Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Olympische Sommerspiele 2012

Olympische Sommerspiele 2012 Bedeutung, Erklärung und Definition.

Für die Austragung der XXX. Olympischen Sommerspiele 2012 haben sich die folgenden neun Städte beworben: Havanna, Istanbul, Leipzig, London, Madrid, Moskau, New York, Paris und Rio de Janeiro.

Bis zum 15. Juli 2003 mussten die Bewerbungen der Städte gemeldet werden. Spätestens am 15. Januar 2004 hatten alle Städte ihre Bewerbung mit dem Einreichen eines IOC-Fragebogens, dem so genannten "IOC questionnaire", zu bestätigen. In der endgültigen Nominierung als offizielle "Candidate City" der Olympischen Spiele 2012 durch das IOC schieden am 18. Mai 2004 nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen die Städte Istanbul, Havanna, Leipzig und Rio de Janeiro aus.

Damit bleiben die Städte London, Madrid, Moskau, New York und Paris weiterhin im Rennen.

Die Wahl der Austragungsstadt durch die Mitglieder des IOC wird am 15. Juli 2005 in Singapur stattfinden.

Table of contents
1 Die Bewerberstädte

Die Bewerberstädte

Havanna

(ausgeschieden) Die kubanische Hauptstadt ist der krasseste Außenseiter der letzten Jahre. Grund für diese Stellung im Rennen ist die am Boden liegende Wirtschaft des Landes, ungeklärte Finanzierungsfragen und sicherheitstechnische Schwierigkeiten. Auch verfügt das ganze Land nicht einmal über die geforderte Anzahl von 42.000 Betten im Umkreis von 50 km. Das Konzept sieht "Spiele für die Athleten" vor.

Die Stadt wurde am 18. Mai 2004 vom IOC nicht als candidate city anerkannt. Havanna belegte den neunten und letzten Platz im Vorausscheid.

Istanbul

(ausgeschieden) Die türkische Stadt am Bosporus wurde am 18. Mai 2004 vom IOC nicht als candidate city anerkannt. Istanbul belegte den achten und damit vorletzten Platz im Vorausscheid.

Rio de Janeiro

(ausgeschieden) Die brasilianische Stadt wurde am 18. Mai 2004 vom IOC nicht als candidate city anerkannt. Rio belegte den siebten Platz im Vorausscheid.

Leipzig

(ausgeschieden) Leipzig hatte sich am 12. April 2003 in einem nationalen Vorausscheid gegen Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart durchgesetzt. Als Segelrevier für die deutsche Bewerbung hatte zuvor schon Rostock gegen Cuxhaven, Kiel, Lübeck und Stralsund gewonnen.

Die sächsische Stadt mit nur rund 500.000 Einwohnern bewarb sich beim IOC mit einem kompakten Konzept, das 90 Prozent der Entscheidungen in einem Umkreis von 10 Kilometern vorsah. Zudem warb sie mit dem Slogan "one family" für familiäre und überschaubare Spiele im Herzen der Stadt. Der Außenseiter wollte mit dieser Alternative ("Die Stadt als olympisches Dorf"), dem IOC die Chance eröffnen, den Gigantismus einzuschränken.

Bei der zweiten, diesmal internationalen Vorentscheidung am 18. Mai 2004 wurde Leipzig vom IOC nicht als candidate city anerkannt. Leipzig scheiterte nur knapp und belegte den sechsten Platz. Wenige Zehntelpunkte fehlten zu der vom IOC gesetzten Grenze. Gründe für die Ablehnung waren Kritik an der Infrastruktur und der Beherbergung (1). Weiterhin ist davon auszugehen, dass das IOC es einer Halbmillionenstadt nicht zutraut, Olympische Spiele ausrichten zu können.

(1): Gerade dieser Punkt der Bewertung wurde in Leipzig kontrovers diskutiert. Leipzig plante neben Neubauten die Umgestaltung bestehender Gebäude zu Hotels, doch trotz des besten Finanzierungskonzepts wurde dieser Teil als nahezu undurchführbar bewertet. Demgegenüber konnte Moskau weniger bestehende Hotelbetten vorweisen und die hohe Zahl neu zu bauender Hotels wurde trotz der schwachen Finanzierung als gut möglich bewertet und brachte so den nötigen rechnerischen Vorsprung zu Platz fünf.

Moskau

Moskau wurde nur knapp (fünfter Platz) zur candidate city ernannt. Das IOC-Exekutivkommitee hatte allerdings Bedenken, ob Moskau mit aller Sicherheit ohne Probleme die Spiele 2012 ausrichten könne. Die Entscheidung, Moskau zu benennen, wurde allgemein als politisch motiviert bewertet. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte noch bis zuletzt versucht, das IOC in seiner Entscheidung zu beeinflussen. Um Moskau gegenüber New York nicht vor den Kopf zu stoßen, hätte man die Bewerbung akzeptiert.

Es wurden umfangreiche Nachbesserungen gefordert. Jacques Rogge kündigte an, eventuell im Mai 2005 nochmals einen Schnitt vorzunehmen.

Bewerbungsmotto: "Olympia am Strom"

New York City

Die US-amerikanische Stadt belegte den vierten Platz im Vorausscheid.

Bewerbungsmotto: "Olympic X"

London

Die britische Hauptstadt belegte den dritten Platz im Vorausscheid. London wirbt unter dem Motto "Back the Bid" um Unterstützung der eigenen Bevölkerung. Der Oberbürgermeister Ken Livingstone betont die multikulturelle Vielfalt seiner Stadt und dass dadurch jedes Team die Unterstützung durch Londoner Landsleute haben wird.

Homepage: http://www.london2012.org

Bewerbungsmotto: "Kompakteste Spiele"

Madrid

Die spanische Hauptstadt belegte im Vorausscheid überraschend den zweiten Platz. Das Bewerbungsmotto der Stadt lautet "Spiele der Athleten", da nahezu alle Wettkämpfe innerhalb eines 10-km-Radius ausgetragen werden. Im Vorfeld war die Bewerbung wegen undisziplinierter Äußerungen seitens einiger Politiker und Organisatoren gegenüber anderen Bewerberstädten aufgefallen. Trotz des guten Klassements wird der Hauptstadt Spaniens nicht allzu große Chancen für den Zuschlag eingeräumt, da die Spiele in Barcelona 1992 noch nicht sehr lange zurückliegen.

Paris

Die französische Hauptstadt will mit "Spielen in allen Farben" das IOC überzeugen. Das Stade de France soll dabei im Mittelpunkt des olympischen Geschehens sein. Das ohnehin schon dichte Verkehrsnetz wird im Falle des Zuschlags noch weiter vernetzt. Die 2-Millionen-Metropole ist Teil eines 10-Millionen-Ballungsraums und setzt damit den Gigantismus fort. Dennoch ist die Stadt eine der heißesten Favoriten.


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