Ramsar-Konvention Bedeutung, Erklärung und Definition.
Die Ramsar-Konvention bezeichnet das Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung. Es ist ein völkerrechtlicher Vertrag, dessen Ausarbeitung von der UNESCO angestoßen wurde. Das Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 geschlossen und ist damit eines der ältesten internationalen Vertragswerke zum Umweltschutz. Die Bezeichnung "Ramsar" rührt von der gleichnamigen Stadt im Iran, in der die Vertragsverhandlungen stattfanden. Die Konvention trat 1975 in Kraft.Vorausgegangen waren dieser Konferenz erste großräumige und überregionale Wasservogelzählungen in den 60er Jahren, die einen massiven Rückgang der betreffenden Vogelarten belegten. Das Abkommen verpflichtet die Beitrittsstaaten geeignete Maßnahmen zu unternehmen, die Biodiversität in den ausgewiesenen Gebieten zu erhalten. Es wird kein totales Nutzungsverbot angestrebt – ein solches wäre für viele der ärmeren Staaten auch kaum durchführbar – sondern der Grundsatz der nachhaltigen, ökologisch ausgewogenen Nutzung (wise use) soll verwirklicht werden.
Deutschland trat 1976 dem Abkommen bei und weist zur Zeit 31 Ramsar-Gebiete aus ( z. B. Niedersächsisches Wattenmeer; Ammer- und Chiemsee; Havelniederungen und Gülper See ); Österreich unterzeichnete den Vertrag erst 1983. Neusiedler See, das Rheindelta in den Bodensee, sowie die Donau-March-Auen sind wichtige der zur Zeit 11 österreichischen Ramsar-Gebiete.
Die Umsetzung der durch die Konvention eingegangenen Verpflichtungen erfolgt durch mehrere europäische Richtlinien, und auf nationaler Ebene in Deutschland vor allem durch das Bundesnaturschutzgesetz und die Naturschutzgesetze der Länder.
Ein eigenes Büro dient der Überwachung der Umsetzung der Konvention und ihrer Weiterentwicklung.
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