Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Pablo Picasso

Pablo Picasso Bedeutung, Erklärung und Definition.

Pablo Picasso (1916)
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Pablo Ruiz Picasso (* 25. Oktober 1881 in Málaga; † 8. April 1973 in Mougins, Frankreich) war ein spanischer Maler. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit Georges Braque begründete er die Stilrichtung des Kubismus. Umfangreiche Werkgruppen sind in Deutschland im Museum Ludwig in Köln und in der Sammlung Berggruen in Berlin ausgestellt.

Mit Françoise Gilot hatte er eine Tochter, Paloma, die 1949 geboren wurde und Designerin ist.

Table of contents
1 Schaffensperioden
2 Werke (Auswahl)
3 Museen
4 Zitate
5 Weblinks

Schaffensperioden

Frühe Schaffensperiode

Bereits in früher Jugend trat die künstlerische Begabung Picassos zutage. So beginnt er im Alter von 8 Jahren unter Anleitung seines Vaters Jose Ruiz Blasco zu malen. Mit 15 Jahren schaffte er mühelos die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule in
Barcelona. Nur ein Jahr später verließ er Barcelona, um an der angesehenen Akademie der Hauptstadt Madrid zu studieren. Dort besuchte Picasso die Museen, vor allem den Prado und die Künstlerlokale. Schon während dieser Zeit hatte er erste erfolgreiche Ausstellungen.

Blaue Periode (ca. 1901-1904)

1901 besuchte der aufstrebende Künstler mehrfach die Kunstmetropole Paris. Dort lernte er die Arbeiten der Impressionisten Cézanne, Degas und Toulouse-Lautrec kennen, die ihn sehr beeindruckten und ihn selbst zu Bildern von Außenseitern der Gesellschaft wie Bettler, Obdachlose und einsame Menschen inspirierten. Seine Darstellung reduzierte er sowohl in Farbe als auch in der Formgebung auf ein Minimum. Da die zwischen 1901 und 1904 entstandenen Bilder in kühlen bläulich-grünlichen Tönen gehalten sind, nennt man diese Schaffensphase die "Blaue Periode".

Rosa Periode (ca. 1904-1906)

Ab 1905 begannen rosa Töne in Picassos Werken vorzuherrschen. Picasso zelebrierte geradezu Schönheit. Im Vergleich zur Blauen Periode gab es nur noch wenig Melancholie in seinen Werken, das Blau wich in den Hintergrund. Besonders Gaukler, Seiltänzer und Harlekins (traurige Spaßmacher), in kontrapostischer Körperhaltung und klassischer Schönheit, zählten zu seinen Bildmotiven. Der "süße Schmerz" ist immer wieder ein Ausdruck in seinen Bildern. Wichtige Werke sind: "Frau mit Krähe" und "Gauklerfamilie".

Kubismus (ca. 1906-1915)

1906 vollzog sich während eines Sommeraufenthalts in Gosol im Norden Kataloniens eine Stilwende in Picassos Schaffen. Nach dem Vorbild der schwarzafrikanischen Plastik und der Gemälde Cézannes gelangte er zu einer radikalen Reduktion des Gegenständlichen auf geometrische Strukturen. Zusammen mit Georges Bracque begründete er die in Europa neue Kunstform des Kubismus.

Klassizismus (ca. 1916-1924)

Gerade hatten Publikum, Kritiker und Kollegen Picasso als Begründer des Kubismus und damit der modernen Kunst kennengelernt. Nun verblüffte er mit Zeichnungen und Gemälden, die zur geschlossenen, abbildhaften Gegenstandsgestaltung zurückkehrten. Picassos Bilder zeigten jetzt wieder Figurendarstellungen, die ganz nach Tradition der Klassik von der formbestimmenden Linie ausgehen. Durch Schatten- und Lichtreflexe entsteht eine starke Plastizität die aber die Figuren meist als Gattungswesen darstellt.

Politische Periode (ca. 1943-1953)

In dieser Zeit spielen Picassos Werke vorsichtig auf die allgegenwärtige Bedrohung von Leib und Leben an und sprechen zunehmend deutlicher von einem inneren Engagement, das nach Ausdruck verlangte. Das eigene Erleben einer Mangelsituation in einer ungeheizten Wohn- und Arbeitsstätte verallgemeinert sich zur Mahnung.

Expressives Spätwerk ( ca 1965- 1973 )

Sein mit sexuellen Motiven aufgeladenes Spätwerk gerät immer mehr expressiv. Die damalige Kritik war oft entsetzt und sah darin das Geschmiere eines Künstlers der den Höhepunkt seines Schaffens überschritten hat. Heute ist man ganz anderer Ansicht und sieht im Spätwerk -wie schon in der klassizistischen Periode- das Bestreben Picassos als Künstler ganz frei agieren zu können. Er zieht noch einmal alle Register seines Wollens und Könnens.Seine Arbeiten bleiben bis zuletzt spannend und existentiell.

Werke (Auswahl)

  • 1897 Wissenschaft und Barmherzigkeit(Museo Picasso, Barcelona)
  • 1902 Im Kaffeehaus (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1903 La Vie (Museum of Modern Art, Cleveland)
  • 1904 Bildnis Jaime Sabartés (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1905 Sitzender Harlekin (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1905 Die Gaukler (National Gallery of Art, Washington)
  • 1906 Kopf eines jungen Mannes (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1906 Frauenkopf (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1906 Zwei Akte (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1907 Kopf einer Frau (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1907 Matrose, eine Zigarette drehend (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1907 Weiblicher Akt, Studie für Les Demoiselles (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1907 Les Demoiselles d’Avignon (Museum of Modern Art, New York)
  • 1908 Fruchtschale mit Birnen und Äpfeln (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1909 Frauenkopf (Plasrik) (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1910 Bildnis Georges Braque (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1912 Flasche, Absintglas, Fächer, Pfeife, Geige, Klarinette auf einem Klavier (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1912 Sitzende Frau mit Gitarre (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1912 Violine (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1914 Ma Jolie (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1914 Glas und Würfel (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1914 Stillleben mit Glas und Spielkarten (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1914 Das Absintglas (Plastik) (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1914 Stillleben mit Weintraube (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1914 Spielkarten, Tabak, Flasche und Glas (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1916 Gitarre und Zeitung (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1916 Spielkarten, Glas und Flasche auf einem Tisch (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1916 Sitzender Mann an einem Tisch (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1918 Harlekin mit Gitarre (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1919 Stillleben vor einem Fenster in Saint Raphael (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1919 Die Familie Sisley (siehe auch Auguste Renoir) (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1919 Glas, Blumenstrauß, Gitarre und Flasche (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1920 Liegende Badende (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1920 Zwei Akte am Strand (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1921 Zwei Badende (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1921 Sitzender Akt, sich den Fuß trocknend (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1923 Pipes of Pan (Musée Picasso, Paris)
  • 1933 Tanzende Silene (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1937 Bildnis Nusch (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1937 Guernica (Museo Reina Sofia, Madrid)
  • 1937 Kopf eines Fauns (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1938 Der Hahn (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1939 Der gelbe Pullover (Sammlung Berggruen, Berlin)
  • 1951 Massaker in Korea (Musée Picasso, Paris)
  • 1970 Matador mit Akt (Sammlung Berggruen, Berlin)

Museen

Zitate

  • "Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen lässt."
  • "Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet."
  • "Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben."
  • "Man braucht sehr lange, um jung zu werden."
  • "Wenn ich wüßte, was Kunst ist, würde ich es für mich behalten."
  • "Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, aber es gibt auch den, der mit Überlegung und Geschick aus einem gelben Fleck eine Sonne macht."
  • "Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt."
  • "Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale."
  • "Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen."
  • "Arbeit bedeutet atmen für mich; wenn ich nicht arbeiten kann, kann ich nicht atmen!"
  • "Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld."
  • "Das Flüstern einer schönen Frau hört man weiter als den lautesten Ruf der Pflicht."
  • "Genie ist Persönlichkeit mit zwei Groschen Talent."
  • "Ich sehe die Natur als etwas Leidenschaftliches, Stürmisches, Unheimliches und Dramatisches an wie mein eigenes Ich."

Weblinks


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