Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Julien Benda

Julien Benda Bedeutung, Erklärung und Definition.

Julien Benda (* 26. Dezember 1867 in Paris, † 7. Juni 1956 in Fontenay-aux-Roses bei Paris), französischer Philosoph und Schriftsteller

Hauptthema seines Schaffens war die Kritik an irratioalen Elementen in Philosophie und Kunst der imperialistischen Ära, denen er (am intensivsten in der zwischen 1912 und 1914 geführten Auseinandersetzung mit Henri Bergson) einen an cartesischer Logik geschulten, aber verabsolutierten Realismus entgegensetzte.

Dabei ließ er vielfach die Eigengesetzlichkeit der Literatur außer acht und bezog in seine plausible Verurteilung ("Belphégor", 1918) von Emotionalität und Intuition auch Strömungen bürgerlich-humanistischen Charakters ein.

Unter den Werken, mit denen er den "Antiintellektualismus" bekämpfte, sind der Roman "Die Ordination" (1910/1912) und der Essay "Der Verrat der Gelehrten" (1927, deutsch) besonders hervorzuheben.

Während der Volksfront und der deutschen Besetzung nahm er eine gegen den Nationalsozialismus gerichtete Position ein, als deren Ausdruck die 1942 veröffentlichte Schrift "Die Schicksalsprüfung der Demokratien" zu werten ist.


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