Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Oskar Ernst Bernhardt

Oskar Ernst Bernhardt Bedeutung, Erklärung und Definition.

Oskar Ernst Bernhardt oder Abd-ru-shin ( * 18. April 1875 in Bischofswerda (Sachsen); † 6. Dezember 1941 in Kipsdorf (Erzgebirge)) war der Gründer der Gralsbewegung.

Table of contents
1 Leben
2 Werke
3 Literatur
4 Weblinks

Leben

Oskar Ernst Bernhardt machte eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete in Dresden, Zürich und Bern. 1897 heiratete er Martha Oeser, mit der er zwei Kinder hatte. Der Sohn ist im ersten Weltkrieg gefallen.

Er geriet mehrmals in berufliche Krisen und wurde einmal wegen Betrugs zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt. Ab 1900 war er oft auf Reisen und schrieb Reisebeschreibungen, Theaterstücke und Romane. Im ersten Weltkrieg war er aif der Isle of Man interniert und beschäftigte sich dort mit Philosophie und Religion.

1919 kehrte er nach Dresden zurück. Ab 1923 fühlte er sich als Gottgesandter mit einem religiösen Auftrag. 1924 ließ er sich von seiner ersten Frau scheiden. 1926 heiratete er die Witwe Maria Freyer und adoptierte ihre drei Kinder. Die Familie zog nach Tutzing, wo Bernhardt unter dem Pseudonym Abd-ru-schin religiöse Abhandlungen verfasste, die er in den "Gralsblättern" veröffentlichte, und hielt öffentliche Vorträge.

Er nannte sich jetzt Abd-ru-Shin, ein Namen, den er bereits in einem angeblich früheren Leben als persischer Fürstensohn getragen hatte, und der nach seinen Worten Sohn des Lichts bedeutet.

Es sammelte sich eine Gemeinschaft um ihn, mit der er 1928 nach Tirol zog, wo sich heute noch das Zentrum der "Gralsbewegung", die so genannte "Gralsburg", befindet. Am 29. Dezember 1929 soll er eine Offenbarung seiner göttlichen Sendung erfahren haben.

1938 wurde die "Gralsburg" enteignet und zu einer Ausbildungsstätte der Nationalsozialisten umfunktioniert. Bernard wurde verhaftet, jegliche religiöse Betätigung wurde ihm verboten. 1941 starb er in Kipsdorf. Er wurde 1949 auf der "Gralsburg" beigesetzt.

Sein Werk liest sich als ein Sammelsurium aus spiritistischen, christlichen, rassistischen und frauenfeindlichen Ideologien.

Werke

  • Hauptwerk: Im Lichte der Wahrheit - Neue Gralsbotschaft von Abd-ru-shin, Tutzing, 1926. 1991 von der Gralsbewegung in drei Bänden herausgegeben.

Literatur

  • Georg Schmid, Kirchen, Sekten, Religionen, 2003, S 219-221, ISBN 3290172155
  • Kurt Hutten, Seher - Grübler - Enthusiasten, 1997, S 531-549, ISBN 379182130X

Weblinks


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