Halle (Saale) Bedeutung, Erklärung und Definition.
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt |
| ehem. Regierungsbezirk: | Halle |
| Kreis: | Stadtkreis |
| Geografische Lage: | 51º 28' n. Br. 11º 58' ö. L. |
| Höhe: | 87 m ü. NN |
| Fläche: | 135,0 km² |
| Einwohner: | 237.496 (31.03.2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.759 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 06001-06132 (alt: 40xx) |
| Vorwahl: | 0345 |
| Kfz-Kennzeichen: | HAL |
| Gemeindeschlüssel: | 15 2 02 000 |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtbezirke mit 22 Stadtteilen |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 06100 Halle (Saale) |
| Offizielle Website: | www.halle.de |
| E-Mail-Adresse: | online-redaktion@halle.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeisterin: | Ingrid Häußler (SPD) |
Halle gilt als "Kulturhauptstadt" Sachsen-Anhalts, da sie für ihre Größe über eine ungewöhnlich breite Kulturlandschaft verfügt. Halle ist Sitz der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Leopoldina und zweier anderer Hochschulen (siehe Bildungseinrichtungen). Ferner ist Halle ein großer Eisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof und eingebunden in das S-Bahn-Netz Leipzig-Halle.
In der Zeit der DDR war Halle durch die umliegende Chemieindustrie geprägt. Seit der Wende konzentriert sich die Stadt auf technologieorientierte Branchen (Wissenschafts- und Innovationspark Heide-Süd und Weinberg-Campus), Multimedia, Lebensmittelindustrie (Halle ist Sitz Halloren Schokoladenfabrik - der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands - und des Backwaren-Herstellers Kathi) sowie gewerbliche Wirtschaft.
Die Einwohnerzahl der Stadt Halle (Saale) überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Westlich der Saale entstand in den 1960er Jahren die Wohnvorstadt Halle-Neustadt, die damals sogar als eigenständiger Stadtkreis geführt wurde, nach der Wiedervereinigung Deutschlands jedoch mit Halle vereinigt wurde. Danach hatte die Stadt Halle 316.000 Einwohner. Zwischenzeitlich ist die Einwohnerzahl um 78.000 gesunken, wenngleich auch etwa 95.000 Menschen neu hinzugezogen sind. Mittlerweile ist die Zahl der Wegzüge etwas fallend.
Halle liegt am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht, im Wesentlichen östlich der schiffbaren Saale, die sich hier in mehrere Arme teilt und eine breite Flussaue bildet, unterhalb der Mündung der Weißen Elster.
Folgende Gemeinden, genannt im Uhrzeigersinn beginnend im Norden, grenzen an die Stadt Halle (Saale). Mit Ausnahme von Korbetha, das Teil des Landkreises Merseburg-Querfurt ist, gehören alle zum Saalkreis.
Sennewitz und Gutenberg (beide Verwaltungsgemeinschaft Götschetal-Petersberg), Braschwitz und Peißen (beide Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis-Ost), Kabelsketal und Döllnitz (beide Verwaltungsgemeinschaft Kabelske-Tal), Korbetha (Verwaltungsgemeinschaft Saale-Elster-Aue), Hohenweiden, Holleben, Angersdorf und Zscherben (alle Verwaltungsgemeinschaft Westliche Saaleaue), Bennstedt, Lieskau, Zappendorf und Salzmünde (alle Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis) sowie Brachwitz (Verwaltungsgemeinschaft Wettin)
Das Stadtgebiet ist in die 5 Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, Süd und West gegliedert. Die meisten Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Stadtviertel unterteilt.
Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen (incl. amtliche Nummern) sowie deren Stadtviertel:
Halles Salzquellen wurden von den Kelten bis um 400 v.Ch. genutzt. Ihnen folgten die Hermunduren, die Angeln und Warnen (Thüringer) und die Wenden, welche den Ort Dobrebora nannten. 735 eroberte der fränkische Hausmeier Karl Martell die Gegend um Halle, ließ die Stiftskirchen in Merseburg und Magdeburg errichten und schenkte 738 seinen Soldaten das Salzwerk Dobrebora und die Ritterfahne mit dem Titel "Ritter Unserer Lieben Frauen Brüderschaft". Im Chronicon Moissaiacence 806 wird der Ort Halle als "Halla" erstmals genannt, was aus dem Keltischen stammt und "Stätte der Salzgewinnung" bedeutet. 968 gründet Otto I das Erzbistum Magdeburg, zu dem auch Halle bis zum Jahre 1680 gehört. Um 1120 wird die Stadt umfassend erweitert und 1263 wird zwischen dem Magdeburger Erzbischof Rupertus und der Stadt Halle ein Vertrag geschlossen, nach dem der Erzbischof keine Burg im Umkreis einer Meile und keine weiteren Solbrunnen anlegen darf. 1281 wird Halle urkundlich erstmals als Mitglied der Hanse erwähnt und 1310 wird die Selbstverwaltung der Stadt vertraglich festgehalten. 1341 beginnt der Bau für einen starken Turm zwischen Waage und Rathaus, welcher bis 1835 zur sicheren Unterbringung der städtischen Privilegien dient.
1418 beginnt der Bau am Roten Turm, einem Glockenturm "zur Ehre Gottes und der Stadt Halle wie der ganzen Umgebung zur Zierde". Er wird später zum Wahrzeichen der Stadt. 1478 endet die etwa 200-jährige städtische Selbstständigkeit. 1484 lässt Erzbischof Ernst in der Nordwestecke der Stadt die Moritzburg als befestigtes Wohnschloss erbauen und zieht 1503 feierlich ein. Bis 1680 wird Halle Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg sein. 1530/39 werden die romanischen Basiliken St. Gertraud und St. Marien zur viertürmigen Marktkirche umgebaut. Diese Kirche wird das 2. Wahrzeichen der Stadt.
1541 wird die Reformation eingeführt und das Erzbistum fortan von einem erzbischöflichen Administrator verwaltet. 1625 besetzen Kaiserliche Truppen unter Wallenstein die Stadt. Nach dem Tod des letzten erzbischöflichen Administrators, Herzog August von Sachsen, im Jahre 1680 fällt Halle mit dem gesamten Erzstift Magdeburg an das Kurfürstentum Brandenburg und wird mit diesem ab 1701 Teil des Königreichs Preußen.
1694 wird die Universität Halle mit zunächst vier Fakultäten gegründet. Ein Jahr später errichtet der Theologe August Hermann Francke ein Waisenhaus, dem bald Schulen und Anstalten angegliedert werden. Daraus entwickelt sich eine über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Einrichtung, die Franckeschen Stiftungen.
Nach dem Tilsiter Frieden im Jahr 1807 wird Halle Teil des neugebildeten Königreichs Westphalen. Doch fällt sie 1815 wieder an Preußen, das die Stadt der neu gebildeten Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Merseburg, eingliedert. Durch die Verwaltungsgliederung entsteht der bis heute bestehende Saalkreis mit Sitz in Halle. 1819 entsteht der Stadtkreis Halle, der jedoch 1828 bereits wieder aufgelöst und die Stadt unmittelbar der Regierung in Merseburg unterstellt wird. Fortan ist sie quasi eine kreisfreie Stadt, die 1890 die Grenze von 100.000 Einwohner überschreitet und damit Großstadt wird. Halle erleidet im Zweiten Weltkrieg als eine der wenigen größeren Städte nur geringe Zerstörungen, dies geschieht am Hauptbahnhof (Riebeckplatz). Im April 1945 wird sie von amerikanischen Soldaten besetzt, doch ziehen diese im Juli wieder ab und die Sowjetunion wird die Besatzungsmacht. Halle wird Hauptstadt der Provinz Sachsen, welche kurze Zeit später im Land Sachsen-Anhalt aufgeht. Mit der Auflösung der Länder in der DDR 1952 wird Halle Bezirksstadt des Bezirks Halle.
Die Aufsiedelung des Wohngebiets Halle-West ab 1964 führt 1967 zur Gründung der selbständigen Stadt Halle-Neustadt, die 1971 eine kreisfreie Stadt wird. Im Zuge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten im Jahr 1990 wird Halle-Neustadt wieder mit Halle vereinigt. Die Stadt gehört seither wieder zum neu errichteten Land Sachsen-Anhalt.
Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Halle (Saale) eingemeindet:
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
Geografie
Nachbargemeinden
Stadtgliederung
Geschichte
Eingemeindungen
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1300 | etwa 4.000 |
| 1500 | etwa 7.000 |
| 1600 | etwa 10.000 |
| 1682 | 4.000 |
| 1751 | 13.460 |
| 1800 | 15.159 |
| 1820 | 23.408 |
| 1852 | 35.076 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 65.503 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 101.401 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 156.611 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 180.843 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 194.575 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 209.169 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 220.092 |
| 29. Oktober 1946 | 222.505 |
| 31. August 1950 | 289.119 |
| 31. Dezember 1960 | 289.680 |
| 31. Dezember 1972 | 250.845 |
| 30. Juni 1981 | 232.400 |
| 1986 | 236.100 |
| 30. Juni 1991 ² | 307.200 |
| 30. Juni 1997 | 273.600 |
| 31. März 2004 | 237.496 |
² mit Halle-Neustadt
Die Stadt Halle (Saale) gehörte von Anfang an zum Erzbistum Magdeburg. Ab 1194 gab es in Halle Erzpriestersitze, doch hatte die Stadt wohl erst seit dem 12. Jahrhundert ihre planmäßige Einordnung im Kirchengefüge des Erzbistums. Ab 1518 zog die Reformation Zug um Zug in der Bürgerschaft der Stadt ein. 1541 konnte dieser Prozess abgeschlossen werden und Halle war fortan über viele Jahre eine protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gründete sich im 17. Jahrhundert auch eine reformierte Gemeinde.
1698 gründete August Hermann Francke in Halle die nach ihm benannten Franckesche Stiftungen, eine bis heute bestehende soziale Einrichtung. 12 Jahre später 1710 war Franke zusammen mit dem Juristen Carl Hildebrand Freiherr von Canstein (1667-1719) Mitbegründer der Cansteinschen Bibelanstalt, die bis heute ihren Sitz in Halle hat und sich dem Druck und der Verbreitung von Bibeln widmet.
Nach dem Übergang an Preußen gehörte die Stadt zum Herzogtum Magdeburg und teilte die kirchlichen Geschicke mit dem ganzen Herzogtum, das heißt 1817 wurden in ganz Preußen lutherische und reformierte Gemeinden zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Alle Kirchengemeinden Halles gehörten danach zur "Evangelischen Kirche in Preußen" beziehungsweise deren Provinzialkirche Sachsen, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als "summus episcopus" war. Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gründungsmitglied der "Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union" und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche (Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen) mit einem Bischof an der Spitze. Die protestantischen Kirchengemeinden Halles gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Halle-Naumburg innerhalb der Propstei Halle-Saalkreis, deren Sitz sich in Halle befindet.
Im 19. Jahrhundert vermehrte sich auch die Zahl der Katholiken in Halle. Sie gehörten ab 1821 zum Bistum beziehungsweise ab 1929 Erzbistum Paderborn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Erzbischof immer schwerer seine Amtsgeschäfte im Ostteil seines Erzbistums wahrzunehmen. Daher wurde in Magdeburg 1946 ein Generalvikar eingesetzt, der 1949 zum Weihbischof ernannt wurde und zu dessen Amtsbezirk auch die Pfarrgemeinden in Halle gehörten. Durch die Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete 1972 formell abgetrennt und zum Bischöflichen Amt Magdeburg erhoben. Leiter dieses Amtes wurde ein Apostolischer Administrator mit dem Titel Bischof. Am 8. Juli 1994 wurde das bisherige Bischöfliche Amt Magdeburg zum Bistum erhoben und (wieder) der Erzdiözese Paderborn als Suffraganbistum unterstellt. Die Pfarrgemeinden Halles gehören somit heute zum Dekanat Halle innerhalb des Bistums Magdeburg.
Neben den beiden "großen Kirchen" gibt es in Halle heute auch mehrere Freikirchen und sonstige religiöse Gruppierungen. Die meisten Einwohner sind konfessionell ungebunden.
An der Spitze der Stadt Halle stand der vom Erzbischof unter Oberhoheit des Burggrafen eingesetzte Schultheiß beziehungsweise Salzgraf. 1258 taucht erstmals der Rat auf. Doch wurde er vom Landesherrn, dem Erzbischof von Magdeburg, erst 1310 verfassungsmäßig anerkannt. Danach konnte das Bürgertum auch ein Mitspracherecht in der Stadtverwaltung erlangen. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Verfassung der Stadt mehrmals geändert. Nach dem Übergang an Preußen setzte der preußische König 1780 einen Oberbürgermeister ein. Ab 1807 war Halle Teil des Königreichs Westfalen und wurde von einem "Maire" geleitet. Nach dem erneuten Übergang an Preußen 1815 stand wieder ein Bürgermeister an der Spitze der Stadt und 1831 wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Danach stand an der Spitze der Stadt der Bürger- beziehungsweise Oberbürgermeister.
Während der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtverordnetenversammlung, später Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der "Stadtratsvorsitzende". Das Gremium wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1993 wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt.
Bürger- beziehungsweise Oberbürgermeister seit 1798:
Oberbürgermeisterin: 1 Sitz
Das Wappen der Stadt Halle (Saale) zeigt in Silber ein nach oben geöffneter roter Halbmond zwischen zwei roten Sternen.
Das Wappen taucht erstmals in einem Gerichtssiegel des 14. Jahrhunderts auf und wurde alsbald in das Ratssiegel der Stadt aufgenommen, das seinerzeit eine thronende Maria darstellte. Um das Jahr 1450 wurden Mond und Sterne als offizielles Stadtwappen eingeführt. Über die Bedeutung gibt es keinerlei Nachweise, lediglich sagenhafte Erzählungen, die versuchen, die Wappensymbole zu deuten.
Z. B.: Die Sterne stehen für Salzkristalle, der Halbmond stellt eine Siedepfanne der Halloren dar. Nach einer anderen Interpretation stellen sie Sonne, Mond und Stern dar.
Halle (Saale) unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
Im Nordosten des Stadtgebiets von Halle (Saale) führt die Bundesautobahn 14 Magdeburg-Leipzig-Dresden vorbei. Sie kreuzt sich im Osten der Stadt am "Schkeuditzer Kreuz" mit der A9 München-Berlin. Zukünftig gibt es den Anschluss an die A 38 Leipzig-Göttingen. Im Westen wird die A 143 gebaut (Mitteldeutsche Schleife). Durch das Hallenser Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 6, B 91, B 80 und B 100.
Der Hauptbahnhof Halle ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt, mit ICE-Anschluss an die Strecke Frankfurt-Berlin. Ab 2007 kommt der Anschluss an die ICE-Strecke Nürnberg-Berlin hinzu. Der internationale Flughafen Leipzig/Halle befindet sich nur 15 Kilometer östlich der Stadt beim Schkeuditzer Kreuz und hat Bahn- und S-Bahnanschluss. Kleinflugzeuge können noch näher auf dem Flughafen Halle-Oppin landen, nur 15 Minuten von der Stadt entfernt.
Den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV bedienen einerseits die S-Bahn-Linie S7, die seit Ende 2004 mit der S-Bahn Leipzig zu einem gemeinsamen S-Bahn-Netz Leipzig-Halle im Halbstundentakt verbunden ist, sowie andererseits mehrere Straßenbahn- und Omnibuslinien der HAVAG (1918 bis 1951 Städtische Straßenbahn Halle, 1951 bis 1990 Verkehrsbetriebe Halle) und anderer Verkehrsbetriebe. Alle Linien sind innerhalb Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) zu einheitlichen Preisen zu benutzen.
Die Stadt Halle ist Sitz folgender Einrichtungen, Institutionen und Körperschaften des öffentlichen Rechts:
Sehenswert ist in Halle vor allem die bemerkenswert gut erhaltene historische Altstadt. Die Lage an der Saale macht den besonderen Reiz der Stadt aus.
Die Stiftung Moritzburg- Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt befindet sich in einer spätgotischen Burganlage, deren Grundsteinlegung 1484 durch den Erzbischof von Magdeburg Ernst von Wettin erfolgte. Die Burg wurde nach dem Hl. Mauritius (Hl. Moritz), dem Schutzpatron des Erzbistums Magdeburg, benannt. Für drei Jahrzehnte (1514-1541) residierte hier Kardinal Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Magdeburg und Mainz. Berühmt war seine reiche Reliquiensammlung, das „Hallesche Heilthum“. Die Stadt Halle mit der Moritzburg zählte zu dieser Zeit zu den bedeutenden Zentren der Frührenaissance in Deutschland.
1637, während des 30jährigen Krieges, brannte die Moritzburg nieder.
Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem die Universität bereits den Nordflügel für die Turn-und Fechtsäle eingerichtet hatte, begann der Ausbau der Moritzburg zum Museum. An der Südseite, wo sich einst das Wirtschaftsgebäudes befand, wurde von 1901-1904 ein Neubau als Nachbildung eines Renaissance-Gebäudes errichtet. Sein Vorbild, das Thalhaus zu Halle, der Amtssitz der Halloren, stammte aus dem späten 16. Jahrhundert und musste 1882 der Anlage des Hallmarktes weichen. Zwei prächtige historische Zimmer wurden in dieses neue Museumsgebäude, das im Oktober 1904 als Städtisches Museum für Kunst und Kunstgewerbe eröffnet wurde, eingefügt.
Im frühen 20. Jahrhundert besaß die Moritzburg eine außergewöhnliche Sammlung zeitgenössischer Kunst. Eine große Anzahl dieser wertvollen Bestände, darunter Werke von Max Liebermann, Emil Nolde, Franz Marc, Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Karl Hofer, Oskar Kokoschka u.v.a.m., ging ihr 1937 durch die nationalsozialistische Aktion „Entartete Kunst“ unwiederbringlich verloren. Doch wird dem Museumsbesucher heute noch immer ein hervorragender Einblick in die Kunst der Klassischen Moderne in Deutschland geboten. Seit 2003 ist im neugestalteten Kuppelsaal eine beeindruckende Auswahl der Meisterwerke dieser qualitätvollen Sammlung zu sehen. Aus Lyonel Feiningers legendärem Halle-Zyklus von 11 Gemälden sind der Moritzburg zwei Gemälde und zahlreiche Zeichnungen und Skizzen verblieben. Seit 2003 ist es in einem geführten Stadtrundgang möglich, Feiningers Begeisterung für Halle nachzuempfinden. In der Innenstadt geben darüber hinaus informative Bild-Stelen an den markanten Sichtpunkten Feiningers Auskunft über die Entstehung dieser berühmten Gemälde.
In der Sammlung Kunst des 19. Jahrhunderts der Moritzburg befinden sich excellente Werke der Malerei und Plastik. Des weiteren besitzt das Museum reiche Bestände historischen und zeitgenössischen Kunsthandwerks sowie Design des 20. Jahrhunderts, eine umfangreiche graphische Sammlung, Plastik des 20. Jahrhunderts, das Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt sowie eine einzigartige photographische Sammlung. Auch die Kunst der DDR ist mit interessanten Werken vertreten. Alle Sammlungsbereiche können, solange die Burganlage noch nicht vollständig saniert und für Museumszwecke erschlossen ist, nur eingeschränkt und temporär gezeigt werden.
Das ganze Jahr über sind in der Moritzburg Sonderausstellungen zu sehen, die an die Sammlungsschwerpunkte anknüpfen.
Adresse:
Friedemann-Bach-Platz 5,
06108 Halle (Saale),
Telefon: (0345) 212 59 0,
Fax: (0345) 202 99 90,
poststelle@moritzburg.lsa-net.de,
[1]
Straßenbahnlinie 7 vom Hauptbahnhof (Riebeckplatz – Haltestelle Moritzburgring
Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Dienstag 11 Uhr bis 20.30 Uhr
Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen 10 Uhr bis 18 Uhr
Jeden letzten Sonntag im Monat: Eintritt frei
Weiter haben in Halle gewirkt (alphabetische Auflistung):
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Politik
Der Stadtrat der Stadt Halle setzt sich seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 aus folgenden Sitzen zusammen:Wappen
Städtepartnerschaften
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Projekte der Stadt
Medien
Außerdem gibt es das freie, nicht kommerzielle Lokalradio Radio Corax.Printmedien
Ansässige Unternehmen
Einkaufen
Haupteinkaufsstraßen sind die Fußgängerzone Leipziger Straße, der Markt und die Große Ulrichstraße.Essen, Kneipenszene
Ansässige Banken
Öffentliche Einrichtungen
Bildung und Forschung
Freizeit- und Sportanlagen
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Museen
Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-AnhaltSonstige Sehenswürdigkeiten
Regelmäßige Veranstaltungen
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
Nicht in Halle geboren, aber hier wirkt unter anderem der nt-Intendant Peter Sodann, dessen "Kulturinsel" um das Neue Theater (nt) wichtiger Bestandteil der Altstadt ist. Er macht auch bundesweit von sich Reden als "Tatort"-Kommissar "Ehrlicher" kongenial besetzt, zusammen mit dem Schauspielkollegen Bernd Michael Lade.Zitate über Halle
Literatur
Weblinks
