Lucretia Bedeutung, Erklärung und Definition.
Lucretia (um 500 v. Chr.) war eine römische Frau. Sie heiratete Collatinus, aus der königlichen Familie der Tarquinier. Im 6. Jahrhundert vor Christus, fühlte sich keiner seines Lebens, seiner Familien und seiner Ahnen sicher. Das Regime von Tarquinius Superbus war unerträglich, aber nicht nur für die Römer, die zu der Zeit noch Hirten und Bauern waren und daher noch nicht gänzlich in der Politik mitmischen konnten, sondern auch für die mächtigen Etrusker und sogar für die Verwandten vom König. Viele Männer des Tarquinischen Geschlechts, hatten sich in eine Verschwörung gegen den Tyrannen zusammengetan um ihn zu stürzen. Unter diesen waren der Enkel von Tanaquil, Brutus und der Mann von Lucretia, Collatinus. Während der Besetzung der Stadt, Ardea, kamen die jungen Prinzen der Tarquinier abends in ihren Zelten zusammen. Eines Abends trafen sie sich dann im Zelt von Sextus Tarquinius, dem Sohn des Königs, sie unterhielten sich über Frauen. Das Gespräch erhitzte als Collatinus, der einzige der nicht mit einer Etruskerin sondern einer Römerin verheiratet war, meinte das seine Frau Lucretia, über den anderen Frauen stehen würde. Jeder willigte bei ihm ein um sich persönlich davon zu überzeugen, sie flüchteten auf ihre Pferde. Im Gegensatz zu ihren Schwägerinnen, fand man sie nicht auf einem Bankett, sondern in einem Raum, erleuchtet von einer Öllampe, umgeben von ihren Mägden, beim Spinnen der Wolle. Diese Vision traf Sextus, derart erregt von ihrer Schönheit, fasste er eine heftige Begierde um sie mit aller Kraft zu haben. Während einer Abwesenheit ihres Mannes, drang er eines Nachts, in das Haus der Lucretia, er hielt sie fest und schrie zu ihr: „Nicht ein Wort, Lucretia! Ich bin Sextus Tarquinius, Sohn des Superbus und habe ein Schwert in der Hand, nur ein laut und du bist tot“. Diese Drohung überrumpelte die hartnäckige Resistenz der Scham. Sie ergab sich vorerst dem Sextus, danach brachte sie sich aber um. Diese sexuelle Straftat löste beim Volk einen Aufstand aus, die Königsgegner aus dem Hause der Tarquinier nutzten diese Gelegenheit und stürzten das unbarmherzige Regime. Das war das Ende der Monarchie und der Anfang der Republik. Zahlreiche literarische Belege zeigen die weite Verbreitung der Legende. William Shakespeare widmete ihr eines seiner langen Gedichte.
- siehe auch: Portal und Themenliste Rom
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