Kriegerdenkmal Bedeutung, Erklärung und Definition.
Ein Kriegerdenkmal ist ein Denkmal, das zur Erinnerung an gefallene Soldaten errichtet wurde.Kriegerdenkmale, die nicht nur an Feldherren erinnern, sondern auch an einfache Soldaten, entstanden erst in der Neuzeit, besonders seit der französischen Revolution und den Befreiungskriegen. Damals wurde der Krieg durch die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht demokratisiert und die soziale Stellung der Soldaten steigerte sich deutlich.
Die Aufgaben eines Kriegerdenkmals sind vielfältig. Sie sollen die Angehörigen trösten, in dem sie dem Tod einen Sinn verleihen, sie sollen die Überlebenden auf das Vorbild der Opfer verpflichten und den Staat und seine Ideale repräsentieren.
Es wird den Gefallenen und Vermissten auf vielen Denkmälern auch durch deren namentliche Nennung auf Tafeln gedacht, die an ihren Heimatorten stehen.
Deshalb gibt es um die Aufstellung von Kriegerdenkmalen auch häufig Konflikte. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen versuchen mit dem Denkmal, ihre Deutung des Krieges oder der Gesellschaft durchzusetzen. Zum Beispiel gab es in Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg häufig Streit, ob man das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof oder auf dem Rathausplatz errichten sollte. Dies war eine Fortsetzung von Auseinandersetzungen der Konflikte zwischen Kirche und Staat in der Dritten Republik.
In Deutschland findet man vor allem Kriegerdenkmale für den Ersten oder für den Zweiten Weltkrieg, wobei sehr oft ein Denkmal des Ersten Weltkrieges durch eine zusätzliche Tafeln zu einem Erinnerungsort an den Zweiten Weltkrieg erweitert wurde. Selten finden sich noch Kriegerdenkmale für den Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871.
