Reihe (Mathematik) Bedeutung, Erklärung und Definition.
In der Mathematik ist eine Reihe eine Zahlenfolge, deren Glieder als Summen von Gliedern einer anderen Folge gegeben sind.
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2 Beispiele 3 Konvergenzkriterien 4 Beispiele 5 Potenzreihen 6 Fourierreihen 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Links: |
Aus jeder Folge <ai> kann man eine Reihe <sn> konstruieren mit
Vokabular
(wobei wir als Indizes für die Glieder von Folge und Reihe in diesem Artikel die natürlichen Zahlen einschließlich der Null verwenden; in manchen Anwendungen ist es üblich, die Null auszuschließen). Mit Hilfe des Summenzeichens kann die Reihe auch abgekürzt als
Eine Reihe <sn> heißt divergent, wenn sie nicht konvergiert. Sie heißt bestimmt divergent oder uneigentlich konvergent, wenn die Teilsummen sn gegen -∞ oder +∞ streben. Andernfalls heißt die Reihe unbestimmt divergent; dabei kann sie Häufungspunkte haben oder auch nicht.
Mit verschiedenen Konvergenzkriterien lässt sich feststellen ob eine Reihe konvergiert.
Für einige einfache endliche Reihen kann man die Summe explizit berechnen.
Beispiele
Der Beweis solcher Formeln erfolgt über vollständige Induktion.
Weitere solche Summationsformeln finden sich in der Formelsammlung Algebra.
Eine klassische Reihe ist die geometrische Reihe, der Name ergibt sich aus der geometrischen Folge (an) = (qn) (für n N). Die unendliche, geometrische Reihe ist also:
- Weitere Beispiele endlicher Reihen findet man im Artikel Addition.
Eine der einfachsten konvergenten unendlichen Reihen ist
Diese Reihe ist eine spezielle geometrische Reihe und wird mathematisch üblicherweise als
Ein Beispiel für eine divergente Reihe mit mehreren Häufungspunkten ist die Summe über die Folge +1,-1,+1,-1,... Die Reihe wechselt zwischen den Werten 1 und 0 (die Folge hingegen wechselt zwischen 1 und -1).
NB: Eine stärkere Eigenschaft als die einfache Konvergenz ist die Absolute Konvergenz.
Im Folgenden seien die Zahlen an stets reelle oder komplexe Zahlen, und die Reihe S definiert als
Konvergenzkriterien
Notwendige Bedingung
Wenn die Reihe S konvergiert, dann konvergiert die Folge (an) der Summanden nach 0 für n->∞. Die Umkehrung ist nicht allgemeingültig (ein Gegenbeispiel ist die harmonische Reihe).
Majorantenkriterium
Wenn alle Glieder an der Reihe S nichtnegative reelle Zahlen sind, S konvergiert und für alle n gilt
- an ≥ |bn|
Minorantenkriterium
Wenn alle Glieder an der Reihe S nichtnegative reelle Zahlen sind, S divergiert und für alle n gilt
- an ≤ bn
Wenn eine Konstante 0 < C < 1 und ein Index N existiert, sodass für alle n ≥ N gilt
Wurzelkriterium
Wenn eine Konstante 0 < C < 1 und ein Index N existiert, sodass für alle n ≥ N gilt
Integralkriterium
Ist f: [1, ∞) -> [0, ∞) eine nichtnegative, monoton fallendee Funktion mit
- f(n) = an für alle n,
Leibniz-Kriterium
Eine Reihe der Form
Einige wichtige Funktionen können als Taylorreihen dargestellt werden. Diese sind bestimmte unendliche Reihen, in denen Potenzen einer unabhängigen Variable vorkommen. Solche Reihen werden allgemein Potenzreihen genannt.
Als Fourierreihe einer Funktion bezeichnet man ihre Entwicklung als Summe von trigonometrischen Funktionen.
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Potenzreihen
Fourierreihen
Siehe auch
Literatur
Links:
http://www.research.att.com/~njas/sequences/
