Peer-Review Bedeutung, Erklärung und Definition.
Peer Review bezeichnet (allgemein) die Bewertung eines Objekts oder Prozesses durch unabhängige Gutachter, die sogenannten "Peers" (engl für "Ebenbürtige").
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2 Peer Review zur Qualitätssicherung in Unternehmen 3 Peer Review in Wikipedia 4 Literatur 5 Siehe auch 6 Weblinks |
Im akademisch-wissenschaftlichen Bereich sind Peer-Reviews von Zeitschriftenartikeln üblich, bei denen der zur Veröffentlichung vorgesehene Artikel durch einen oder mehrere Experten des entsprechenden Gebietes bewertet wird. Üblicherweise schickt der Autor seinen Artikel an einen Verantwortlichen (z. B. den Editor der Zeitschrift). Dieser wählt zwei oder drei anonyme Gutachter, die entscheiden, ob der Artikel in der gegebenen Form veröffentlicht werden soll, bzw. Verbesserungsvorschläge machen.
Diese Experten dürfen beim Peer Review nicht aus dem Umfeld des Autors stammen. Die Unabhängigkeit des Gutachters vom zu bewertenden Objekt ist das wesentliche Kriterium eines Peer Reviews. Anonymität des Gutachters ist dagegen nicht erforderlich, aber oftmals gegeben. In einem weiteren Sinn wird Peer-Review auch für andere wissenschaftliche Publikationsformen verwendet. Die Tätigkeit der Gutachter wird meistens freiwillig und unentgeltlich erbracht.
Das Peer Review ist im Allgemeinen keine Methode, um Fälschungen oder in betrügerischer Absicht gemachte Experimente aufzudecken. Der Gutachter muss auf den guten Willen und die Angaben des Autors vertrauen. Er kann nur die Resultate auf Plausibilität im Kontext überprüfen und auf methodische Fehler hinweisen.
Dieses Verfahren wird überwiegend aus zwei Gründen kritisiert:
Siehe auch: Open Access
Unternehmen setzen Peer Reviews zur Qualitätssicherung ein. So führen Unternehmen, die im Bereich Wirtschaftsprüfung oder Beratung tätig sind, so genannte Peer Reviews durch. Dabei wird ein Projekt (Wirtschaftsprüfung oder Beratungsprojekt) eines Unternehmens durch einen Experten oder ein Expertenteam eines anderen Unternehmens der gleichen Branche anhand von Projektunterlagen und Arbeitspapieren überprüft. Diese geben dann in einem Gutachten eine Bewertung über die Güte des Projektes ab. Durch die Wahl eines Fremdunternehmens als Prüfer wird die Unabhängigkeit von Prüfer und Prüfling in hohem Maße sichergestellt.
Damit erhält das Peer Review bei Unternehmen in der Qualitätssicherung mehr Gewicht als z. B. ein Inter-Office Review (Gutachter einer anderen Niederlassung) oder Local-Office Review (Gutachter der gleichen Niederlassung).
Wikipedia versucht ebenfalls eine Peer Review-artige Qualitätssicherung zu etablieren. Siehe Wikipedia:Review.
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Kritik am Peer Review in der Wissenschaft
In Zusammenhang mit der Zeitschriftenkrise und dem elektronischen Publizieren entwickeln sich neue Qualitätssicherungsverfahren. Ein Pionier auf diesem Gebiet ist Stevan Harnad. Seine Vorschläge, die etwas an ein Wiki erinnern, haben sich jedoch noch nicht durchgesetzt, bzw. es sind kaum Erfahrungswerte darüber bekannt. Das klassische Peer-Review ist und wird wahrscheinlich noch lange Zeit das Rückgrat der Wissenschaft bleiben. Peer Review zur Qualitätssicherung in Unternehmen
Peer Review in Wikipedia
Literatur
Siehe auch
Weblinks
