Nintendo Bedeutung, Erklrung und Definition.
Die Nintendo Co., Ltd. (jap 任天堂 nin-ten-dō) mit Sitz im japanischen Kyōto gehört zu den führenden Herstellern von Videospielen und Spielekonsolen.
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2 Spielekonsolen 3 Bekannte Spieleserien 4 Weblinks |
Das ehemalige Familienunternehmen, dessen Name übersetzt etwa "In der Hand des Himmels" bedeutet, wurde 1889 von Fusajiro Yamauchi gegründet und produzierte zunächst ausschließlich die traditionellen japanischen Hanafuda-Spielkarten. 53 Jahre lang, von 1949 bis 2002, stand Hiroshi Yamauchi, der Urenkel des Firmengründers, an der Spitze des Unternehmens. Seither wird es von Satoru Iwata geleitet.
Wegen zurückgehender Umsätze und dem schlechten Image der Hanafuda Karten orientierte sich Nintendo unter Yamauchi neu. So wurde ein Vertrag mit Disney über die Vermarktung von Spielkarten mit Disney-Motiven ausgehandelt. Um weitere Firmenzweige aufzubauen, experimentierte Nintendo zwischenzeitlich auch mit Instant-Reis und der Gründung eines Taxiunternehmens, besann sich jedoch schließlich wieder auf sein Kerngeschäft. Nach dem Eintritt Gunpei Yokois in den späten 60er Jahren begann Nintendo 1970 damit, neben den Karten auch anderes Spielzeug herzustellen. Dazu gehörten die bekannte Ultra-Hand aber auch "Liebestester". Mit einfachen Telespielen der Serie Nintendo Game & Watch; erfolgte 1977 der Einstieg in den Markt für Unterhaltungselektronik. Seit 1979 entwickelt das Unternehmen auch so genannte Arcade-Spiele für Spielhallen. Desweiteren versuchte sich Nintendo auch früh mit fernsehbasierten Kopien amerikanischer Spielesysteme, die ohne austauschbare Module auskamen.
Im Jahr 1983 brachte Nintendo in Japan den Family Computer (kurz: Famicom) heraus, der in Amerika und Europa unter dem Namen Nintendo Entertainment System (NES) vermarktet wurde. Auf die Idee gebracht wurde Yamauchi durch den Erfolg der amerikanischen Spielekonsole VCS 2600 von Atari. Yamauchi wollte eine Konsole, basierend auf dem amerikanischen Prinzip, günstig im Verkauf, die eben durch austauschbare Module niemals langweilig werden könne. Alle heutigen Konsolen von Nintendo und anderen Herstellern folgen diesem Prinzip der austauschbaren Spiele. Zudem brachte das Unternehmen 1989 mit dem GameBoy das erste tragbare Videospielsystem mit austauschbaren Modulen auf den Markt.
Nintendo of America und dem Einsatz Minoru Arakawas, dem Schwiegersohn Hiroshi Yamauchis, und Howard Lincolns ist es wohl vor allem zu verdanken, dass Nintendo nach dem großen Crash der Videospielbranche in den USA 1983/84 einen eigentlich totgesagten und -geglaubten Markt wiedererwecken konnte.
Der Erfolg des Unternehmens, das bis 2003 nach eigenen Angaben etwa 215 Millionen Geräte und über eine Milliarde Spiele verkauft hat, beruht nicht zuletzt auf Spieleentwicklern wie Shigeru Miyamoto, der Charaktere wie Super Mario, Donkey Kong und andere Ikonen des Videospiels erfunden hat.
Lange Zeit unangefochtener Marktführer, sieht sich Nintendo in den letzten Jahren verstärktem Konkurrenzdruck durch Wettbewerber wie Sony ausgesetzt. Der Handheld-Markt wird jedoch bis heute von Nintendo dominiert, der globale Marktanteil beträgt annähernd hundert Prozent. Nintendo gilt in der Spielebranche als eines der Unternehmen mit den härtesten Geschäftsbedingungen, das rigoros gegen Urheberrechtsverletzungen vorgeht und keine Emulatoren für seine Spiele auf anderen Systemen genehmigt. Von den Geschäftsmethoden aus Monopolzeiten ist man allerdings wegen der Marktgegebenheiten mittlerweile abgerückt.
Die weltweit agierende Firma wird von drei Zentren aus gelenkt: Der japanische Mutterkonzern hat seinen Stammsitz in Kyōto, die US-amerikanische Tochterfirma Nintendo of America sitzt in Redmond, im US-Bundesstaat Washington und die europäische Tochterfirma Nintendo of Europe in Großostheim bei Aschaffenburg.
Die berühmtesten Spiele von Nintendo sind wohl die Super Mario-Spiele, die Metroid-Reihe mit der Kopfgeldjägerin Samus Aran, sowie die The Legend of Zelda-Reihe mit Link in der Hauptrolle, dem grünmützigen Schwertschwinger. Besonders die Spiele dieser Reihen verbinden bekannte Videospiel-Elemente mit Rätseln, so dass man nicht nur gute Fingerfertigkeiten braucht, um ans Ziel zu gelangen.
Die aktuellen Konsolen 2004 sind der Nintendo GameCube für den heimischen Fernseher und der Game Boy Advance SP als tragbares Gerät. 2005 kommt dann der Nintendo DS nach Europa, ebenfalls ein tragbares Videospielsystem, allerdings mit 2 Bildschirmen, Mikrofon, einem Touchscreen, einer kabellosen Link-Funktion und einer Leistung, die etwa dem Nintendo 64 entspricht, dem Vorläufer des GameCube. Auch am Nachfolger des GameCube wird bereits gearbeitet: Das momentan als "Nintendo Revolution" bezeichnete System wird voraussichtlich 2006 auf dem Markt erscheinen.
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