Erde Bedeutung, Erklärung und Definition.
Dieser Artikel befasst sich mit dem Planeten Erde. Andere Bedeutungen unter Erde (BegriffsklÀrung).| |
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| Die Erde | |||||||
| Eigenschaften des Orbits | |||||||
| Aphel | 152,1 Mio. km 1,017 AE | ||||||
| Mittlerer Radius | 149,6 Mio. km 1 AE | ||||||
| Perihel | 147,09 Mio. km 0,983 AE | ||||||
| numerische ExzentrizitÀt | 0,0167 | ||||||
| Siderische Periode | 365,256 Tage | ||||||
| Ă Orbitalgeschwindigkeit | 29,78 km/s | ||||||
| Inklination | 0° | ||||||
| Physikalische Eigenschaften | |||||||
| Durchmesser am Ăquator | 12756,2 km | ||||||
| Durchmesser von Pol zu Pol | 12713,6 km | ||||||
| Erdumfang am Ăquator | 40.076,592 km | ||||||
| Erdumfang ĂŒber die Pole | 40.009,153 km | ||||||
| Volumen | 1083,23 Mrd. km3 | ||||||
| OberflÀcheninhalt | 510,06 Mio. km2 | ||||||
| Masse | 5,9736 Ă 1024 kg | ||||||
| Mittlere Dichte | 5,515 g/cm3 | ||||||
| Ă Fallbeschleunigung | 9,80665 m/sÂČ | ||||||
| Rotationsperiode | 23Std.56min.4.09sek. | ||||||
| Neigung der Drehachse | 23,45° | ||||||
| Albedo | 0,367 | ||||||
| Fluchtgeschwindigkeit | 11,186 km/s | ||||||
| Temperatur an der OberflÀche |
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| Zusammensetzung der Erdkruste | |||||||
| Sauerstoff | 47 % | ||||||
| Silizium | 28 % | ||||||
| Aluminium | 8 % | ||||||
| Eisen | 4,5 % | ||||||
| Calcium | 3,5 % | ||||||
| Kalium | 2,5 % | ||||||
| Natrium | 2,5 % | ||||||
| Magnesium | 2 % | ||||||
| Titan | 0,5 % | ||||||
| Wasserstoff | 0,2 % | ||||||
| Kohlenstoff | 0,2 % | ||||||
| andere | <1 % | ||||||
| Zusammensetzung des Erdmantels in der Reihenfolge der HĂ€ufigkeit | |||||||
| Silizium, Sauerstoff, Magnesium, Eisen, Aluminium, Calcium | |||||||
| Zusammensetzung des Erdkerns | |||||||
| Eisen und wenige Prozent Nickel, Schwefel, Sauerstoff, Wasserstoff und Kalium | |||||||
| Zusammensetzung der AtmosphÀre | |||||||
| Druck | 1014 mbar | ||||||
| Stickstoff | 78,084 % | ||||||
| Sauerstoff | 20,946 % | ||||||
| Argon | 9340 ppm | ||||||
| Kohlendioxid | 350 ppm | ||||||
| Neon | 18,18 ppm | ||||||
| Helium | 5,24 ppm | ||||||
| Methan | 1,7 ppm | ||||||
| Krypton | 1,14 ppm | ||||||
| Wasserstoff | 0,55 ppm
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| Sonstige Daten | |||||||
| Anzahl der Satelliten | 1, der Erdmond | ||||||
Die Erde (von indogermanisch er[t]) ist der dritte Planet unseres Sonnensystems. Sie ist ca. 4,55 Milliarden Jahre alt und ist der einzige bekannte belebte Ort (Planetenzeichen: â).
| Table of contents |
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2 AtmosphÀre 3 Globaler Energiehaushalt 4 Herkunft des irdischen Wassers 5 Mond 6 Leben 7 Weblinks |
''Hauptartikel: Innerer Aufbau der Erde
Die Erde entstand vor ca. 4,6 Milliarden Jahren. Man geht heute allgemein davon aus, dass die Erde wÀhrend der ersten 100 Millionen Jahre ihrer Entstehung einem intensiven Bombardement von Meteoriten ausgesetzt war. Im Gegensatz zum Mond sind die Spuren dieser EinschlÀge auf der Erde aber durch spÀtere geologische Prozesse wieder vernichtet worden und nicht erhalten. Durch die kinetische Energie der Impakte, zusammen mit WÀrme, die aus radioaktivem Zerfall stammte, erhitzte sich die junge Erde, bis sie vollkommen aufgeschmolzen war.
In der Folge kam es zur gravitationalen Differenzierung von Erdkern und Erdmantel. Die schwersten Elemente, v.a. Eisen, sanken dabei zum Erdmittelpunkt, wÀhrend leichte Elemente, vor allem Sauerstoff, Silizium und Aluminium nach oben stiegen. Aus diesen Elementen bildeten sich hauptsÀchlich silikatische Minerale, die heute die Gesteine der festen Erdkruste bilden.
Die Erde ist annĂ€hernd eine Kugel. Durch die FliehkrĂ€fte ihrer Rotation ist sie an den Polen geringfĂŒgig abgeplattet, so dass der Umfang, der am Ăquator 40.076,592 km und ĂŒber die Pole 40.009,153 km betrĂ€gt, und der Durchmesser des Planeten um 0,27% variieren und ein Ellipsoid bilden. Der Meeresspiegel (das Geoid) weicht davon nochmals um ± 100 m ab. Die Unterschiede im Umfang bewirken, dass es keinen eindeutig höchsten Berg auf der Erde gibt. Je nach Definition könnte dies der Mt. Everest, der Chimborazo oder der Mauna Loa sein.
Die OberflĂ€che der Erde unterteilt sich in LandflĂ€che (29,3%) und WasserflĂ€che (70,7%). Die LandflĂ€che wird zum ĂŒberwiegenden Teil von den Kontinenten gebildet.
Nach seismischen Messungen besteht die Erde in ihrem Inneren aus drei durch seismische DiskontinuitĂ€tsflĂ€chen (UnstetigkeitsflĂ€chen) begrenzte Schalen: Der Erdkruste, dem Erdmantel und dem Erdkern. Die Erdkruste und der oberste Teil des Mantels zusammen bilden die so genannte LithosphĂ€re. Sie ist zwischen 50 und 100 km dick, und ist in etwa ein Dutzend groĂe und mehrere kleine tektonische Platten zerbrochen. Dabei bewegen sich die festen KrustenbruchstĂŒcke der Platten auf den z.T. aufgeschmolzenen, zĂ€hflĂŒssigen Gesteinen des Oberen Mantel relativ gegeneinander. Siehe auch: Plattentektonik. Der innere Erdkern ist fest, der Ă€uĂere geschmolzen.
Hauptartikel: ErdatmosphÀre
Die Erde ist umgeben von einer ca. 640 km hohen AtmosphĂ€re. In bodennahen Schichten besteht diese im Wesentlichen aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 1% Edelgasen. Dazu kommt ein wechselnder Anteil an Wasserdampf (0-5%), der das Wettergeschehen bestimmt. Die auf der Erde gemessenen Temperaturextreme betragen −89,6°C (gemessen am 21. Juli 1983 in der Vostok Station in der Antarktis auf 3420 m Höhe, was einer Temperatur von −60°C auf Meereshöhe entsprĂ€che) und +58°C (gemessen am 13. September 1922 in Al' Aziziyah in Libyen auf 111 m Höhe).
Die groĂe Menge an Wasser, die auf der Erde im Vergleich zu anderen erdĂ€hnlichen Planeten vorhanden ist, ist jedoch vermutlich nur schwer allein durch Ausgasen aus dem Erdinneren zu erklĂ€ren. Die Planetesimale aus denen die Erde sich bildete, entstanden in einem Bereich des frĂŒheren Sonnensystems, in dem relativ wenig Wasser vorhanden war. Je kleiner der Abstand zur Sonne war, desto höher die Temperaturen und desto weniger Wasser war vorhanden. Erst auĂerhalb der solaren "Schneegrenze", welche etwa inmitten des heutigen AsteroidengĂŒrtels lag, war Wasser in gröĂerer Menge vorhanden. So zeigen kohlige Chondrite, von denen angenommen wird, dass sie in den Ă€uĂeren Bereichen des AsteroidengĂŒrtels entstanden sind, einen Wassergehalt von manchmal mehr als 10% ihres Gewichts, wĂ€hrend gewöhnliche Chondrite oder gar Enstatit-Chondrite vom inneren Rand des AsteroidengĂŒrtels weniger als 0,1% ihres Gewichts an Wasser enthalten. Die Planetesimale, aus denen sich die erdĂ€hnlichen Planeten bildeten, sollten dementsprechend noch weniger Wasser enthalten haben. Zudem wird angenommen, dass bei der Akkretion der Planetesimale zu den Planeten und dem Verlust der Ur-AtmosphĂ€re nochmals grosse Mengen des ursprĂŒngliche vorhandenen Wassers verloren ging. Deswegen wird heute vielfach angenommen, dass der ĂŒberwiegende Teil des heutigen irdischen Wassers aus den Ă€uĂeren Bereichen des Sonnensystems stammt.
Ein rein kometarer Ursprung des Wassers ist nach Messung des IsotopenverhĂ€lnis von Wasserstoff in den drei Kometen Halley, Hyakutake und Hale-Bopp durch David Jewitt et al. unwahrscheinlich, da demnach das VerhĂ€ltnis von Deuterium zu Protium (D/H-VerhĂ€ltnis) von Kometen etwa doppelt so hoch ist wie in ozeanischem Wasser. Nicht klar ist dabei allerdings, ob diese Kometen reprĂ€sentaiv fĂŒr Kometen aus dem Kuiper-GĂŒrtel sind. Nach A. Morbidelli et al. (Meteoritics & Planetary Science 35 (2000), 1309-1329) kommt der gröĂte Teil des heutigen Wassers von einigen im Ă€uĂeren AsteroidengĂŒrtel geformten Protoplaneten, die auf die Erde stĂŒrzten, wofĂŒr das D/H-VerhĂ€ltnis von kohligen Chondriten spricht. WassereinschlĂŒsse in kohligen Chondriten zeigen ein Ă€hnliches D/H-VerhĂ€ltnis wie ozeanisches Wasser.
Die Erde wird von einem Mond umkreist. Dieser ist im Vergleich zur Erde deutlich gröĂer als es bei den anderen Planeten mit Ausnahme des Pluto/Charon-Systems der Fall ist. Der groĂe Mond ist verantwortlich fĂŒr die StabilitĂ€t der Bahnneigung der Erde und damit auch fĂŒr die guten Bedingungen zum Entstehen von Leben auf der Erde.
Die zunehmende TageslÀnge kann geologisch anhand von Wachstumsringen in fossilen Korallen nachgewiesen werden.
Man findet in diesen Sedimenten eine 'Spur' fĂŒr jeden Tag, und eine jĂ€hrliche RegelmĂ€Ăigkeit, aus der sich die Anzahl der Tage im damaligen Jahr bestimmen lĂ€sst. In historischer Vergangenheit zeigt sich die Zunahme der TageslĂ€nge anhand ĂŒberlieferter Sonnenfinsternisse, die bei gleichbleibender TageslĂ€nge an einem anderen Ort auf der Erde sichtbar gewesen wĂ€ren.
Extrapoliert man diese Abbremsung in die Zukunft, wird auch die Erde einmal dem Mond immer die gleiche Seite zuwenden, wobei ein Tag auf der Erde dann 47 Mal so lang wÀre wie heute.
Damit unterliegt die Erde dem gleichen Effekt, der in der Vergangenheit schon zur gebundenen Rotation des Mondes gefĂŒhrt hat. Zu dem Zeitpunkt, an dem diese Korotation eintreten wird, wird das Wechselspiel der Gezeiten beendet sein. Die Flutberge verbleiben dann immer an einem Ort auf der Verbindungslinie Erde-Mond und es wird zu einer dauerhaften Verformung des Erdkörpers kommen, Ă€hnlich dem des Mondes. Diese Ăberlegungen kann man allerdings als hypothetisch betrachten, da zum einen die StabilitĂ€t der Erdrotation nicht gewĂ€hrleistet ist. Zum anderen wird sich durch den Ăbergang der Sonne zu einem weiĂen Zwerg auch das gesamte Sonnensystem verĂ€ndert haben.
Das Leben hat einen groĂen Einfluss auf die Entwicklung und das Erscheinungsbild der Erde. Durch das Leben wurde durch die Produktion von Sauerstoff die atmosphĂ€rische Zusammensetzung und durch die Pflanzen die Albedo und damit die Energiebilanz entscheidend verĂ€ndert.
WĂ€hrend 1920 ca. 1,8 Mrd. Menschen die Erde bevölkerten,wuchs die Bevölkerung bis zum Jahr 2000 auf 6,1 Mrd. Menschen an. In den EntwicklungslĂ€ndern ist fĂŒr die Zukunft weiterhin eine starke Bevölkerungsvermehrung zu erwarten, wĂ€hrend in den hoch entwickelten LĂ€ndern die Bevölkerung stagniert.
Entstehung und Aufbau der Erde
AtmosphÀre
Globaler Energiehaushalt
Der Energiehaushalt der Erde wird im Wesentlichen durch die Einstrahlung der Sonne bestimmt, der sonstige vorwiegend durch radioaktive ZerfĂ€lle erzeugte Energiebeitrag betrĂ€gt nur etwa 0,1%. Die Albedo der Erde betrĂ€gt 0,367, wobei ein wesentlicher Anteil auf die Wolken der AtmosphĂ€re zurĂŒckzufĂŒhren ist. Dies fĂŒhrt zu einer globalen effektiven Temperatur von 246 K (-27 °C), Die Durchschnittstemperatur der unteren ErdatmosphĂ€re liegt jedoch durch einen starken (natĂŒrlichen) Treibhauseffekt bei etwa 288 K (15 °C), wobei Wasser und Kohlendioxid den Hauptbeitrag liefern.Herkunft des irdischen Wassers
Die Herkunft des irdischen Wassers und damit der Ozeane ist bisher noch umstritten. Diskutiert werden drei Möglichkeiten, welche zum Wassergehalt der Erde beigetragen haben könnten.
Bereits in den Planetesimalen, welche die Erde bildeten, war vermutlich etwas Wasser vorhanden. Dieses Wasser und andere leicht flĂŒchtige Stoffe wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Stickstoff (N2) gasten aus der grösstenteils aus flĂŒssigem Magma bestehenden Ur-Erde aus und bildeten eine frĂŒhe wasserdampfreiche Ur-AtmosphĂ€re. Diese Ur-AtmosphĂ€re wurde nach heutigen Modellvortellungen durch einen Sonnenwind, der zur Zeit der Erdentstehung sehr viel heftiger war als heute, mitgerissen und entwich somit von der Erde. Durch Vulkanismus kam es spĂ€ter zur Bildung einer neuen AtmosphĂ€re, die auch aus dem Erdinnern ausgegasten Wasserdampf enthalten haben dĂŒrfte. Mit der Bildung einer festen Kruste und der weiteren AbkĂŒhlung kam es demnach zur Kondensation von Wasserdampf und zur Bildung von ersten Ozeanen.Mond
Hauptartikel: MondGezeiten
Der Mond verursacht auf der Erde Gezeiten. Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel bremsen die Erdrotation und verlÀngern dadurch gegenwÀrtig die Tage um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr. Die Gezeiten wirken sich auch auf die Landmassen aus, um ca. einen halben Meter heben und senken sich die Landmassen.
Die Rotationsenergie der Erde wird dabei in WĂ€rme umgewandelt. Der Drehimpuls wird auf den Mond ĂŒbertragen, dessen Bahn sich dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt. Dieser schon lange vermutete Effekt ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert.Leben
Die Erde ist der einzige bekannte Ort, auf dem sich Leben entwickelt hat. Nach dem gegenwĂ€rtigen Stand der Forschung begann das Leben auf der Erde innerhalb sehr kurzer Zeitspannen, nachdem das anfĂ€ngliche starke Bombardement durch Asteroiden, dem die Erde die erste Zeit bis etwa vor 3,9 Milliarden Jahren ausgesetzt war, abgenommen hatte, sich eine stabile Erdkruste ausbildete und diese sich soweit abgekĂŒhlt hatte, dass flĂŒssiges Wasser möglich war. Die bisher Ă€ltesten, allerdings umstrittenen Hinweise auf Leben (vertsteinerte Cyanobakterien) sind 3,5 Milliarden Jahre alt und wurden in Gesteinen aus Westaustralien gefunden. In 3,9 Milliarden Jahre altem grönlĂ€ndischen Sediment-Gestein wurden Anomalien in KohlenstoffisotopenverhĂ€ltnissen gefunden, die auf biologischen Stoffwechsel hindeuten, so dass eventuell bereits zu dieser Zeit Leben existierte.
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Ein dreidimensionales Modell der Erde wird Globus genannt.
Siehe auch: ''
- Liste aller LĂ€nder und Staaten der Erde
- BiosphÀre 2
- Magnetismus
- Jahreszeiten
- Klimazonen
- Satellit
- Geowissenschaften
- Envisat (ESA-Umweltsatellit)
- Merkurtransit, Venustransit
Weblinks
- Bau der Erde und Vulkanismus
- Raumfahrer.net Sonderseite: Planet Erde
- Ellipsoide, Geoide und topografische OberflÀchen
- Ellipsoide, Geoide und topografische OberflÀchen II
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