Moose Bedeutung, Erklärung und Definition.
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Es handelt sich bei den Moosen um kleine, immergrüne, autotrophee Thalluspflanzen ohne echte Wurzeln. Anstelle der Wurzeln besitzen sie Rhizoide zur Verankerung im Boden und zur Nährsalzaufnahme. Entwicklungsgeschichtlich stammen Moose von einem Urkormophyten ab. Leitgefäße sind bei einigen Laubmoosen (beispielsweise bei der Gattung Polytrichum) noch in reduzierter Form zu finden.
Charakteristisch für alle Moose ist, dass die haploide Gametophytengeneration viel größer und differenzierter ist, als die Sporophytengeneration. Die Sporophytengeneration ist meist nur ein auf dem Gametophyten (dem eigentliche Moos) wachsender sporenbildender Ständer. Bei den Farnen, den höheren Pflanzen und auch im Tierreich ist es umgekehrt. Der Gametophyt tritt dort in seiner Auspärägung stark zurück und besteht zum Teil nur noch aus wenigen Zellen, die manchmal sogar im Sporophyten wachsen. Beim Menschen entspräche beispielsweise die haploide Samenzelle einem (einzelligen) Gametophyten und der Mann dem diploiden Sporophyten.
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2 Systematik 3 Moose als Lebensraum 4 Siehe auch |
Generationswechsel
Moose zeigen einen charakteristischen Generationswechsel:
Eine Moosspore mit einem einfachen, haploiden Chromosomensatz entwickelt sich zur geschlechtlichen Generation. Diese besteht vorerst aus dem grünen Vorkeim (Protonema). Dieser wächst weiter zum Moospflänzchen heran.
Die geschlechtliche Moospflanze bildet weibliche (Archegonien) und männliche Geschlechtsorgane (Antheridien) aus. Die männlichen Geschlechtsorgane produzieren bewegliche Spermatozoiden. Die weiblichen Geschlechtsorgane produzieren Eizellen.
Kommt es zur Befruchtung der Eizelle, so wächst diese zu einer diploiden
Generation - einer gestielten Mooskapsel (Sporogonium) - heran, die von der eigentlichen Moospflanze abhängig ist und sich ungeschlechtlich fortpflanzt. In dieser Mooskapsel findet die Meiose (Reifeteilung) statt, die zur Bildung der haploiden Sporen führt. Aus diesen kann sich wieder die geschlechtliche Generation entwickeln.
Systematik
Moose als Lebensraum
Da Moose gute Wasserspeicher und durch ihren oft flächigen Wuchs gute Bodendecker sind bilden sie einen beliebten Lebensraum für viele feuchtigkeitsliebende Tiere wie beispielsweise Quellenmilben und Gliedertiere aber auch höherer Organismen wie Amphibien.
