Schwäbische Alb Bedeutung, Erklärung und Definition.
Die Schwäbische Alb ist ein Mittelgebirge im östlichen Teil Baden-Württembergs, das sich vom südwestlichen Ende im Bereich Tuttlingen bis zum nordöstlichen Ende beim Nördlinger Ries erstreckt, welches sie von der Fränkischen Alb abgegrenzt. Südöstlich davon verläuft der Fluss Donau. Die nordwestliche Kante wird Albtrauf genannt, und stellt eine bis zu 400 Meter hohe Steilstufe dar. Die Alb ist eine Hochfäche, die von ihrem Nordrand leicht nach Süden fällt. Die Länge von Südwest nach Nordost beträgt etwa 200km, die Breite ca. 30 Kilometer.Die höchste Erhebung ist der Lemberg bei Gosheim mit 1015 m ü. NN, der höchstgelegene Ort ist Böttingen 911-991 m. ü. NN.
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2 Kultur 3 Literatur 4 Links 5 Siehe auch |
Geologie
Geologisch besteht die Schwäbische Alb hauptsächlich aus Kalkstein. Dieses Gestein entstand während des Jura am Boden eines Meeres. Der Kalkstein wurde vorwiegend als Sediment am Meeresboden abgelagert, man findet aber auch zahlreiche Riffe. Die Gesteine der Jurazeitzeit sind dreigeteilt. Nach ihrer Farbe unterscheidet man lokal von unten nach oben den Schwarzen Jura, den Braunen Jura und den Weißen Jura.
Der Schwarze Jura wird durch einen hohen Gehalt an Bitumen und Pyrit gefärbt. Man spricht auch (fälschlich) von Ölschiefer. Dieses Gestein tritt am Fuß des Albtraufs auf und ist berühmt für seine Funde von Ichthyosauriern. Am besten kann man diese im Urweltmuseum Hauff in Holzmaden betrachten. Der Braune Jura erhält seine braune Farbe durch einen recht hohen Gehalt and Eisen. Dieses Eisen wurde in Wasseralfingen bei Aalen auch als oolithisches Eisenerz abgebaut. Der Weiße Jura besteht aus fast reinem Kalk, der in einem sauerstoffreichen und lebendigen Meer abgelagert wurde. Er ist charakterisiert durch viele Riffe. Der weiße Jura wird im Blautal bei Ulm abgebaut - sein CaCO3-Gehalt beträgt teilweise über 99% - und wird als Ulmer Weiß an die chemische Industrie in alle Welt verkauft. In allen Jurasedimenten sind vielfältige Fossilien enthalten, die man auf einer Wanderung leicht selbst finden kann.
Die Schäbische Alb ist eines der größten zusammenhängenden Karstgebiete in Deutschland. Kalkstein, der wie hier ein von Flußtälern umgebenes Hochplateau bildet, löst sich durch Regenwasser langsam auf, wobei es zur Bildung von Höhlen, Dolinen und Trockentälern kommt. Die Trockentäler sind ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Alb noch tiefer lag und die Entwässerung noch an der Oberfläche erfolgte. Heute ist die Entässserung etwa 150 bis 200m tief in das Gestein verlagert und erfolgt durch Klüfte und Höhlen. Eines der wichtigsten ist wohl der Blautopf mit der Blautopfhöhle. Viele Höhlen sind als Schuhöhlen erschlossen (darunter die tiefst begehbare Schachthöle von Deutschland in Laichingen) und können besichtigt werden. Andere können im Rahmen von Wanderungen auf eigene Faust besucht werden. Verschiedene geologische und karstkundliche Wanderwege erlauben es auch dem interessierten Laien viele dieser Besonderheiten zu erkennen und zu verstehen.
Aufgrund ihrer erdgeschichtlichen Vielfalt und Besonderheiten wurde die Schwäbische Alb Anfang 2003 als Nationaler GeoPark in Deutschland ausgezeichnet.
Kultur
Doch die Schwäbischen Alb bietet auch in kultureller Hinsicht vieles. Es gibt unzählige Burgen und Klöster. Viele Dörfer besitzen interessante Heimatmuseen. Interessante Industrien waren zum Beispiel Trikotagen und Feinmechanik bei Albstadt und Leinenweberei um Laichingen.
- Liste der Burgen in Deutschland
- Liste deutscher Museen nach Themen
- Liste deutscher Museen nach Orten
Wanderwege
Es gibt zahlreiche gut markierte Wanderwege auf der Schwäbischen Alb. Besonders empfehlenswert ist der Hauptweg 1, der sich am nördlichen Albrand von Donauwörth bis Tuttlingen über 320 km erwandern lässt.
Hauptweg 1
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Links
Siehe auch
