Erklrung, Beschreibung und Bedeutung ber Griechisches Alphabet

Griechisches Alphabet Bedeutung, Erklrung und Definition.

Das griechische Alphabet (griechisch ελληνικό αλφάβητο) bezeichnet die Schrift sowohl im modernen Griechenland, auf Zypern und unter Auslandsgriechen (Neugriechisch) wie auch im weiteren griechischen Kulturraum der Antike (Altgriechisch).

Table of contents
1 Geschichte
2 Zeichentabelle
3 Weblinks
4 Siehe auch

Geschichte

Das erste griechische Alphabet war die kretisch-mykenische Silbenschrift Linear B (14.-12. Jhd. v. Chr), die jedoch während der so genannten „dunklen Jahrhunderte“ (12. - 9. Jhd. v. Chr.) wieder in Vergessenheit geriet.

Das klassische griechische Alphabet hat sich allerdings nicht aus dem Linear B, sondern aus dem phönizischen Alphabet entwickelt. Bei der Adaption der älteren, phönizischen Schrift bestand die Schwierigkeit, dass das Griechische wesentlich vokalreicher war als die semitischen Sprachen und die vokallose, phönizische Schrift daher im Griechischen häufig mehrdeutig war. Also wurden Zeichen, die für die griechische Sprache nicht benötigt wurden, Vokale zugewiesen.

In der griechischen Schrift gibt es keinen Buchstaben für den Konsonanten h (das wie ein deutsches H aussehende Eta ist ein Vokalbuchstabe). Als ab der Spätantike zunehmend nicht-Muttersprachler und Sprecher von Dialekten ohne einen solchen Laut die klassische Aussprache schulisch erlernen mussten, wurde der h-Laut am Wortanfang durch einen Aufstrich angedeutet, der Knacklaut dagegen durch einen Abstrich; im modernen Griechisch (das keinen h-Laut mehr hat) wurden diese Zeichen vor einigen Jahrzehnten schließlich abgeschafft. Weitere Zeichen, wie das Digamma (δίγαμμα) oder das Qoppa (κόππα) existierten in der ältesten Form des griechischen Alphabets, aber nach lautlichen Änderungen im Griechischen wurden sie nur noch wegen einer gewünschten Zahlzuordnung vereinzelt weiter verwendet. Im modernen Griechisch, das sich lautlich noch weiter verändert hat, könnten eigentlich noch eine Reihe weiterer inzwischen gleich klingender Buchstaben abgeschafft werden, hier war die überlieferte Rechtschreib-Tradition allerdings bisher stärker.

Zeichentabelle

Zeichen Name klassische Aussprache moderne Aussprache
Α, α Alpha (álfa) a (beide lang u. kurz) a
Β, β Beta (wíta) b w
Γ, γ Gamma (γámma) g j, auch entfernt wie deutsches r
Δ, δ Delta (ðélta) d wie stimmhaftes englisches th
Ε, ε Epsilon (épsilon) e (kurzes „e“) ä
Ζ, ζ Zeta (zíta) z oder ds oder sd stimmhaftes s
Η, η Eta (íta) e (langes „e“) i
Θ, θ, Theta (θíta) th wie zum Beispiel in „Theater“ wie stimmloses englisches th
Ι, ι Iota (jóta) i (beide lang u. kurz) i, j
Κ, κ Kappa (káppa) k (unbehaucht) k
Λ, λ Lambda (λámδa) l l
Μ, μ My (mi) m m
Ν, ν Ny (ni) n n
Ξ, ξ Xi (xi) x x bzw. ks
Ο, ο Omikron (ómikron) o (kurzes „o“) o
Π, π Pi (pi) p (unbehaucht) p
Ρ, ρ Rho (ro) Einmal-gerollt r (am Wortanfang: behaucht) gerolltes r
Σ, σ (am Wortende: ς) Sigma (sígma) s stimmloses s (dialektal z.T. fast sch)
Τ, τ Tau (taw) t (unbehaucht) t
Υ, υ Ypsilon (ípsilon) y (wie deutsch „ü“, beide lang u. kurz) i
Φ, φ Phi (fi) ph (p+h, nicht f) f
Χ, χ Chi (chi) kh (k+h, nicht wie deutsches ch) ch wie in „ich“ oder wie in „ach“
Ψ, ψ Psi (psi) ps ps
Ω, ω Omega (oméga) o (langes „o“) o

Das Griechische kennt einige Diphthonge:

Zeichen klassisch modern
  αι  ai, ae  ä
  ει  ei (wie e+i, nicht ai), i  i
  οι  oi, oe  i
  υι  yi (wie ü+i)  i
  αυ  au  aw, af
  ευ  eu (etwa wie in „Museum“, nicht wie in „Euphorie“)  äw, äf
  ου  ou (gesprochen wie langes „u“)  u
  γγ  ngg  ng oder ngj
  γκ  ngk  ng oder gj
  γξ  ngx (?)
  γχ  ngkh (?)
  μπ  b oder mb
  ντ  d oder nd
  τζ  ds (wie in engl. „gods“)

Weblinks

Siehe auch


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