Radio Martà Bedeutung, Erklärung und Definition.
Radio Martà ist eine aus US-amerikanischen Quellen finanzierter Sender mit Sitz in Miami, der Radiosendungen in spanischer Sprache für Kuba ausstrahlt. Der 1985 gegründete Sender strahlt heute ein 24-stündiges Radioprogramm auf Kurz- und Mittelwelle aus. Im Jahr 1990 wurde TV Martà gegründet, mit dem Auftrag ein Fernsehprogramm für Kuba zu produzieren.
In der 80er Jahren plante die US-Regierung einen Radiosender Radio Free Cuba zu gründen, der nach dem Vorbild von Radio Free Europe/Radio Liberty arbeiten soll und zum Sturz Fidel Castros beitragen soll. Seitens nordamerikanischer Sender und der Radioindustrie regte sich heftiger Widerstand gegen diese Pläne. Man befürchtete heftige Vergeltungsmaßnahmen Kubas, in Form von Interferenz-Störungen kubanischer Radiostationen gegen Mittelwellensender in Florida. Schon in der Vergangenheit belegten kubanische Sender die Frequenzen US-amerikanischer Radiosender, um auf diese Weise ihr Programm in Kuba unhörbar zu machen. Die US-Regierung argumentierte erfolgreich dagegen, dass kubanische Drohungen nicht das hohe Gut und das Recht auf freie Meinungsäußerung hindern dürfen.
So startete am 20. Mai 1985 ein spezielles Radioprogramm für Kuba aus den USA. Der Sendestart markiert den 20. Mai 1902, den Unabhängigkeitstag Kubas von der spanischen Kolonialherrschaft. Die Station hieß schließlich nicht Radio Free Cuba, sondern wurde nach dem Freiheitshelden José Martà benannt. Dieser kubanische Schriftsteller, der für die Unabhängigkeit seines Landes von der spanischen Kolonialherrschaft kämpfte, spielt heute in den lateinamerikanischen Ländern eine große Rolle. Nach ihm sind heute zahlreiche Plätze und Straßen in Kuba benannt.
Radio Marti sendet heute über Kurzwellensender in Delano/Kalifornien und Greenville/North Carolina und einem Mittelwellensender in Florida. Kuba stört die Sendungen auf Mittelwelle, die Kurzwellenprogramme sind in ganz Mittel- und Südamerika zu hören.
Zurzeit beschäftigt Radio Martà ca. 100 Mitarbeiter und verfügt über ein Budget von 15 Mio. US-Dollar. Der Programmauftrag von Radio Martà ist, nach eigenen Angaben, einen "Kontrast zu kubanischen Medien zu bieten und seinen Hörerinnen und Hörern eine unzensierte Sicht auf die aktuellen Ereignisse zu liefern". Ehemalige politische Gefangene, Menschenrechtsaktivisten und Immigranten kommen in den Sendungen zu Wort. Samstags wird eine spanische Version der Ansprache des US-Präsidenten und die Antwort der Opposition gesendet.
Um die Effektivität der Sendungen wird stets gestritten. Wie in Zeiten des Kalten Krieges, ist es nicht möglich, Hörerumfragen und Höranalysen durchzuführen. So lässt sich die Anzahl der Hörer zu ungenau schätzen und man ist auf Einzelaussagen von Auslandsreisen angewiesen. Je nachdem welchen Kubaner man fragt, hören "alle" oder "niemand" zu.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre, mussten alle US-Auslandsdienste mit Ausnahme von Radio Marti/TV Marti Budget-Kürzungen hinnehmen. Mitte der 90er Jahre zog der Sender ganz nach Miami um. Er war damit dem Zielgebiet näher und unterstrich damit auch seine Eigenständigkeit gegenüber der Voice of America, in deren Studios die Sendungen vorher produziert wurden.
Siehe auch: Kurzwellenrundfunk, DXen Diese Seite ist ein Artikel über Radio MartÃ. Seite Versuche, zum von von Beschreibung über bereitzustellen Radio MartÃ. Sie konnten Tatsachen über auch finden Radio MartÃ. Erklärung von Radio MartÃ.Gründungsgeschichte
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