Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Katastrophen der Raumfahrt

Katastrophen der Raumfahrt Bedeutung, Erklärung und Definition.

Chronologische Auflistung von Katastrophen in der bemannten Raumfahrt beziehungsweise Katastrophen, bei welchen Menschenleben zu beklagen waren:

Table of contents
1 Chronik
2 Literatur
3 Siehe auch
4 Weblinks

Chronik

24. Oktober 1960

Im Weltraumbahnhof Baikonur explodierte eine militärische Interkontinentalrakete (ICBM) vom Typ »R-16«. 126 Menschen starben in der größten Katastrophe der Raumfahrtgeschichte (»Nedelin-Desaster« benannt nach Mitrofan Nedelin, Chef der strategischen Raketentruppen, der bei der Katastrophe ums Leben kam).

22. März 1961

Während eines mehrtägigen Trainingsaufenthalts in einer mit reinem Sauerstoff gefüllten Isolationszelle verbrennt der Kosmonaut Walentin Bondarenko. Bei dem Versuch einige Sensoren von seinem Körper mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch zu entfernen, wirft er diesen unachtsam beiseite. Der Wattebausch fällt auf eine heiße Kochplatte und fängt sofort Feuer. In der Zelle breitet sich das Feuer rasend schnell aus. Bondarenko kann zwar noch lebend gerettet werden, stirbt aber am 23. März 1961 an seinen schwersten Verletzungen.

27. Januar 1967

Am Boden brach während einer Startsimulation an Bord einer Apollo-Kapsel Feuer aus. Die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee starben. Siehe dazu: Apollo 1

23. April 1967

Bei Sojus-1 traten im Orbit Stabilisationsprobleme auf. Bei der Landung verhakte sich der Landefallschirm, die Kapsel stĂĽrzte ab. Der Kosmonaut Wladimir Komarow starb beim Aufprall.

15. November 1967

Ein amerikanisches Raketenflugzeug vom Typ »X-15A« gerät außer Kontrolle und zerbricht. Der Pilot Michael Adams wird getötet.

6. Juni 1971

Bei der RĂĽckkehr zur Erde der Raumkapsel Sojus 11 erstickten die Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Viktor Patsayev und Wladislaw Wolkow. Ein Ventil war beim Ablegen von der Raumstation Saljut-1 offen geblieben.

18. März 1980

Während des Auftankens explodiert in der sowjetischen Raumfahrtbasis Plesetsk eine »Wostok«-Rakete. 50 Soldaten werden sofort getötet.

28. Januar 1986

Die Raumfähre Challenger explodierte beim Start. 7 Astronauten, darunter zwei Frauen, (Richard Scobee, Michael J. Smith, Ronald McNair, Ellison Onizuka, Judith Resnik und Gregory Jarvis, Christa McAuliffe) starben.

25. Januar 1995

Eine chinesische Trägerrakete vom Typ »Langer Marsch-2E« (»Chang Zheng-2E«) stürzt nach dem Start ab. Trümmer töten 20 Bewohner eines Dorfes.

15. Februar 1996

Kurz nach dem Start vom Raumfahrtzentrum Xichang explodiert eine chinesische Rakete vom Typ »Langer Marsch 3B« und stürzt auf mehrere Häuser. Offiziell werden von der chinesischen Führung sechs Tote bestätigt, inoffizielle Stellen sprechen sogar von mehr als einhundert Toten.

1. Februar 2003

Bei der Rückkehr zur Erde wurde die Raumfähre Columbia auf Grund einer beim Start erfolgten Beschädigung zerstört. Sechs amerikanische und ein israelischer Astronaut starben (Rick Husband, William McCool, Michael P. Anderson, David M. Brown, Kalpana Chawla, Laurel Clark und Ilan Ramon).

22. August 2003

Eine brasilianische Trägerrakete vom Typ »VLS-1« explodiert bei Startvorbereitungen und tötet 21 Techniker.

Literatur

  • Matthias GrĂĽnder/Horst Hoffmann/Gerhard Kowalski: SOS im All, 2001, ISBN 3-89602-339-X
  • Karcev Chazanovskij: Warum irrten die Experten?, Berlin 1990, ISBN 3-34100-545-5

Siehe auch

Weblinks


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