Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Schlacht bei Noreia

Schlacht bei Noreia Bedeutung, Erklärung und Definition.

Im Jahre 113 v. Chr tauchten die Kimbern und Teutonen auf der Suche nach einer neuen Heimat in Kärnten, bei Noreia, in der Nähe des Römischen Reiches auf. Das Land das sie hier fanden war fruchtbar und reich an Rohstoffen wie Eisen und Gold. Die Römer fühlten sich bedroht, der Konsul Carbo ließ die Alpenpässe besetzen, um die Germanen am Durchmarsch nach Italien zu hindern.

Bei Verhandlungen bot Carbo ihnen Führer an. Die aber sollten die Kimbern und Teutonen in einen Hinterhalt locken. Die kampferfahrenen Legionen glaubten leichtes Spiel mit den naiven Barbaren zu haben. Aber die Germanen siegten in der Schlacht bei Noreia. Zersprengt flüchteten die Römer in die Wälder. Ausgerechnet ein Gott der Barbaren aber kam den Römern zu Hilfe. Furchtlos seien die Germanen, nur Blitz und Donner fürchteten sie panisch, sie hatten Angst, ihr Gott Donar ließe den Himmel auf sie einstürzen. Wegen der göttlichen Zeichen ließen sie von den geschlagenen Legionen ab. Rom entging nur knapp einer kompletten militärischen Katastrophe.

Rom fürchtete ab sofort die Wilden aus dem Norden. Der römische Schriftsteller Diodor berichtete über die germanischen Recken.

Der modernen Anthropologie reicht schon ein Knochen vom Oberschenkel oder Oberarm um die Größe eines Menschen bis auf wenige Zentimeter genau festzustellen. Das Ergebnis hunderter Skelettuntersuchungen zeigte: Viele Germanen hatten einen robusten Körperbau und waren großgewachsen. Die Kimbern maßen im Durchschnitt 1,74 Meter, etliche waren entschieden größer. Damit überragten sie die eher kleinwüchsigen Römer nicht selten um Haupteslänge.

Dazu kam ein weiteres Erschrecken der Römer: Noch lange fürchteten sie den Furor Teutonicus, das Wüten der Germanen.

Zitate der Antike:

  • Im Kampf jubelten sie, weil sie hofften, das Leben auf ruhmvolle und beglückende Art verlassen zu dürfen.
  • Mit der Schnelligkeit und Gewalt eines Feuersturms griffen sie an: Tollkühn und unerschrocken, mit tierischen Stimmen und furchtbaren Schreien.

Den Schauplatz der Schlacht haben Archäologen in der Nähe des Magdalensberg in Kärnten lokalisiert. 18 schon in der Antike äußerst wertvolle Bronzehelme wurden in einem Versteck in den Alpen gefunden, vielleicht Beutegut der Kimbern und Teutonen? Auf einem dieser Helme, dem sogenannten Helm B (heute im Kunsthistorischen Museum in Wien) fand sich das älteste erhaltene germanische Schriftdokument. Von rechts nach links konnte entziffert werden: HA-RI, GAS - TI, TEIVA . Die Sprache ist eindeutig germanisch. HARI ist germanisch das Heer, GASTI ist der Gast. Mit TEIVA könnte "dem Göttlichen" gemeint sein, ein germanischer Kriegsgott.

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