Mittelmeer Bedeutung, Erklärung und Definition.
Das Mittelmeer (Mittelländisches Meer, eigentlich Europäisches Mittelmeer) ist ein Meer, das zwischen den Kontinenten Europa, Afrika und Asien liegt und etwa eine Fläche von 2,5 Millionen km² bedeckt. Die größte Tiefe liegt bei 5.267 m im Ionischen Becken.
In der Antike wurde das Mittelmeer von den Römern Mare Nostrum genannt, was Unser Meer bedeutet. Diese Namensgebung resultiert daraus, dass das Römische Reich (Imperium Romanum) zeitweise das gesamte Mittelmeer umschlossen hat.
Das Meer ist im Westen durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantischen Ozean verbunden, im Nordosten über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer und seit 1869 im Südosten über den Suez-Kanal mit dem Roten Meer. Das Marmarameer - nicht aber das Schwarze Meer - wird häufig noch zum Mittelmeer gezählt.
Die bedeutendsten Inseln sind (von West nach Ost):
- Balearen (Mallorca), Korsika, Sardinien, Sizilien, Malta, Peloponnes (seit 1893), Kreta, Dodekanes (Rhodos), Zypern
- Im Norden: Gibraltar, Spanien, Frankreich, Monaco, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Griechenland und die Türkei
- im Osten Syrien, der Libanon, Israel und der Gazastreifen
- im Süden Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko, sowie die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla.
- Ligurisches Meer (Golf von Genua), Tyrrhenisches Meer, Straße von Messina, Ionisches Meer, Straße von Sizilien, Kleine Syrte, Straße von Otranto, Adriatisches Meer, Große Syrte, Ägäis.
Das Mittelmeer ist ein Überrest des Tethysmeeres des Erdmittelalters. Vor 6 Millionen Jahren schloss sich die Meerenge von Gibraltar aufgrund der plattentektonischen Kollision Afrikas mit Europa. Das Mittelmeer trocknete wiederholt aus, so dass sich am Meeresboden mächtige tertiäre Gips- und Salzlager finden. Zuletzt war das Mittelmeer während der Eiszeiten zumindest teilweise ausgetrocknet. So fand Henry Cosquer, ein französischer Taucher, 1985 nahe Marseille eine nach ihm benannte Höhle mit prähistorischen Felszeichnungen, deren Eingang 36 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.
Der Salzgehalt des Mittelmeeres liegt mit rund 38 Promille höher als der des Atlantik. Dies ist eine Folge der starken Verdunstung, die durch den Süßwasserzufluss der großen Flüsse nicht ausgeglichen wird. Dementsprechend fließt am Grund der Straße von Gibraltar ein kräftiger Salzwasserzustrom in den Atlantik ein.
Siehe auch: Lesseps'sche Migration, Mittelmeerraum
Im weiteren Sinne bezeichnet man Nebenmeere der Ozeane als "Mittelmeere", die von großen Landmassen umschlossen sind:
- Interkontinentale Mittelmeere verbinden mehrere Kontinente. Zu ihnen zählt das Arktische Meer, das Karibische Meer (Amerikanisches Mittelmeer), das Australasiatische Mittelmeer und das Europäische Mittelmeer. Diese zählen historisch gesehen zu den Sieben Weltmeeren.
- Intrakontinentale Mittelmeere gehören nur einem Kontinent an, wie beispielsweise die Ostsee.
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