Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Jürgen Schweinebraden

Jürgen Schweinebraden Bedeutung, Erklärung und Definition.

Jürgen Walther Herrmann Schweinebraden, Freiherr von Wichmann-Eichhorn (* 15. März 1938 in Dresden) ist ein bekannter Galerist und Publizist.

Schweinebraden, der nach seiner Lehre als Autoschlosser Psychologie und Industriesoziologie studiert hatte, nahm zunächst Lehrtätigkeiten in Ostberlin auf.

1974 gründete er in der Ostberliner Dunckerstraße die Wohn- und Alternativgalerie EP Galerie Jürgen Schweinebraden und organisierte bis 1980 70 Ausstellungen, u.a. A. R. Penck, und 50 Konzerte. Dabei machte er das ostdeutsche Publikum mit Produkten der westlichen Kunst wie Mai Art, Konzept Kunst, Performance und Video bekannt. 1979 wurde er mit mehreren Ordnungsstrafen belegt. 1980 folgte ein Strafverfahren wegen Herstellung illegaler Druckerzeugnisse, im November desselben Jahres siedelte er in die Bundesrepublik über.

Die von ihm gegründete Alternativgalerie wurde zum Vorbild für ähnliche Modelle in mehrerer Großstädten der DDR und war der Grundstein für die Entwicklung einer alternativen Kunstszene in der DDR als Gegenstück zu der von der SED propagierten Parteikunst.

Seither war er bei der Nationalgalerie in Berlin sowie der documenta 8 in Kassel tätig. Schweinebraden war von 1989 - 1992 Direktor des Hamburger Kunstvereins. Er lebt als freiberuflicher Galerist und Verleger in Niedenstein (Hessen).


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