Landwirt Bedeutung, Erklärung und Definition.
Ein Landwirt ist steuerlich jedermann, der berufsmäßig Landwirtschaft treibt, der den eigenen oder gepachteten Boden zur Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte bewirtschaftet. Dabei ist zwischen Vollerwerbs- und Nebenerwerbslandwirten zu unterscheiden.Abhängig von der Größe des Besitzes unterschied man regional zwischen Vollbauern, Halbbauern, Kossäte, Hintersiedler, Häusler oder Büdner.
Die Berufsbezeichnung Landwirt ist ein Titel, zu dessen Führung die entsprechende Qualifikation nachzuweisen ist. Nicht jeder steuerliche Landwirt ist ein Bauer, nicht jeder Bauer ist ein nicht nur steuerlicher Landwirt und nicht jeder ausgebildete Landwirt ist ein Bauer. Die staatliche Qualifikation erlangt man mit der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung Landwirt. Sie dauert in Deutschland in der Regel drei Jahre. Um die Bezeichnung Landwirtschaftsmeister führen zu dürfen, ist eine weitere Prüfung und drei Jahre Arbeit als Landwirt nachzuweisen.
Bauern sind (umgangssprachlich) Landwirte und Viehzüchter. Eine genaue Abgrenzung ist nicht möglich, für die Bevölkerung der Großstädte sind alle Bauern, die irgendwie in Land- oder Viehwirtschaft arbeiten. Dies ist nicht korrekt aber gebräuchlich. 'Landwirt' ist eine neuere, modernere Bezeichnung und nicht allgemein gebräuchlich weil Bauern meist neben Landbestellung auch Viehzucht betreiben. Früher war der Beruf körperlich sehr schwer, Arbeitszeiten von 12-14 Stunden in den Monaten der Ernte waren normal. Die Bestellung der Felder war Männern vorbehalten, Frauen kümmerten sich um das Vieh und brachten den Männern das Essen ans Feld. Die Motorisierung (Traktoren etc.) brachte Erleichterungen und führte dazu dass immer mehr Frauen diesen Beruf ausüben.
Bauernstand, Landwirtschaftsmeister, Diplom-Landwirt, Agrarökonom, AckerbauSiehe auch
