Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über SexualitĂ€t

SexualitĂ€t Bedeutung, Erklärung und Definition.

SexualitĂ€t (von spĂ€tlat.: sexualis; aus lat.: sexus Geschlecht) ist die Gesamtheit der LebensĂ€ußerungen, Verhaltensweisen, Empfindungen und Interaktionen von Lebewesen in Bezug auf ihr Geschlecht. Geschlechtslose Lebensformen sind zur SexualitĂ€t nicht befĂ€higt.

Table of contents
1 Einzeller und Bakterien
2 Pflanzen und Tiere
3 Mensch
4 Literatur
5 "AufklÀrungsfilme"
6 Spielfilme zum Thema 'Liebe' und 'SexualitÀt'
7 Siehe auch
8 Weblinks

Einzeller und Bakterien

Einzeller wie das Pantoffeltierchen betreiben Konjugation als sexuellen Akt. Sogar Bakterien zeigen sexuelle PhÀnomene, sie entwickeln so genannte F-Pili, durch die sie Teile des Erbgutss austauschen, unabhÀngig von der Vermehrung, die durch Zellteilung erfolgt.

Pflanzen und Tiere

Bei Eukaryonten (d.h. Tieren, Pflanzen, Pilzen und Protisten) ermöglicht die SexualitÀt geschlechtliche Fortpflanzung und Vermehrung. Dabei kommt es zur Verschmelzung zweier haploider Geschlechtszellen (Gameten) verschiedener Individuen, etwa eines Spermiums mit einer Eizelle. Aus der resultierenden Zygote entsteht ein neuer Organismus. Neben der Fortpflanzung mittels Austausch von Erbinformationen hat Sex als geschlechtliche Interaktion bei höheren Organismen teils auch eine soziale Bedeutung, insbesondere bei Primaten wie dem Menschen und den Zwergschimpansen.

Mensch

Beim Menschen ist im Gegensatz zu fast allen Tieren die SexualitĂ€t kein reines Instinktverhalten, sondern unterliegt auch bewussten wie unbewussten Entscheidungsprozessen. Menschen drĂŒcken ihre sexuelle Anziehung zum Anderen durch unterschiedliche Formen und Aspekte aus: ZĂ€rtlichkeit, Kuss, Liebe, Erotik, sexuelle Befriedigung, Geschlechtsverkehr.

Ab welchem Alter sich SexualitÀt beim Menschen zeigt, ist noch heute Gegenstand von Diskussion. Der etwas Àlteren Triebtheorie von Sigmund Freud zufolge entstehe sie nicht erst in der PubertÀt, sondern bereits ab der Geburt (siehe kindliche SexualitÀt).

Die SexualitĂ€t des Menschen prĂ€gt seine Psyche, seine persönliche Entwicklung, die Formen seines Zusammenlebens sowie - auch beeinflusst von der Sexualmoral - die gesamte Sozialstruktur, also die Kultur und Gesellschaft, in der er lebt. Da zwischen der SexualitĂ€t des Mannes und der SexualitĂ€t der Frau teils erhebliche Unterschiede bestehen, fĂŒhrt diese Diskrepanz bei der HeterosexualitĂ€t zu mannigfaltigen Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den Geschlechtern - die das Leben allerdings auch spannend machen. Nicht nur Sexuelle Funktionsstörungen bei Frau und Mann sind damit allerdings oft die Folge mangelnder Anpassung auf beiden Seiten.

Literatur

Meyers Lexikonredaktion: SchĂŒlerduden SexualitĂ€t (1997), ISBN 3411054913
Georges Bataille, Die Erotik, MĂŒnchen 1994
Erwin Haeberle: dtv-Atlas SexualitÀt (1998), ISBN 3423032359
Ernest Bornemann: Lexikon der Liebe. Materialien zur Sexualwissenschaft. 4 Bde. (1978)
Erwin Haeberle: Die SexualitÀt des Menschen (1999), ISBN 3110106949
Michel Foucault, Der Wille zum Wissen. SexualitÀt und Wahrheit 1, Frankfurt am Main 1983
Masters und Johnson: Liebe und SexualitÀt (1993)
Michael Carrera: Sex. Facts, Acts, Feelings (1981; dt. 1982), ISBN 3550077106
Alex Comfort: The Joy of Sex (1972; dt. Freude am Sex, 1976), ISBN 3550077777
Lonnie Barbach: Welche Farbe hat die Lust? Frauen erzÀhlen ihre erotischen Phantasien (1987), ISBN 355007820X
Helen Fisher: Anatomie der Liebe (1993), ISBN 3426266636
Renate-Berenike Schmidt: Lebensthema SexualitÀt (2003) ISBN 3-8100-3516-5
RĂŒdiger Lautmann, Michael Schetsche: SexualitĂ€t im Denken der Moderne. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie, hg. Joachim Ritter und Karlfried GrĂŒnder, Band 9, Basel: Schwabe & Co, Spalte 730-742.
Phillipp Balzer, Klaus Peter Rippe (Hrsg.): Philosophie und Sex. MĂŒnchen: dtv. ISBN 3-423-30728-5

"AufklÀrungsfilme"

Schon 1917 hatte Richard Oswald den AufklĂ€rungsfilm ĂŒber Geschlechtskrankheiten "Es werde Licht!" im Auftrage des Kriegsministeriums gedreht. Der Film brachte eine Filmlawine ins Rollen. Allein dieser Film hatte drei Folgen. 1919 brachte Oswald das Problem HomosexualitĂ€t und Erpressung in einer kriminalistischen Handlung unter: "Anders als alle anderen". Weil vom Ende des ersten Weltkriegs bis 1920 keine Filmzensur in Deutschland existierte, folgte 1919 auf die Welle der "AufklĂ€rungsfilme" die der eigentlichen spekulativen Sexfilme, damals noch Sittenfilme genannt.

In den 60er Jahren wiederholte sich das GeschÀft auf eine erstaunlich Àhnliche Weise.

Helga (Premiere 22. September 1967) (mit Entbindungsszene!!)
Oswalt Kolle: Dein Mann, das unbekannte Wesen (1968)

Spielfilme zum Thema 'Liebe' und 'SexualitÀt'

Eis am Stiel (Teile 1-8)
Woody Allen: Was Sie schon immer ĂŒber Sex wissen wollten (USA 1972)
Filme von François Truffaut und Eric Rohmer
Mike Nichols: Die ReifeprĂŒfung (USA 1967; mit Dustin Hoffman)
Michel Deville: Die Vorleserin (Frankreich 1988)
Jean-Charles Tacchella: Der kleine Tod der feinen Damen (Frankreich 1990)
Patrice Chéreau: Intimacy (2001)

Siehe auch

Weblinks


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