Reform der deutschen Rechtschreibung von 1944 Bedeutung, Erklärung und Definition.
Die Reform der deutschen Rechtschreibung von 1944 wurde nicht durchgeführt, obwohl die neuen Regeln 1944 in 1 Million Exemplaren für den Schulgebrauch gedruckt vorlagen: Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (Hrsg.): Regeln für die deutsche Rechtschreibung und Wörterverzeichnis, Berlin: Deutscher Schulbuchverlag, 1944.Ihre Erarbeitung ging auf die Initiative des Reichserziehungsministers Bernhard Rust zurück, der ursprünglich noch umfangreichere Reformpläne hatte durchsetzen wollen. Diese waren jedoch auf den Widerstand des Reichsinnenministeriums gestoßen.
Das von Otto Basler, Erich Gierach und Karl Reumuth erarbeitete Regelwerk sah vor: die fakultative Eindeutschung von Fremdwörtern (Filosof, Fosfor, Rabarber, rytmisch, Teater, Tese, Kautsch, Miliö, Ragu, Träner, Tur), den Wegfall des dritten Konsonanten in allen Zusammensetzungen (Blattrichter, fettriefend, stickstoffrei), die Silbentrennung nach Sprechsilben (wa-rum, da-rüber, Fens-ter), den Wegfall des Kommas vor mit 'und' oder 'oder' eingeleiteten Hauptsätzen.
Auf Befehl Hitlers wurde die zum Beginn des Schuljahrs 1944/45 geplante Einführung der neuen Regeln an den Schulen als "nicht kriegswichtig" eingestuft und vertagt. Basler ließ sein Regelwerk 1948 in einer geringfügig überarbeiteten Fassung neu erscheinen, konnte aber die in ihm enthaltenen Neuerungen nicht durchsetzen.
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Literatur
Siehe auch
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