849 eröffnet; der Bestand umfasst heute europäische Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Museen und Ausstellungen
Rund um den Marktplatz
Schlösser und Kirchen
Sonstige Bauwerke und Sehenswürdigkeiten
Regelmäßige Veranstaltungen
Mundarten
Kulinarische Spezialitäten
Siehe Bremer Spezialitäten
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Ehrenbürger Bremens in der Reihenfolge der Verleihung (bislang nur eine kleine Auswahl, da Näheres nicht bekannt)
- Anton Kippenberg 1874-1950, Verleger
- Wilhelm Kaisen 1887-1979, Bürgermeister a. D., einer der "Väter des Grundgesetzes"
- 1954: Rudolf Alexander Schröder, 1878-1962, Dichter, Übersetzer, Architekt
- 1999: Hans Koschnick, Bürgermeister a. D.
- 2001: Prof. Reimar Lüst, Aufsichtsratsvorsitzender der International University Bremen (IUB)
- 9. April 2003: Bernd Hockemeyer
- 9. April 2003: Uwe Hollweg
Söhne und Töchter der Stadt Bremen
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Siehe auch:
Weblinks
