Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über InterCityExpress

InterCityExpress Bedeutung, Erklärung und Definition.

Dieser Artikel beschreibt das ICE-Zugsystem. Die als ICE verkehrenden Fahrzeuge sind unter ihrer Baureihen- bzw. Produktbezeichnung zu finden, also Baureihe 401, Baureihe 402, Siemens Velaro und Siemens Venturio.
InterCityExpress (ICE) ist die höchste Zugkategoriekategorie der DB Fernverkehr, des Personenfernverkehrsunternehmens der Deutschen Bahn AG. Im ICE-Netz findet bisher auch sämtlicher Hochgeschwindigkeitsverkehr im deutschen Schienennetz statt.

Table of contents
1 Konzept
2 Service, Ausstattung und Programm
3 Tarife
4 Rollmaterial
5 Weblinks

Konzept

Das ICE-System verkehrt als städteverbindendes Schnellzugnetz zwischen Taktknoten. Es gibt halbstündige, stündliche und zweistündliche Verbindungen sowie verschiedene Verstärkerzüge.

Service, Ausstattung und Programm

Die ICE-Züge waren von Anfang an sehr hochwertig ausgelegt. Alle Wagen sind vollklimatisiert, an jedem Platz gibt es Kopfhöreranschlüsse, über die verschiedene von Bord eingespeiste Musik- und Sprachprogramme sowie Radiosender gehört werden können. Einige Plätze sind mit Steckdosen ausgestattet und ein Teil der Sitze ist mit Videobildschirmen versehen, im ICE 1 teilweise auch in der 2. Klasse. Die bislang dort gezeigten Spielfilme sind seit Sommer 2003 durch Bahn-Werbefilme ersetzt worden. Nachträglich wurden in ausgewiesene Handy-Wagons so genannte Repeater (Signalverstärker) eingebaut. Die ICE-3-,-3M-,-T- und -TD-Züge haben an allen Plätzen Steckdosen. Der ICE 1 wurde ursprünglich mit einem auf BTX basierenden Board-Informationssystem ausgeliefert, dessen Bildschirme wurden inzwischen jedoch mit Werbetafeln überklebt, zu sehen ist nur noch die Zifferntastatur. Im ICE 2 fehlte ein solches Konzept von Anfang an. Im ICE 3 gibt es in einigen Wagen ein Touch-Display, das allgemeine Fahrplan-Informationen zum gesamten Bahn-Netz liefert und auf Wunsch auch ausdrucken kann. Das System sieht der elektronischen Fahrplanauskunft für den PC ("HAFAS") sehr ähnlich und ist auch in allen ICE-2-Zügen im Restaurantwagen neben dem Serviceabteil zu finden.

Alle ICE 1 und ICE 2 sind mit einem Bordrestaurant ausgestattet, ebenso die 7-teiligen ICE-T. Die ICE 3 und die 5-teiligen ICE-T wurden zwar ohne Bordrestaurant konzipiert. Stattdessen wurde ein Bistrowagen mit Stehplätzen und Raucher- und Nichtraucherbereichen eingeführt. Im ICE 3 sind auf den Sitzplätzen in den Wagen 25 und 35 auch kleinere Gerichte erhältlich. In allen Zügen finden sich eine behindertengerechte Toilette und spezielle Stellplätze für Rollstuhlfahrer. Darüber hinaus gibt es ein Konferenzabteil und das Dienstabteil hat sich im ICE 3/3M und ICE-T zu einem Service-Point gewandelt.

Tarife

Deutschland (regulär)

ICE-Züge bilden die höchsttarifierte Produktkategorie im Angebot der DB. Ein einfacher InterCity (IC) oder EuroCity (EC) ist im Fahrpreis häufig günstiger. Die DB ist in letzter Zeit in Kritik geraten, da sie mehr ICE fahren lässt als früher, unter anderem auch auf Strecken, wo sich kein Fahrzeitvorteil gegenüber dem IC/EC ergibt, trotzdem aber auch dafür den höheren ICE-Preis erhebt. Begründet wird dies mit dem größeren Komfort im ICE.

Deutschland (Sprinter)

ICE Sprinter heißen besonders schnelle ICE-Verbindungen zwischen den Metropolen Deutschlands in den Morgen- und Abendstunden. Diese sind darauf ausgelegt, Geschäftsreisenden oder Fernpendlern eine Alternative zum Flugzeug zu bieten.

Besonders gegenüber normalen ICE-Verbindungen sind die Reservierungspflicht und der Aufpreis von 10/15 Euro zum normalen Fahrpreis (inkl. Sitzplatzreservierungsgebühr) in der 2./1. Wagenklasse, eine kostenfreie Auswahl an Tageszeitungen und natürlich die kürzere Reisezeit bedingt durch wenige oder keine Zwischenhalte.

Die Sprinter-Züge fahren häufig nach Durchfahren der Sprinter-Strecke noch weiter, gelten dann jedoch nicht mehr als Sprinter, sondern nur noch als normale ICEs.

ICE Sprinter-Verbindungen (2004):

Schweiz und Österreich

In der Schweiz (das heißt, auf Schweizer Strecken bis zum Endbahnhof
Zürich) sind die ICEs den InterCitys gleichgestellt und daher wird dort kein Zuschlag erhoben. Somit kann man die ICEs für inländische Verbindungen mit gewöhnlichen Fahrscheinen benutzen. ICEs werden vor allem in Randstunden auf innerschweizer Strecken (Zürich-Basel-Zürich) benützt, diese verkehren dann als InterRegio.

Dies gilt auch für die Strecken in Österreich, wo der ICE aus Hamburg kommend die Strecke Passau - Wien bedient sowie eine Tagesrandverbindung Innsbruck - Wien - Innsbruck besteht. Darüber hinaus bedient ein ICE auch die Strecke Hamburg - (Kufstein) - Innsbruck, jedoch nicht ganzjährig.

Rollmaterial

Ab 1986 begann die Deutsche Bundesbahn Experimente mit einem eigenen Hochgeschwindigkeitszug. Der daraus hervorgegangene Versuchszug (InterCity Experimental, später ICE-V) ist heute nicht mehr in Betrieb; es existiert jedoch noch ein ICE-Mess- und Versuchszug, der ICE-S.

Als erste ICE-Züge verkehrten ab 1991 die 1989 in Dienst gestellten Triebkopfzüge der Baureihe 401. Ab 1995 ging die Nachfolgebaureihe 402 in Dienst, die unter anderem durch ein Konzept kuppelbarer Halbzüge die Auslastungssteuerung verbessern sollte.

Die ICE 1 und 2 waren etwas breiter und schwerer, als die UIC für internationale Züge vorgibt. Sie waren hauptsächlich für den Einsatz in Deutschland vorgesehen, jedoch haben einige Züge Genehmigungen zum Verkehr in die Schweiz und Österreich; so sind 19 ICE-1-Einheiten mit einem zusätzlichen Stromabnehmer für den Schweiz-Einsatz ausgestattet.

Um zukünftige ICEs freizügig in ganz Europa einsetzen zu können, wurde das Profil verkleinert. Ein verteilter Unterflurantrieb sollte für eine maximale Achslast sorgen, die den Vorgaben der UIC entspricht. Ergebnis waren die Baureihen 403 (Inlandsversion ICE 3) und 406 (Mehrsystemversion ICE 3M), die mittlerweile unter die Produktfamilie Siemens Velaro fallen. Auch diese Züge sind wie die ICE 2 als Halbzüge konzipiert und erlauben eine Flügelung.

Da die ICE 3 und ICE 3M die einzigen Hochgeschwindigkeitszüge der DB AG sind, die die maximalen Steigungen von 40 Promille auf der Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt am Main bewältigen können, werden sie auf den darüberführenden Linien eingesetzt.

Gleichzeitig mit dem ICE 3 wurden die beiden Neigetechnik-ICEs ICE-T (elektrisch) und ICE-TD (dieselelektrisch) entwickelt, die dem ICE 3 sehr ähnlich sind (Produktfamilie Siemens Venturio). Sie wurden speziell für den Verkehr im Altnetz bestellt. Ursprünglich sollten sie als "ICT" im InterCity-Netz unterwegs sein, später jedoch als ICE eingesetzt. Diesel-ICEs waren nur kurz unterwegs, die entsprechende Baureihe ist mittlerweile wieder abbestellt.

ICE 4 und 5 gibt oder gab es bisher nur auf dem Papier. Als ICE 4 sollte oder wird vielleicht irgendwann einmal der HTE fahren. Der Transrapid wäre bei Betrieb durch die Deutsche Bahn im Fernverkehr als ICE 5 verkehrt.

Weblinks



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