Portal Stoffe und Motive Bedeutung, Erklärung und Definition.
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Der kulturgeschichtliche Artikel des Monats
Als Narr bezeichnet man einen Spaßmacher, der im Mittelalter für Unterhaltung und Belustigung sorgen sollte und dabei meist auffällig gekleidet war. ... Narren fanden sich sowohl im ritterlichen Gesinde, als auch an Fürstenhöfen. Für die dort tätigen Hofnarren galt die Narrenfreiheit, die es ihnen ermöglichte, ungestraft Kritik an den bestehenden Verhältnissen zu üben. Auch die Parodierung von Adeligen war den Hofnarren erlaubt.
Die Hofnarren als "Offizianten" (in einem festen höfischen Amt) sollten ursprünglich ihren Herrn nicht belustigen, sondern ihn als ernste Figur ständig daran erinnern, dass auch er in Sünde fallen könne und darin sterben werde; sie waren also eine soziale Institution zulässiger Kritik. Im Mittelalter unterschied man zwei Arten von Narren, die "natürlichen" und die "künstlichen" Narren. Als "natürliche Narren" galten Geisteskranke, geistig Behinderte und Missgestaltete. Die "künstlichen Narren" waren Menschen, die sich dumm oder tölpelhaft stellten, absichtlich Scherze trieben, ihre Herrscher unterhielten oder sie an die Vergänglichkeit erinnerten. Im frühen Hochmittelalter waren es vor allem körperlich Behinderte Narr
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