Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Kulturpädagogik

Kulturpädagogik Bedeutung, Erklärung und Definition.

Table of contents
1 Kulturpädagogik
2 Ausbildung
3 Weblinks

Kulturpädagogik

Kulturelle Bildung und Kulturpädagogik sind Begriffe, die erst seit den 70er Jahren auftauchen und z.B. im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) den Begriff der "musischen Bildung" ablösten.

Handlungsfelder

Kulturpädagogik läßt sich in drei Handlungsfelder aufsplitten:
  • "Kulturmanagement"
    d.h. das Organisieren und Vermarkten von Kultur
    (z.B. als Konzertveranstalter oder als Leiter eines Jugendzentrums, der eine Ausstellung plant.)
  • "Erziehungsarbeit"
    d.h. künstlerische und kulturelle Methoden sind Hilfsmittel in einem pädagogischen Prozess
    (z.B. Theaterspielen für deviante Jugendliche oder Spiel-Übungen bei Jugendleiterschulungen.)
  • "Künstlerisches Schaffen & kulturelle Bildung"
    d.h. Kunst und Kultur stehen im Mittelpunkt, Grundlagen, Methoden und Techniken werden vermittelt und Anleitung zu künstlerischer Reflexion gegeben
    (z.B. Töpfern einer Jugendgruppe zum Thema "Inhalte")

Die drei Handlungsfelder sind bei der pädagogischen Arbeit stets in irgendeiner Weise miteinander verknüpft und stehen nicht alleine für sich. Je nach beruflichen Anforderungen, Ausbildung und persönlichem Zugang des Pädagogen ist allerdings eine Schwerpunktbildung als "Manager", "Erzieher" oder "Künstler" (bzw. dazwischen) möglich.

Kulturpädagogische Richtungen

Kulturpädagogik ist der Überbegriff für eine Vielzahl von pädagogisch-methodischen Richtungen:

Ausbildung

Eine fundierte Ausbildung als Kulturpädagoge berücksichtigt alle drei Handlungsfelder, so dass künstlerische, pädagogische und organisatorische Aufgaben gleichermaßen erfüllt werden können.

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Ausbildung als Kulturpädagoge:

  • Studium an einer Hochschule
    Einige Universitäten und Fachhochschulen bieten Schwerpunkt- und Aufbaustudiengänge im Bereich Kulturpädagogik, Kulturwissenschaften oder in einzelnen kulturpädagogischen Richtungen (z.B. Theaterpädagogik) an. Der Abschluss erfolgt dann z.B. als Diplom-Theaterpädagoge.
  • Zusatzausbildungen
    Hochwertige und anerkannte Zusatzausbildungen als Kulturpädagoge gibt es zur Zeit nur an der Akademie Remscheid und am Institut für Jugendarbeit Gauting des Bayerischen Jugendringes. Hier wird man als Kulturpädagoge ausgebildet und kann Schwerpunkte wählen. Der Abschluss erfolgt dann als "Qualifizierter Kulturpädagoge".

Hinweis: Die Berufsbezeichnung "Kulturpädagoge" ist nicht geschützt. Deshalb ist eine Ausbildung, die mit Diplom oder Zertifikat abschließt zum Nachweis der Qualifikation besonders wichtig.
Beratung und weitere Informationen zur Ausbildung als Kulturpädagoge und zur Qualitätssicherung gibt es bei
Bastian Dietz, der das Kulturpädagogen-Netzwerk in Bayern betreut.

Weblinks


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