Krisenexperiment Bedeutung, Erklärung und Definition.
In der Soziologie bezeichnet Krisenexperiment ein vor allem im symbolischen Interaktionismus und der Ethnomethodologie bekanntes vorgehen, bei dem implizite soziale Normen dadurch sichtbar gemacht werden, dass sie entweder in übertriebener Weise eingehalten oder offensichtlich nicht eingehalten werden. Ein Beispiel eines Krisenexperiments aus der Arbeit Harold Garfinkels ist das einer Studentin, die sich ihren Eltern gegenüber höflich, aber wie Fremden gegenüber verhält, also diese beispielsweise siezt. Dieses Verhalten führt zu einer wachsenden Eskalation und Irritation, als es auch auf Hinweise wie "hör doch mit dem dummen Spiel auf" nicht abgebrochen wird. Deutlich wird hier die Bedeutung impliziter Normen für funktionierende soziale Interaktion.
Literatur
Siehe auch
Experiment, Krise, Selbstverständlichkeit
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