Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über H-Bahn

H-Bahn Bedeutung, Erklärung und Definition.

H-Bahn (Hängebahn, Dortmund) bzw. SkyTrain (Düsseldorf), automatisch gesteuerte Großkabinenbahn. Hersteller dieses Systems ist die Firma Siemens, die das Produkt als SIPEM (Siemens People Mover) bezeichnet.

Wie der Name nahelegt, hängt die H-Bahn an Trägern, sie ähnelt somit äußerlich der Wuppertaler Schwebebahn. Im Unterschied zu dieser benötigt die H-Bahn allerdings keine Fahrer, sie fährt automatisch und wird von einer zentralen Leitstelle aus überwacht. Sie kann, je nach Auslastung, im Takt- oder im Rufbetrieb eingesetzt werden, wobei im letzteren der Fahrgast sich die Kabine per Knopfdruck "bestellt".

Die erste öffentlich in Betrieb genommene H-Bahn befindet sich seit 1984 auf dem Gelände der Universität Dortmund, wo sie zunächst den Nord- mit dem Südcampus verband. 1993 wurde der Ausbau mit einer neuen Abzweigung und zwei neuen Stationen fertig gestellt. Diese Anlage gilt als die erste ihrer Art in Deutschland. Eine Verlängerung in einen nahe gelegenen Technologiepark wurde am 19. Dezember 2003 eröffnet, das gesamte Streckennetz hat nun eine Länge von ca. 3 km.

Auf der Linie 1 vom Technologiepark nach Eichlinghofen pendeln tagsüber 2 Fahrgastkabinen im 10-Minuten-Takt, die sich jeweils in der Haltestelle Universität / S-Bahn begegnen, wo alle 20 Minuten Anschluss an die S-Bahn nach Dortmund und Bochum besteht. Ein drittes Fahrzeug pendelt als Linie 2 alle 5 Minuten auf der klassischen Strecke zwischen Campus Nord und Campus Süd. Als Reserve ist ein viertes Fahrzeug vorhanden, ferner existiert ein weiteres Fahrzeug für Wartungsaufgaben. Die Fahrgastkabinen tragen zwischenzeitlich Werbung für die Energietochter der Dortmunder Stadtwerke.

Es sind weitere Verlängerungen angedacht:

  • Ab Dortmund Universität S Richtung Osten/Süden über Emil-Figge-Straße (Studentenwohnheime) zum Bus- und Stadtbahnknotenpunkt Parkhaus Barop. Dort ist zukünftig ebenfalls eine Verknüpfung zur S-Bahn Linie 5 vorgesehen. Diese Planung ist im Flächennutzungsplan dargestellt. Diese standardisierte Bewertung für diese Verlängerung ist positiv ausgefallen, d.h., ihr volkswirtschaftlicher Nutzen ist höher als die Kosten.
  • Ab Technologiepark Richtung Westen bis Weißes Feld, evtl. weiter bis zum Indupark Oespel. Bis Weißes Feld ist die Strecke im Flächennutzungsplan dargestellt. Es sind bisher keine weiteren Planungsschritte eingeleitet.
  • Ab Dortmund Universität S Richtung Osten über Theodor-Fliedner-Heim (Verknüpfung U 42), Westfalenhallen (Verknüpfung U 45/46), Westfalenpark (Verknüpfung U 45/49) bis Märkische Straße (Verknüpfung U 41/47). Diese Planung ist ein Denkmodell, dass derzeit bei der Neuaufstellung des Stadtbahn-Betriebskonzepts der Dortmunder Stadtwerke AG untersucht wird.

Seit 2002 gibt es eine weitere Anlage, sie befindet sich am Flughafen Düsseldorf International und verbindet dort den Bahnhof, die Parkplätze und das Terminal. Diese Strecke ist 2,5 km lang und hatte in ihrer Anfangsphase mehrmals Probleme mit der sensiblen Auslegung der Sicherheitssysteme, was zu unbegründeten Notbremsungen auf offener Strecke führte.

Weblinks


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