Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Der Herr der Ringe

Der Herr der Ringe Bedeutung, Erklärung und Definition.

Der Herr der Ringe (englischer Originaltitel The Lord of the Rings) ist ein Roman von John Ronald Reuel Tolkien, der als Klassiker der Fantasy-Literatur gilt. Im englischen Original in drei Teilen in den Jahren 1954 und 1955 herausgekommen, erschien die erste deutsche Übersetzung 1969/1970. Weltweit wurde der Roman circa 120 Millionen mal verkauft.

Außerdem basiert auf dem Roman eine der erfolgreichsten Film-Trilogien. Die drei Teile Die GefĂ€hrten, Die zwei TĂŒrme und Die RĂŒckkehr des Königs, wurden insgesamt mit 17 Oscars ausgezeichnet.

Table of contents
1 Zum Werk
2 Verarbeitungen
3 Kurzer Abriss des Inhalts
4 AusfĂŒhrliche Zusammenfassung der Handlung
5 Das Ring-Gedicht
6 Auszeichnungen
7 Weblinks

Zum Werk

Der Herr der Ringe ist in sechs BĂŒcher aufgeteilt, und besitzt einige AnhĂ€nge. Er erschien jedoch – auf Wunsch der Verleger, insbesondere von Rayner Unwin, vor allem wegen der hohen Papierpreise im Nachkriegs-England, und entgegen dem ausdrĂŒcklichen Wunsch des Autors – in drei BĂ€nden (Die GefĂ€hrten, Die zwei TĂŒrme und Die RĂŒckkehr des Königs) anstatt in einer Ausgabe. Band 1 erschien am 29. Juli 1954, Band 2 am 11. November desselben Jahres, und Band 3 nach einer lĂ€ngeren Verzögerung, die durch Arbeit am Index entstanden war, am 20. Oktober 1955. Tolkien hat mehrfach geschrieben, dass das Werk keine Trilogie, sondern ein einziger Roman ist. UrsprĂŒnglich sollten die sechs BĂŒcher der Handlung Titel tragen, diese ließ man aber fort, nachdem die drei BĂ€nde mit Namen versehen waren. Die geplanten Titel waren: Der Ring wandert, Der Ring geht nach SĂŒden, Isengarts Verrat, Der Ring geht nach Osten, Der Ringkrieg und Das Ende des Dritten Zeitalters.

Der Titel Die zwei TĂŒrme war, wie Tolkien zugab, eine reine Verlegenheitslösung, um die sehr verschiedenen HandlungsstrĂ€nge der beiden HĂ€lften des Bandes zusammenzufassen. „Vermutlich“ seien damit zwei der vier TĂŒrme Minas Morgul (Turm des der Magie, ehem. Minas Ithil: Turm des Mondes), Minas Tirith (Turm der Wacht, ehem. Minas Anor: Turm der Sonne), Barad-dĂ»r (Sitz Saurons), Orthanc (Sitz Sarumans) gemeint. Tolkiens eigener Entwurf fĂŒr den Bucheinband (der jedoch erst in den 1990er Jahren fĂŒr eine britische Ausgabe tatsĂ€chlich genutzt wurde) gibt der Kombination Orthanc und Minas Morgul den Vorzug. Einige behaupten, es seien die ZĂ€hne von Mordor, die beiden TĂŒrme am Morannon, da nur in Bezug auf diese im Text des Buches die ausdrĂŒcklichen Worte „die zwei TĂŒrme“ verwendet werden.

Den dritten Teil hĂ€tte der Autor lieber Der Ringkrieg genannt, da Die RĂŒckkehr des Königs seiner Meinung nach zu viel ĂŒber das Ende verrĂ€t.

Im dritten Band erschienen in der Originalausgabe umfangreiche AnhĂ€nge. Diese finden sich in allen englischen Ausgaben, werden in Deutschland aber nur in den gebundenen Ausgaben eingeschlossen. Zusammengefasst erlĂ€utern die AnhĂ€nge die HintergrĂŒnde und den Werdegang der wichtigsten Akteure der Ringgemeinschaft vor und nach den Ereignissen der sechs BĂŒcher.

In der ersten deutschen Übersetzung von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann, erschienen im Klett Cotta Verlag 1969/70, folgt in der Taschenbuchausgabe (1972) im Anschluss an das Buch 6 im dritten Band nur ein Anhang, nĂ€mlich Ein Teil der ErzĂ€hlung von Aragorn und Arwen aus den Annalen der Könige und Herrscher der Originalausgabe. Vermutlich hatte Tolkien darum gebeten, da ihm dieser Teil mehr am Herzen lag als die restlichen AnhĂ€nge. In allen Versionen dieser Übersetzung fehlt der Anhang ĂŒber die Aussprache der Elbennamen; die dort erfolgte Bezugnahme auf die Aussprache des Englischen hielt man wohl dem damaligen deutschen Publikum fĂŒr nicht zumutbar, da grundlegende Englischkenntnisse in Deutschland damals noch nicht so verbreitet waren wie heute.

In der zweiten deutsche Übersetzung von Wolfgang Krege, 2000 im gleichen Verlag erschienen, werden in der Taschenbuchversion nun sĂ€mtliche AnhĂ€nge in einen Zusatzband ausgegliedert. Allerdings sind diese dafĂŒr erstmals vollstĂ€ndig ĂŒbersetzt.

Die neue Übersetzung versucht stĂ€rker als die alte, Tolkiens zwischen den verschiedenen Figuren der Handlung stark wechselnden Sprachstil auch im Deutschen wiederzugeben. In der alten deutschen Übersetzung ist der deutsche Stil durchgehend ziemlich einheitlich – gemĂ€ĂŸigt altmodisch; im Original findet man dagegen Sprachebenen vom ausgesprochen „Bibelstil“ des 16. Jahrhunderts bis hin zum lĂ€ndlichen und stĂ€dtischen, teilweise derben Alltagsenglisch der 1940er Jahre. Krege versuchte dies im Deutschen zu imitieren, legte aber das Deutsch der 1990er statt der 1940er als seinen „Endpunkt“ fest.

Dennoch wird von der meisten deutschsprachigen Fans die alte Übersetzung bevorzugt, da dieses Verfahren der neuen Übersetzung an einigen Stellen ĂŒbertrieben oder sogar schlicht falsch angewandt wurde. Bekanntestes Beispiel: aus Herr (fĂŒr master) in der alten Übersetzung, Sams ĂŒbliche Anrede fĂŒr Frodo, wurde in der neuen Chef, ein Wort, das das VerhĂ€ltnis eines lĂ€ndlichen GĂ€rtnergesellen zu seiner adligen Herrschaft nicht gerade gut trifft.

Verarbeitungen

Verfilmungen

Tolkien hatte die Filmrechte noch zu Lebzeiten "fĂŒr einen Apfel und ein Ei" verkauft, nach seiner eigenen Aussage hauptsĂ€chlich, damit sie nicht irgendwann an Disney gehen, deren Filme er verabscheute und er die BĂŒcher sowieso fĂŒr unverfilmbar hielt.

Es existieren mehrere Zeichentrickversionen des Herrn der Ringe, darunter die bekannteste 1977 von Ralph Bakshi. Der Film war von den Zeichnungen her revolutionÀr, floppte aber im Kino vor allem wegen der im englischen Original sehr schlechten Sprecher und der misslungenen Dialoge. Die deutsch synchronisierte Version gilt als in dieser Hinsicht deutlich besser gelungen. Der Film umfasst nur gut die erste HÀlfte der Handlung, ein zweiter Teil war geplant, wurde aber nach dem Flop des ersten Teils und dem daraus folgenden Geldmangel nicht mehr verwirklicht. Die zweite HÀlfte der Handlung wurde spÀter noch als billig gemachter reiner Kinderfilm von einem anderen Regisseur verwirklicht; dieser Film erschien nie in Deutschland.

Die erste Verfilmung mit Schauspielern unter der Regie von Peter Jackson (Braindead) kam zwischen 2001 und 2003 in drei Teilen in die Kinos. Der Film wurde in Neuseeland gedreht und von Warner Bros und New Line Cinema produziert. Jackson wollte ursprĂŒnglich nur zwei Filme drehen, nachdem mehrere Filmstudios den Film nur finanzieren wollten, wenn dieser als Einteiler in die Kinos kĂ€me, Jackson aber meinte, dass die Handlung in einen Film nicht passen wĂŒrde. Nach GesprĂ€chen mit New Line Cinema teilte er die Handlung aber auf Wunsch des Studios letztlich entsprechend der Romanvorlage in die drei Filme Die GefĂ€hrten, Die zwei TĂŒrme und Die RĂŒckkehr des Königs ein. Sie kamen jeweils Ende 2001, 2002 und 2003 ins Kino.

Fans der Romanvorlage werfen Jackson vor, dass die Handlung teilweise stark abgeĂ€ndert (so kamen in der Vorlage keine Elben bei der Schlacht von Helms Klamm vor) und um mehrere ganze Kapitel gekĂŒrzt wurde. Die prominentesten „Schnittopfer“ sind wohl der Alte Wald und die Begegnung mit Tom Bombadil, die jedoch bereits in der Zeichentrickversion fehlten, sowie der abschließende Kampf der Hobbits gegen Sarumans Schergen bei der Befreiung des Auenlandes. Andere Änderungen sind subtilere "Korrekturen" der Persönlichkeiten der Charaktere; beispielsweise verhĂ€lt sich Frodo im Buch in mehreren Situationen wesentlich aktiver und mutiger als im Film. Allerdings sind in den Special Extended Editions jeweils mehr Szenen zu sehen als in den Kinoversionen.

Der erste Teil Die GefĂ€hrten wurde mit vier Oscars ausgezeichnet, der zweite Teil Die zwei TĂŒrme erhielt zwei Oscars und der dritte Teil Die RĂŒckkehr des Königs erhielt bei der Oscarverleihung 2004 in allen elf Kategorien, in denen er nominiert war einen Oscar, darunter Bester Film, Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch. Damit reiht er sich neben Titanic (1997) und Ben Hur (1959) ein, die genausoviele Oscars bekamen.

Alle Filme wurden knapp ein Jahr nach ihrem Kinostart und einige Monate nach der regulÀren DVD/VHS-Veröffentlichung auch noch als deutlich verlÀngerte Schnittfassung auf DVD/VHS veröffentlicht.

Hörspiel

Eine erste, recht kurze Hörspielfassung wurde von der BBC bereits Ende der 1950er Jahre produziert. Diese blieb leider nicht erhalten.

1981 produzierte die BBC eine allgemein als vorbildlich geltende 13-stĂŒndige englische Hörspielfassung.

1991 produzierten der SWF und der WDR in einer Koproduktion eine 30-teilige deutsche Hörspielversion. Mit etwa 70 Haupt- und 35 Nebenrollen, acht Chören und ĂŒber 12 Stunden Laufzeit handelt es sich bei dieser Aufnahme um eine der aufwĂ€ndigsten Produktionen der deutschen Hörspielgeschichte. Allerdings werden die ersten Kapitel teilweise exzessiv detailliert behandelt, die spĂ€teren zunehmend immer stĂ€rker gekĂŒrzt, und es wird das Ende des Buches sogar komplett ausgelassen und dadurch der Schwerpunkt der Geschichte merklich verĂ€ndert. Fans Ă€rgerten sich teilweise auch ĂŒber die weitgehend falsche Aussprache der Tolkien'schen Eigennamen.

Auf Englisch existiert das Buch auch als echtes Hörbuch, also als ungekĂŒrzte Lesung des Originaltextes, auf Deutsch jedoch bisher leider nicht.

Vorbildfunktion fĂŒr das Fantasy-Genre

Der Herr der Ringe hat mit seinen Themen und Figuren zahlreiche spĂ€tere Geschichten inspiriert – so kann man unschwer im Darth Vader (aus Star Wars von George Lucas), im Lord Voldemort (aus Harry Potter von Joanne K. Rowling) und im Ganondorf (aus The Legend of Zelda von Shigeru Miyamoto) Eigenschaften des Dunklen Herrschers Sauron wiedererkennen, obwohl die Figur des Sauron natĂŒrlich auch nur eine Variation des uralten Mythos vom gefallenen Engel oder bösen Zauberer darstellt.

Parodien

Der Herr der Ringe war mehrfach Angriffspunkt von Parodisten, die der schicksalsschweren Tiefe des Romans meist mit derben und zotigen Mitteln begegnen. In Der Herr der Augenringe (englisch Bored of the Rings) von Dschey Ar TollkĂŒhn (englisch The Harvard Lampoon, das sind: H.N. Beard und D.C. Kenney), das bereits 1969 entstand, bekĂ€mpft der Boggy Frito zusammen mit dem schwulen Magier Gutgolf den bösen Sauertopf (weil ihm sein Onkel Dildo diesen idiotischen Ring vermacht hatte), widerwilligerweise, denn eigentlich wĂŒrde er sich lieber bekiffen und mit ein paar hĂŒbschen Boggie-MĂ€dchen vögeln.

In das selbe Horn stĂ¶ĂŸt die Herr-der-Ringe-Parodie Lord of the Weed, in der Passagen aus Peter Jacksons Film mit neuem Ton unterlegt wurden. In Lord of the Weed geht es hauptsĂ€chlich um den Weedring von Sauron. Dieser Ring soll den TrĂ€ger immer mit THC versorgen, und Gabber Gandalf, im Film auch Reggae Gandalf genannt, bittet Frodo, ihm den Ring zu geben.

Die neueste in Deutschland erschienene Parodie stammt vom Autor Myk Jung und trĂ€gt den Titel Der Herr der Ohrringe. Übersetzungen aus dem Blauen Buch.

Eine filmische Parodie ist The Ring Thing, ein Schweizer Film mit Dialekt-Dialogen. Der Regisseur war Marc Schippert, die Premiere am 16.12.2004.

Kurzer Abriss des Inhalts

Es wird davon berichtet, wie der mythische Kontinent Mittelerde vom so genannten Dritten Zeitalter in das Vierte ĂŒbergeht. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Ringe der Macht, besonders der Eine Ring, der vom Herrscher des Bösen in Mittelerde, Sauron, gefertigt wurde, der den grĂ¶ĂŸten Teil seiner eigenen Macht in diesen Ring eingebracht hat. Um seine Schreckensherrschaft auf ganz Mittelerde auszuweiten, fehlt Sauron, der am Ende des Zweiten Zeitalters schon einmal als besiegt galt, nur noch der Eine Ring, mit dem er seine gesamte Macht wiedererhalten wĂŒrde.

Dieser Ring, mit der versteckten Inschrift: "Ein Ring sie zu knechten / sie alle zu finden / ins Dunkel zu treiben / und ewig zu binden", war lange verschollen und wurde in der Vorgeschichte des Herrn der Ringe (siehe Der kleine Hobbit) vom Hobbit Bilbo Beutlin gefunden. Dieser gibt den Einen Ring, von dem er nur weiß, dass er den TrĂ€ger unsichtbar macht, dessen tieferes Geheimnis er aber nicht kennt, an seinen Neffen Frodo Beutlin weiter. Um zu verhindern, dass der Ring je in Saurons HĂ€nde fĂ€llt, muss er vernichtet werden. Das jedoch ist nur in einem Vulkan (dem Schicksalsberg) im Herzen von Saurons Reich (Mordor) möglich, an derselben Stelle, wo er auch geschmiedet wurde.

Frodo macht sich zusammen mit acht GefĂ€hrten auf, den Ring zu vernichten; Frodo stellt sich im Prinzip als der einzige heraus, der diese gefĂ€hrliche Aufgabe ĂŒbernehmen kann. Die Menschen sind zu schwach und korrumpierbar, um den Ring zu beherrschen, die Zauberer sind entweder dem Bösen verfallen oder wissen zu viel, um dem Ring nicht zu verfallen, die Zwerge interessieren sich hauptsĂ€chlich fĂŒr Bergwerke und Gold, und die Elben verlassen Mittelerde, da ihre Zeit vorbei ist.

Der Großteil des Werkes erzĂ€hlt von der beschwerlichen Reise Frodos und seiner GefĂ€hrten.

Der Herr der Ringe ist eine in sich geschlossene Geschichte, gleichzeitig aber auch eine Fortsetzung des auch fĂŒr jĂŒngere Leser geeigneten "Der kleine Hobbit". Eine umfassende Mythologie Mittelerdes ist im Silmarillion zusammengestellt. Es erzĂ€hlt von der Vorgeschichte Mittelerdes, der BlĂŒtezeit der Elben, den verschiedenen Kriegen, der Geburt der Menschen und der Eifersucht der Götter, und erinnert entfernt an die germanische und griechische Mythologie. Das Silmarillion wurde nach J. R. R. Tolkiens Tod von dessen Sohn Christopher aus unvollendeten Aufzeichnungen zusammengestellt. Der Name Mittelerde leitet sich von dem Wort Midgard ab, das aus der germanischen Mythologie stammt. Der Eine Ring erinnert an den Draupnir der germanischen Mythologie.

Der Herr der Ringe

Der Herr der Ringe ist Sauron, der Dunkle Herrscher. Sauron ist "Der Abscheuliche", der mĂ€chtigste und erhabenste unter den Dienern von Morgoth, dem ursprĂŒnglichen Dunklen Herrscher. Nach der Verbannung Morgoths in die Ă€ußere Leere war Sauron das personifizierte Böse auf Mittelerde.

Die Ringgemeinschaft

Die Ringgemeinschaft entstand nach dem Beschluss von Elronds Rat den Ring zu zerstören. Als Gegengewicht zu den neun Schwarzen Reitern wurden neun Personen ausgewÀhlt, um sich auf den Weg nach Mordor zum Schicksalsberg zu machen, dem Ort, an dem der Ring von Sauron geschmiedet wurde. Die Gemeinschaft besteht aus dem RingtrÀger Frodo Beutlin, seinem GÀrtnergesellen und zunehmend besten Freund Samweis Gamdschie, genannt Sam, sowie Frodos Vettern Meriadoc Brandybock, genannt Merry und Peregrin Tuk, genannt Pippin. Diese vier sind allesamt Hobbits. Desweiteren gehören der Zauberer Gandalf, der Graue, die Menschen Aragorn und Boromir, der Elbe Legolas und der Zwerg Gimli zur Gemeinschaft.

Die Gemeinschaft trennt sich am Ende des ersten Bandes, und somit teilt sich auch die ErzÀhlung ab dem zweiten Band in mehrere parallele HandlungsstrÀnge.

AusfĂŒhrliche Zusammenfassung der Handlung

Vom Auenland nach Bruchtal

Der Roman beginnt im beschaulichen Auenland, als der junge Hobbit Frodo Beutlin von seinem Onkel Bilbo Beutlin einen Zauberring erhĂ€lt, dessen wirkliche IdentitĂ€t als „Ring der Macht“ ihm siebzehn Jahre spĂ€ter vom Zauberer Gandalf dem Grauen, einem alten Freund Bilbos und Frodos, enthĂŒllt wird. Der Ring beinhaltet einen Teil der Persönlichkeit und der Macht von Sauron, dem Dunklen Herrscher, der all seine BemĂŒhungen darin setzt, den Ring zurĂŒck zu gewinnen.

Frodo ĂŒbernimmt die Aufgabe, den Ring nach Bruchtal, dem sicheren Aufenthaltsort des ElbenfĂŒrsten Elrond zu bringen. Gandalf bittet ihn, spĂ€testens Ende September loszugehen, und reist ab um Neuigkeiten ĂŒber Saurons Taten zu erfahren. Er verspricht, vor Frodos Abreise zurĂŒckzusein, bleibt aber verschollen.

Frodo reist inkognito als Herr Unterberg, begleitet von Sam Gamdschie, dem jungen Gesellen seines GĂ€rtners, und Peregrin Tuk, genannt Pippin, Frodos entferntem Vetter und engem Freund. Sam ist als einziger in Frodos Plan eingeweiht; allen anderen gegenĂŒber gibt er vor, nur innerhalb des Auenlandes umziehen zu wollen. Er hofft, sein Fortgehen so gegenĂŒber Saurons Dienern geheimhalten zu können.

Schon bald nach ihrem Aufbruch gegen Ende September werden Frodo, Sam und Pippin von Saurons Ringgeistern (auch NazgĂ»l) verfolgt. Sie entkommen auf das Gehöft des Bauern Maggot, und werden von ihm zum ersten Zwischenstopp der Reise in Bockland, einem Außenbezirk des Auenlandes, gebracht. Dort treffen sie mit Meriadoc Brandybock, genannt Merry, einem weiteren Vetter und Freund Frodos, zusammen. Pippin und Merry offenbaren Frodo, dass sie ĂŒber den Ring und seine FluchtplĂ€ne schon seit lĂ€ngerem bescheid wissen, und drĂ€ngen ihn dazu, sie mitzunehmen, da sie ihn nicht allein lassen wollen. Frodo möchte seine Freunde nicht in Gefahr bringen, willigt aber nach einiger Zeit ein.

Gemeinsam steuern sie das nĂ€chste Ziel ihrer Reise, das Dorf Bree, an. Um die offenen Straßen in der Wildnis zu vermeiden, durchqueren sie den Alten Wald. Selbiger scheint verzaubert, und fĂŒhrt sie unweigerlich zum „Alten Weidenmann“, einem Baum, der versucht, die GefĂ€hrten einzuschlĂ€fern und sie dann zu verschlingen. Die Rettung naht in Gestalt des geheimnisvollen Tom Bombadil, der den „Alten Weidenmann“ durch seinen Gesang besĂ€nftigt, und die vier GefĂ€hrten zu sich ins Haus einlĂ€dt.

Bei Tom angekommen erweist sich dieser als ein sehr unterhaltsamer Freund fĂŒr die GefĂ€hrten, die Hobbits dĂŒrfen nach Herzenslust speisen, lernen Goldbeere, die GefĂ€hrtin des Einsiedlers kennen. Im Laufe ihres Aufenthalts lĂ€sst sich Tom einmal den Ring der Macht geben und steckt ihn sich an den Finger, doch im Gegensatz zu allen Personen, die den Ring bisher getragen haben, ĂŒbt er anscheinend keinerlei Einfluss auf Tom aus. Er wird nicht unsichtbar, so wie es stets bei Bilbo und Frodo zu beobachten war. Frodo bietet Tom den Ring an, doch dieser lehnt lachend ab.

Nachdem die GefĂ€hrten Tom verlassen haben, treffen sie an den HĂŒgelgrĂ€berhöhen auf einen gespenstische Grabunhold, der sie lebendig in ein Grab aus der alten Königszeit legt. Hier finden die Hobbits die Klingen mit denen es spĂ€ter erst möglich werden wird, die Ringgeister zu verwunden, doch ahnen sie dies zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Erst der Gesang Frodos, der ein Lied trillert das Tom ihn gelehrt hat, lĂ€sst Tom quasi aus dem Nichts erscheinen, und abermals rettet er die vier Hobbits.

Er begleitet die GefĂ€hreten noch bis kurz vor Bree, dann verabschiedet er sich von ihnen. Bree ist ein Dorf, in dem Hobbits und Menschen gemeinsam leben. Sie suchen, dem Rat Tom Bombadils folgend, das Gasthaus „Zum tĂ€nzelnden Pony“ auf. Hier hoffen sie, wie vorher vereinbart auf Gandalf zu stoßen. Der Wirt Butterblume ist sehr erfreut, endlich wieder einmal Hobbits in seinem Gasthaus begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Nach einem guten Abendessen gehen Frodo, Pippin und Sam in die Schankstube, wo sie von den BreelĂ€ndern mit einem lauten Hallo begrĂŒsst werden.

Dann widerfĂ€hrt Frodo ein Missgeschick: er setzt ungewollt den Ring auf, wird unsichtbar, und versetzt so die gesamte Schenke in hellen Aufruhr. Gleichzeitig gibt er sich dadurch Saurons Spionen als RingtrĂ€ger zu erkennen. FĂŒr dieses Missgeschick wird er vom WaldlĂ€ufer Streicher gescholten, der sich als Aragorn zu erkennen gibt, nachdem Frodo endlich vom Wirt den Brief Gandalfs erhalten hat, in dem Aragorn als Vertrauter empfohlen wird. Zugleich rĂ€t Gandalf darin Frodo, die Reise spĂ€testens Ende Juni anzutreten -- was natĂŒrlich nicht geschah, da der Brief ja nie abgeschickt wurde. Auf Aragorns Rat hin ĂŒbernachten die GefĂ€hrten nicht in ihren Zimmern, sondern verbringen die Nacht in einem der SpeiserĂ€ume fĂŒr geschlossene Gesellschaften; dadurch ĂŒberleben sie den nĂ€chtlichen Angriff der Ringgeister auf ihr Zimmer.

Unter FĂŒhrung Aragorns brechen sie am folgenden Morgen ĂŒber verborgene Pfade in der Wildnis nach Bruchtal auf. An der Wetterspitze, einem isolierten Berg, hoffen sie auf ein Treffen mit Gandalf, finden jedoch nur ein Stein mit einem eingeritzten „G“ und einer „3“; dies lesen sie als Hinweis, dass Gandalf wenige Tage zuvor, am 3. Oktober, an der Wetterspitze war. Im Laufe der Nacht werden sie von Ringgeistern angegriffen. Frodo wird bei diesem Angriff von einer Klinge der Ringgeister verwundet. Er wehrt sich zwar mit aller Kraft, dennoch erhĂ€lt er eine vergiftete Wunde, die mit den Mitteln, die der Gemeinschaft zur VerfĂŒgung steht, nicht zu heilen ist.

Aragorn spornt die GefÀhrten zur Eile an, denn Frodo benötigt der Heilkunst Elronds. Frodo verliert sich zunehmend in einem fiebrigen DÀmmerzustand. Bald darauf treffen sie auf den Elben Glorfindel, der ihnen aus Bruchtal entgegengesandt ist. Mit Frodo auf dessen Pferd Asfaloth kommen sie schneller voran. Vor Erreichen des Grenzflusses nach Bruchtal kommt es zur Begegnung mit den Ringgeistern, denen Frodo auf dem Pferd entkommen kann. Ihre Versuche, ihn zum Mitkommen zu behexen, wehrt Frodo mit letzter Kraft ab. Nach seiner Durchquerung des Flusses werden die ihm folgenden Ringgeister von einer Flutwelle weggerissen, und Frodo wird ohnmÀchtig.

Die Gemeinschaft der GefÀhrten

Als Frodo wieder erwacht, befindet er sich im Hause Elronds in Bruchtal. Seinen Auftrag hat er somit zu Ende gebracht. Dort trifft er auch Gandalf wieder, der von Saruman, seinem Oberen, gefangengehalten wurde. Sarumans beabsichtigte ein taktisches BĂŒndnis mit Sauron, um den Ring in seine eigene Macht zu bringen. Mit Hilfe des AdlerfĂŒrsten war Gandalf entkommen, jedoch zu spĂ€t, um Frodo rechtzeitig vor dessen Abreise wiederzutreffen.

Das Schicksal des Rings soll nun vom Rat Elronds bestimmt werden, an dem Vertreter aller freien Rassen teilnehmen. Nur die Zerstörung des Rings im Schicksalsberg im Land Mordor, dem Reich Saurons, sicher ist. Denn sollte der Ring versteckt oder ins Meer geworfen werden, so wĂŒrde er irgendwann einmal wiedergefunden werden; sollte einer der mĂ€chtigen Herrscher den Ring an sich nehmen um Sauron zu besiegen, so wĂŒrde er selbst zu einem zweiten Sauron werden. Das Zaudern des Rates, wem denn nun der Ring anvertraut werden solle, beendet Frodo durch sein Angebot, den Ring zum Schicksalsberg zu tragen; Sam schließt sich ihm sofort an. Weiterhin werden Gandalf, Aragon, Merry und Pippin der „Gemeinschaft des Ringes“ zugeteilt. Daneben gehen der Elb Legolas und der Zwerg Gimli sowie der Mensch Boromir aus Gondor mit. Boromir hatte auf dem Rat gegen die Zerstörung des Ringes gesprochen, den Beschluss jedoch letztlich akzeptiert.

Gandalf fĂŒhrt die Gemeinschaft des Ringes nach SĂŒden, wo er die Nebelberge am Pass des Caradhras ĂŒberqueren möchte, um einerseits dem verrĂ€terischen Saruman auszuweichen und andererseits die ElbenfĂŒrstin Galadriel in Lothlorien zu treffen. Der Pass wird durch eine Lawine unpassierbar, so dass die GefĂ€hrten zurĂŒckgehen mĂŒssen und ihnen nur der Weg unter den Bergen durch die ehemalige zwergische Minenstadt Moria, Khazad-dĂ»m in der Sprache der Zwerge, bleibt.

Am Tor Morias angekommen werden die GefĂ€hrten vom „WĂ€chter im Wasser“, einem krakenartigen Ungeheuer, angegriffen, und fliehen in die Mine.

Mehrere Tagen benötigen sie, um die riesigen, durch Orks besetzten Hallen der Zwerge zu durchqueren, und so stoßen sie letztendlich auf das Grabmal von Balin, dem letzten Zwergenherrscher Morias und eines WeggefĂ€hrten Bilbos bei dessen Abenteuern. Durch eine Unvorsichtigkeit Pippins werden die Kreaturen, die jetzt die Zwergenmine bewohnen, auf die GefĂ€hrten aufmerksam. Sie fliehen, verfolgt von Orks, Höhlentrollen und anderen Dienern Saurons.

Als sie gerade ĂŒber die BrĂŒcke von Khazad-DĂ»m ins Schattenbachtal fliehen wollen, erkennt Gandalf, das auch ein Balrog, ein uralter Feuer-DĂ€mon, dem kein anderer der GefĂ€hrten gewachsen ist, unter ihren Verfolgern ist. Auf der BrĂŒcke stellt er sich dem Balrog zum Kampf, in dessen Folge die BrĂŒcke einstĂŒrzt und sie beide in den Abgrund stĂŒrzen.

Ihres AnfĂŒhrers beraubt, ziehen die GefĂ€hrten weiter nach Lothlorien, wo sie vor Galadriel und Celeborn gebracht werden. Sie berichten der ElbenfĂŒrstin von Gandalfs Ableben. In der Nacht schauen Frodo und Sam in Galadriels magischen Spiegel. Sam sieht ein verwĂŒstetes Auenland und will zunĂ€chst umkehren und zurĂŒckreisen, doch seine Aufgabe und Liebe fĂŒr Frodo bindet ihn trotz dieser Schreckensvision an seinen Herrn.

Die GefĂ€hrten setzen ihren Weg entlang des Großen Flusses Anduin mit Booten fort, bis sie schließlich am Westufer vor den RaurosfĂ€llen ihr Lager aufschlagen. Sie mĂŒssen sich nun zwischen dem östlichen direkten Weg zum Schicksalsberg und dem westlichen Weg nach Minas Tirith, der Hauptstadt Gondors, entscheiden, denn die Boote können die FĂ€lle nicht passieren. Mehrere Mitglieder der Gemeinschaft wollen zuerst nach Minas Tirith gehen, um sich dort dem erwarteten Krieg gegen Sauron anzuschließen; Frodo befĂŒrchtet jedoch, dass es dann zu spĂ€t sein könnte, um noch unerkannt nach Mordor hinein zu gelangen.

Frodo als der RingtrĂ€ger empfindet die auf seinen Schultern lastende Verantwortung, bittet um Bedenkzeit, und zieht sich alleine in den umliegenden Wald zurĂŒck. Dorthin folgt ihm Boromir, der unter den Einfluss des Ringes geraten ist, und selbigen fĂŒr sich und sein Land begehrt, da er glaubt, dass es sonst keine Chance im Krieg gegen Sauron hat. Er will Frodo den Ring gewaltsam abnehmen, Frodo jedoch durchschaut Boromirs Motive, setzt den Ring auf und flieht. Dadurch wird er fĂŒr Sauron wahrnehmbar, kann aber letztendlich den Ring wieder abnehmen, und beschließt, ohne große Hoffnung auf Erfolg alleine zum Schicksalsberg weiterzugehen, um seine GefĂ€hrten nicht mit in den Untergang zu ziehen. Sam erkennt Frodos Absicht, und begleitet ihn ans Ostufer des Anduin.

Auf dem Westufer geraten Merry und Pippin derweil in einen Hinterhalt von Saruman ausgesandter Orks, welche eigentlich Frodo gefangennehmen sollten. Jedoch hatte Saruman ihnen aus Vorsicht nichts ĂŒber den Ring gesagt, sondern sie nur beauftragt, Hobbits einzufangen; der zu Hilfe eilende Boromir erliegt der Übermacht der Orks. Auch mit seinem Horn kann er keine Hilfe herbeirufen: Aragon, Legolas und Gimli kommen zu spĂ€t. Hin- und hergerissen zwischen Sam und Frodo sowie den verschleppten Merry und Pippin beschließen sie, letzteren zu folgen, da ihnen sonst bei Saruman mit einiger Sicherheit Folter und Tod drohen, wĂ€hrend Frodo und Sam zumindest frei sind.

Entwicklung in Rohan

Die Orks verschleppen Merry und Pippin durch Rohan, um Isengard, die Residenz Sarumans, zu erreichen. In einem Gefecht nahe des geheimnisvollen Waldes Fangorn vernichten die Reiter von Rohan die Orks; Merry und Pippin entkommen unversehrt in den Wald, wo sie mit dem Ent und Baum-Hirten Baumbart zusammentreffen. Dieser war seit lĂ€ngerem besorgt, da Saruman den Wald systematisch als Brennstoffquelle fĂŒr seine HochrĂŒstung abholzte. Merry und Pippin bewegen ihn und die anderen Ents, sich endlich gegen Sarumans Zerstörung des Waldes zur Wehr zu setzen. Nach der Ent-typischen mehrtĂ€gigen Diskussion brechen die Ents mit den beiden Hobbits nach Isengard auf.

Aragorn, Legolas und Gimli stoßen indes bei ihrer Verfolgung der Orks auf die zurĂŒckkehrenden Reiter von Rohan (Rohirrim), welche ihnen von dem Gefecht berichten. Sie versprechen, zur Residenz Theodens, des Königs von Rohan, zu kommen, nachdem sie die Spuren des Kampfes untersucht haben. Dort finden sie Spuren der entkommenen Hobbits und treffen unverhofft mit dem wiederauferstandenen – jetzt weißen – Gandalf zusammen. Dieser sagt, er sei zur Beendigung seines Auftrags „zurĂŒck geschickt“ worden. Er weiß auch ĂŒber die Ents Bescheid, so dass die drei Verfolger nun nicht mehr um die Hobbits bangen mĂŒssen.

Gemeinsam machen sich die vier zu Theoden auf. Dieser, von Grima Schlangenzunge, einem Agenten Sarumans, zur UntĂ€tigkeit verleitet, stellt sich als seniler, verweichlichter, geistesabwesender König heraus. Gandalf kann ihn jedoch von diesem Bann befreien und Theoden zu militĂ€rischer Aktion bewegen. Er selbst bricht zu einer geheimen Mission auf, wĂ€hrend die Rohirrim, begleitet von Aragorn, Legolas und Gimli, sich in der Trutzburg Helms Klamm verschanzen. Helms Klamm wird von Sarumans Orkkriegern belagert; die Verteidiger, zusammen mit von Gandalf herbeigefĂŒhrten weiteren Rohirrim und Ents, vernichten Sarumans Heer.

Gandalf und Theoden brechen nach Isengard auf, um Saruman zur Rechenschaft zu ziehen. Dort stellen sie fest, dass die Ents Sarumans Anlagen zerstört und sich in Isengard festgestetzt haben. Auch Merry und Pippin treffen sie dort wieder. In einer symboltrĂ€chtigen Auseinandersetzung zerbricht Gandalf den Stab Sarumans, nimmt ihm seine Macht und stĂ¶ĂŸt ihn damit aus dem Orden der Zauberer aus. Die Ents werden beauftragt, ihn in Isengard festzuhalten. Dabei wirft Grima mit einer Steinkugel nach Gandalf, verfehlt ihn aber. Gandalf nimmt die Steinkugel, die ihm verdĂ€chtig erscheint, an sich. In der folgenden Nacht schaut Pippin aus Neugier in den Stein. Dieser entpuppt sich als ein Zauberstein, der mit Sauron in Verbindung steht. Pippin wird von dessen Blicken gefoltert, aber zum GlĂŒck fragt Sauron ihn nicht detailliert nach dem Ring, da er glaubt, Saruman habe den Ring an sich gebracht und wolle den Hobbit, der ihn trug, jetzt mit dem Stein quĂ€len. Gandalf weckt Pippin aus der Trance und ĂŒbergibt den Stein an Aragorn, seinen rechtmĂ€ĂŸigen Besitzer. Dann eilt er mit Pippin, den er aus der NĂ€he des Steines fortschaffen will, nach Minas Tirith voraus.

Frodo, Sam und Gollum

Gollum, der TrĂ€ger des Rings ĂŒber viele Jahrhunderte, hat sich inzwischen an die FĂ€hrte von Frodo und Sam geheftet und folgt diesen auf ihrem Weg nach Mordor. Er versucht die beiden Hobbits zu töten um ihnen den Ring wieder abzunehmen, mit dem ihn eine suchtartige Liebe verbindet.

Es gelingt den Hobbits jedoch, Gollum zu ĂŒberlisten, und zu einem „Waffenstillstand“ zu bewegen; Gollum fĂŒrchtet die Macht, die er in Frodo als dem neuen RingtrĂ€ger erkennt; auch er will nicht, dass Frodo von Sauron eingefangen wird und der Ring somit fĂŒr ihn unerreichbar wird, und da er die Gegend kennt, verspricht er, die Hobbits nach Mordor zu bringen. Der Weg durch das Schwarze Tor, Mordors streng bewachten „Haupteingang“, bleibt ihnen versperrt; daraufhin erklĂ€rt Gollum, er kenne einen anderen, geheimen Weg durch die Mordor umgebenden Gebirge. Die drei brechen dorthin auf.

Auf ihrem Weg treffen sie auf Faramir, Boromirs jĂŒngeren Bruder und AnfĂŒhrer einer SpĂ€hertruppe Gondors, der sie zunĂ€chst als mögliche Spione gefangennimmt, wĂ€hrend Gollum gerade abwesend ist. Sie fassen Vertrauen und berichten Faramir von der Reise der Gemeinschaft und Boromirs Schicksal. Faramir erfĂ€hrt durch eine Unachtsamkeit Sams von dem Ring, aber er kann im Gegensatz zu Boromir der Versuchung widerstehen. Der alleingelassene Gollum lungert inzwischen außerhalb des Verstecks von Faramirs MĂ€nnern herum. Faramir misstraut Gollum zutiefst und stellt Frodo vor eine Wahl: entweder Gollum wird ohne Vorwarnung erschossen, oder Frodo muss Gollum hereinlocken, damit er verhört werden kann. Frodo hat Mitleid mit Gollum und trifft die zweite Wahl, aber Gollum fĂŒhlt sich von Frodo an die „grausamen MĂ€nner“ verraten, und beschließt, seinerseits Frodo in eine tödliche Falle zu locken.

Sauron verdunkelt inzwischen als Vorbereitung seines bevorstehenden Angriffs halb Mittelerde durch gewaltige Rauchwolken, wĂ€hrend die Hobbits unter Gollums FĂŒhrung weiterziehen. Ziel ist ein geheimer Pfad im Westwall der Mordor umgebenden Bergkette, ĂŒber den Gollum bereits einmal Mordor verlassen hatte.

Der Pfad stellt sich als eine Falle heraus: eine Riesenspinne namens Kankra haust dort und verwundet Frodo erneut. Gollum entflieht der Rache Sams, der Frodo fĂŒr tot hĂ€lt und, um den Auftrag zu retten, den Ring an sich nimmt, und so zum Letzten in der langen Reihe der RingtrĂ€ger wird. Frodo wird kurz darauf von Orks in einen Wachtturm geschleppt und seine Habe wird ihm weggenommen. Sam setzt den Ring auf und folgt den Orks. Dabei erfĂ€hrt er, dass Frodo doch noch am Leben ist.

Weitere Ereignisse in Rohan und Gondor

Nachdem die Gefahr von Rohan abgewendet und Saruman ausgeschaltet ist, wird der Kampf um Gondor zur Entscheidung zwischen Gut und Böse. Die Rohirrim unter Theoden versammeln sich, um ihrem VerbĂŒndeten Gondor beizustehen, wĂ€hrend Gandalf mit Pippin vorauseilt; Merry bleibt bei den Rohirrim. Aragorn schaut in den Zauberstein und fordert Sauron heraus, um diesen zu einem verfrĂŒhten ersten Schlag zu provozieren. Um danach selbst noch rechtzeitig in Gondor einzutreffen, folgt er einem Orakel, das ihm eine in einem verzauberten Berg hausende Geisterarmee von EidbrĂŒchigen aus dem frĂŒheren Krieg gegen Sauron verspricht; diese sollen durch die verspĂ€tete Leistung des Eiddienstes ihre Erlösung finden. Aragorn wird von Legolas und Gimli begleitet. König Theodens Nichte Éowyn, die sich in Aragorn verliebt hat, versucht vergeblich, Aragorn von diesem Plan abzubringen. Éowyn glaubt, Aragorn ginge in den sicheren Tod, und beschließt in ihrer Verzweiflung, als Mann verkleidet und gegen den Befehl Theodens in den Krieg zu ziehen, um dort selbst den ehrenvollen Tod in der Schlacht zu finden. Dabei nimmt sie auch Merry mit, der auf Wunsch Theodens ebenfalls zurĂŒckgelassen werden sollte.

Gandalf und Pippin gelangen derweil nach Gondor, wo kurz darauf Saurons Rauchwolken die Sonne verdunkeln und die Belagerung durch Saurons Heere beginnt. WĂ€hrend der Belagerung kapituliert der verzweifelte Denethor, der Truchsess (Statthalter) von Gondor und Vater von Boromir und Faramir, vor der andringenden Macht Saurons: Er sucht den Tod, und Pippin und Gandalf verhindern im letzten Augenblick, dass er auch seinen verwundeten Sohn Faramir auf dem Scheiterhaufen mitverbrennt.

Dann kommt es zu der Schlacht auf den Pelennor-Feldern um Gondor, bei der erst die Ankunft der Reiter von Rohan das Blatt wendet. Allerdings bezahlt Theoden sein Heldenmut mit dem Tode; gleichzeitig gelingt es seiner Nichte Éowyn, mit Merrys Hilfe, den AnfĂŒhrer der Ringgeister zu töten. Der enge Kontakt mit diesem macht sie aber beide schwer krank, und sie mĂŒssen wĂ€hrend des folgenden Angriffs gegen Mordor in Gondor zurĂŒckbleiben.

Mit der Ankunft Aragorns, dessen Geisterarmee die sĂŒdlichen Gegenden befreit hat, und weiterer VerbĂŒndeter wird Saurons Armee schließlich zurĂŒckgedrĂ€ngt. Allerdings ist allen Beteiligten klar, dass Sauron noch viele weitere Armeen in der Hinterhand hat, wĂ€hrend die eigenen KrĂ€fte schon fast erschöpft sind.

In dieser scheinbar ausweglosen Lage wird der frontale Angriff auf Mordor unter Gandalfs FĂŒhrung beschlossen, nicht in der Hoffnung eines Sieges, sondern um den Anschein zu erwecken, dass der Ring der Macht in den HĂ€nden Gondors sei, und um von Frodos Mission abzulenken. Gandalf, Pippin, Aragorn, Legolas, und Gimli ziehen mit in diesen Angriff. Vor dem Tor Mordors erweckt ein Diener Saurons den Anschein, Frodo sei gefangengenommen worden, zeigt Frodos persönliche Habe vor, und bietet seine Freilassung gegen die Kapitulation Gondors. Gandalf glaubt ihm jedoch nicht, und befiehlt den Angriff.

Frodo, Sam und Gollum am Schicksalsberg

Die Orks, die Frodo bewachen sollten, gehören zwei verschiedenen Trupps an; ihre AnfĂŒhrer glauben, den Ring in die eigenen HĂ€nde bekommen zu können, und die Trupps vernichten sich gegenseitig bis auf einen Ork, der mit Frodos Habe entkommt. Sam dringt in den Wachtturm ein, gibt Frodo den Ring zurĂŒck, und die beiden machen sich auf den Weg durch Mordor. Sauron hat alle seine Truppen dem Angriff im Norden entgegengeworfen, so dass die Hobbits beinahe ungehindert als Orks verkleidet durch Mordor gehen können. Einmal geraten sie in einen Orktrupp, werden jedoch fĂŒr Orks gehalten und können nach einiger Zeit entkommen. Die grĂ¶ĂŸere Gefahr fĂŒr die beiden ist nun der Durst, da Mordor staubtrocken ist.

Unter MĂŒhen erreichen Sam und Frodo schließlich halbverdurstet den Schicksalsberg. Als Frodo den Ring in die AbgrĂŒnde der Lava werfen will, wird er von der Macht des Ringes ĂŒberwĂ€ltigt; er beansprucht den Ring als sein Eigentum und weigert sich, ihn zu zerstören. Sauron erkennt den gewaltigen Fehler in seinem Plan, und schickt die verbleibenden Ringgeister aus, um Frodo zu stoppen.

Doch Gollum, der den Ring ebenso begehrt, und den Hobbits heimlich gefolgt war, attackiert Frodo und beißt Frodo den Finger mitsamt des Ringes ab. Dabei stĂŒrzt er in seiner VerzĂŒckung samt Ring und Finger in die Tiefe und vollendet so ungewollt Frodos Auftrag.

Entscheidungsschlacht

Mit der Zerstörung des Ringes fallen auch die Armeen Saurons auseinander, seine Feste Barad-DĂ»r stĂŒrzt ein, die Ringgeister lösen sich in Rauch auf. Mit Saurons Niedergang kehrt der Friede nach Mittelerde zurĂŒck und das Vierte Zeitalter beginnt mit der Krönung Aragorns zum König von Gondor und seiner Hochzeit mit Elronds Tochter, Arwen, mit der er, wie sich jetzt herausstellt, schon seit vielen Jahren verlobt war, und die ihre elbische Unsterblichkeit aus Liebe zu Aragorn aufgibt. Éowyn hat sich inzwischen damit abgefunden, dass Aragorn fĂŒr sie unerreichbar ist, und wĂ€hrend ihrer Genesung verliebt sie sich in Faramir, der nun als Nachfolger seines selbstmörderischen Vaters neuer Truchsess wird. Die beiden heiraten ebenfalls.

RĂŒckkehr ins Auenland

Gandalf und die Hobbits reiten zurĂŒck bis an die Grenzen des Auenlandes, wo sich Gandalf von ihnen verabschiedet, um Tom Bombadil zu treffen.

Den Hobbits steht allerdings noch eine letzte Aufgabe bevor, die dĂŒstere Vision, die Sam einst in Galadriels Spiegel zu sehen bekam, ist Wahrheit geworden: Lotho Sackheim-Beutlin, ein ungeliebter Verwandter Frodos, hat mit Hilfe von Menschen die Macht an sich gerissen, und zerstört die Landschaft, um Waffen fĂŒr seine Helfer herzustellen. Jedoch wird vermutet, dass dahinter noch ein anderer steht. Unter der Leitung Merrys und Pippins formiert sich Widerstand, und so wird schließlich der neue Herrscher des Auenlandes, der kein anderer als der abgesetzte Saruman ist, gestellt. Sarumans Diener Grima Schlangenzunge nimmt Saruman schließlich das Leben, da er dessen DemĂŒtigungen nicht lĂ€nger ertragen kann. Mit dem Tod von Saruman endet der Ringkrieg.

Nachdem der Schaden im Auenland beseitigt ist, findet noch eine letzte Reise statt: Mit Ende des Dritten Zeitalters endet auch die Zeit der Elben, die in die Westlichen Lande ziehen; darunter auch Elrond, Galadriel, und Gandalf, dessen Auftrag nun erfĂŒllt ist. Bilbo und Frodo, die RingtrĂ€ger, dĂŒrfen dort Ruhe von ihren anders nicht zu heilenden Qualen suchen, die sie nach dem Ende des Rings durchleben. Alleine Sam bleibt als letzter der RingtrĂ€ger in Mittelerde zurĂŒck; er, Pippin, und Merry steigen zu AnfĂŒhrern der Hobbits auf, bis schließlich Sams Frau Rosie viele Jahrzehnte spĂ€ter stirbt, und auch Sam sich auf die Reise in den Westen macht.

In den AnhĂ€ngen wird ĂŒber das Schicksal aller RinggefĂ€hrten nach und vor den bisherigen Ereignisse berichtet, erzĂ€hlerisch gestĂŒtzt auf ErzĂ€hlungen, Überlieferungen und StammbĂ€umen. Pippin und Merry folgen im hohen Alter einem Ruf des Königs nach Rohan und sterben in Gondor am Hofe von Aragorn und werden spĂ€ter neben ihm beigesetzt. Aragorn stirbt im hohen, erfĂŒllten Alter und hinterlĂ€sst Arwen, die den Hof und Gondor verlĂ€sst und im mittlerweile verödeten Land Lorien stirbt. Legolas und Gimli schiffen sich in Gondor ein und setzen in die Westlichen Lande ĂŒber.

Siehe auch: Figuren aus Mittelerde, LÀnder und StÀdte aus Mittelerde, GegenstÀnde aus Mittelerde

Das Ring-Gedicht

Auf englisch:

Three Rings for the Elven-kings under the sky,
Seven for the Dwarf-lords in their halls of stone,
Nine for Mortal Men doomed to die,
One for the Dark Lord on his dark throne,
In the Land of Mordor where the shadows lie.
One Ring to rule them all, One Ring to find them,
One Ring to bring them all and in the darkness bind them.
In the Land of Mordor where the shadows lie.

In der deutschen Übersetzung von Ebba-Margareta von Freymann (Übersetzerin der Gedichte in der alten Übersetzung; die meisten finden sich in der neueren Übersetzung immer noch):

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

Der englische Text wurde von der SĂ€ngerin Sally Oldfield fĂŒr die LP/CD "Mirrors" verwendet.

In der Sprache Mordors (steht auf dem Ring geschrieben; nur: Ein Ring sie zu knechten ...):

Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,
ash nazg thrakatulûk, agh burzum-ishi krimpatul

Auszeichnungen

Laut einer Umfrage der ZDF-Show Unsere Besten – Das große Lesen, an der im September/Oktober 2004 etwa 250.000 Deutsche teilgenommen und ihre LieblingsbĂŒcher gewĂ€hlt haben, ist es das beliebteste Buch Deutschlands. Es gilt als das fĂŒhrende Werk eines Trends bei vorwiegend jĂŒngeren deutschen Lesern, BĂŒcher zu lesen, deren Handlung in komplexen Parallelwelten spielt. Allerdings dĂŒrfte dieses Umfrage-Ergebnis auch durch die zuvor im Kino gezeigten Filme beeinflusst gewesen sein.

Der dritte Teil des Films, The Return of the King, erhielt 2004 den Hugo-Award (eigentlich: "Science Fiction Achievement Award").

Weblinks


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