Holzblasinstrumentenmacher Bedeutung, Erklärung und Definition.
Die Berufsbezeichnung Holzblasinstrumentenmacher (Holzblasinstrumentenbauer) bezeichnet einen Hersteller und Restaurator von Holzblasinstrumenten, darunter:- Flöteninstrumente
- Instrumente mit einfachem Rohrblatt, wie Klarinetten oder Saxophone
- Instrumente mit Doppelrohrblatt, z.B. Oboen oder Fagotte
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2 Material 3 Verarbeitung 4 Bekannte Hersteller |
Historie
Ihre ersten Flöten schnitzten die Urmenschen aus Holz oder Knochen, auch der griechische Aulos wurde noch von seinem Spieler selbst gebastelt. Bei dieser Tradition blieb es lange Zeit
Erst im Mittelalter begannen Tischler oder Holzschnitzer, sich auf den Instrumentenbau zu spezialisieren. Wie Abbildungen von Werkstätten aus dieser Zeit zeigen, stellten sie meistens auch Streich- und andere Instrumente aus Holz her.
In der Barockzeit und danach gingen große Weiterentwicklungen der Instrumententechnik von den Herstellern aus: Das Teilen des Instruments in mehrere handliche Stücke (vor allem beim Fagott), das Hinzufügen nützlicher Zusatzklappenn und die Suche nach einer Form des Instruments und der Bohrung, die schönen Klang und perfekte Intonation zugleich ermöglichte. Später wurden mit den modernen Methoden der Mathematik und Akustik die Griff- und Klappensysteme reformiert: 1847 baute Theobald Böhm eine Querflöte nach einem neuen System, das bis heute verwendet wird und auch auf vielen Klarinetten angewendet wird. Auch Neuentwicklungen von Instrumenten wurden von Holzblasinstrumentenbauern durchgeführt. So gilt der Instrumentenbauer J. Denner als Erfinder der Klarinette im Jahr 1700.
Material
Verarbeitung
Das Holz wird nach strengen Kriterien ausgesucht und mehrere Jahre gelagert, um ein späteres Verziehen der Instrumententeile zu verhindern, dann werden die zurechtgeschnittenen Blöcke einige Male in großen Abständen (bis zu einem Jahr) innen gebohrt, damit sich die Holzfasern an die neue Form gewöhnen können. Nach dem Abhobeln und Schleifen auf der Drehbank zur äußerlichen Formung wird das Stück für einige Tage in ein Ölbad getaucht, um die Holzporen zu schließen.
Dann erst werden die Tonlöcher markiert und sorgfältig gebohrt und die Klappenn angebracht. Die genaue Positionierung der Löcher und der Öffnungswinkel der Klappen ist es, was einen wahren Meister des Faches auszeichnet: Da beim Spiel von Holzblasinstrumenten die verschiedenen Töne durch etliche Kombinationen offener und geschlossener Klappen und Tonlöcher erzeugt werden, kann schon eine minimale Abweichung des Bohrwinkels fatale Folgen für die Intonation des gesamten Instruments haben.
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