Enrique DĂez-Canedo Bedeutung, Erklärung und Definition.
Enrique DĂez-Canedo (* 1879 in Badajoz; â 7. Juni 1944 in Mexiko) war ein spanischer Schriftsteller.DĂez-Canedo lebte nach seinem Rechtswissenschaftsstudium zunĂ€chst in Madrid und Barcelona, nach dem Spanischen BĂŒrgerkrieg dann in USA. Er ĂŒbte nachhaltigen EinfluĂ auf das Madrider Geistesleben aus, wobei er wegen seiner fachlich fundierten und interessanten VortrĂ€ge ein gern gesehener Referent war. Seine Theater- und Literaturkritiken waren bei Kulturinteressierten sehr beliebt. Er wirkte als Professor und zeitweise auch Direktor an der Escuela Central de Idiomas und war darĂŒber hinaus im diplomatischen Dienst beschĂ€ftigt. Im Jahre 1935 wurde er Mitglied der Spanischen Akademie. Seine Lyrik zeigt ideelle AnknĂŒpfungen an die Gedanken der âGeneration von 1898â, nachhaltig geprĂ€gt vom Modernismus und mit deutlichen BezĂŒgen zu RubĂ©n DarĂo und Juan RamĂłn JimĂ©nez. Auch Werke der zeitgenössischen Gegenwartsliteratur aus Frankreich, Italien und England haben im Werk DĂez-Canedos nachweisbare Spuren hinterlassen. Seine groĂe Bedeutung fĂŒr die spanische Literaturgeschichte liegt aber weniger in seiner kĂŒnstlerischen TĂ€tigkeit als vielmehr in seinen literaturkritischen Arbeiten, die sich durch breitgefĂ€cherte Bildung, nĂŒchtern-objektive Denkstrukturen und treffsichere Urteilskraft auszeichnen.
