Stabile Seitenlage Bedeutung, Erklärung und Definition.
Die stabile Seitenlage ist eine Erste Hilfe-Maßnahme, die durchgeführt werden muss, wenn ein Patient bewusstlos ist, aber noch atmet. Sie dient dazu, den Patienten vor dem Erstickungstod durch Verlegung oder Verstopfung der Atemwege, beispielsweise durch die eigene Zunge oder Erbrochenes, zu bewahren.
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2 Durchführung der Stabilen Seitenlage in Deutschland 3 Durchführung der Stabilen Seitenlage in Österreich |
Ähnlich wie bei der Helmabnahme besteht oft die Befürchtung, dem Patienten durch unsachgemäßes Hantieren zusätzlichen Schaden zuzufügen. Diese Angst ist jedoch weitgehend unbegründet, da beim sachgerechten Drehen des Patienten die Belastung der Wirbelsäule gering ist.
Bei Bewusstlosigkeit ist die Gefahr des Erstickens durch Verlegen der Atemwege höher zu bewerten als die Gefahr von weiteren Wirbelsäulenschäden. Wenn man ein bisschen vorsichtig ist, dann ist das kein Problem.
Bei Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule sollte die stabile Seitenlage möglichst durch zwei Helfer hergestellt werden. Der eine Helfer kniet dabei hinter dem Kopf des Patienten und hält den Kopf während den Vorbereitungen und der Drehung in die Seitenlage jeweils in der verlängerten Achse der Wirbelsäule. Der Andere beginnt mit den Vorbereitungen für die Seitenlage.
Wenn man zu zweit ist, dann ist diese Methode grundsätzlich eine gute Idee, auch wenn kein Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung besteht.
Nach dem Auffinder einer reglosen Person sind zunächst Bewusstsein, Atmung und Kreislauf zu überprüfen. Der Patient wird dazu immer auf den Rücken gedreht, diese Position ist daher Ausgangslage für die weiteren Maßnahmen.
Um die Seitenlage herzustellen, kniet der Helfer seitlich neben dem Patienten.
Siehe auch:
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Durchführung der Stabilen Seitenlage in Deutschland
in einem Erste Hilfe-Kurs]]
Patient liegt auf dem Rücken
Um die Seitenlage herzustellen, kniet der Helfer seitlich neben dem Patienten.
Das Becken des Patienten bildet nun den höchsten Punkt des Körpers; die überkreuzten und auf der Seite liegenden Beine verhindern so ein Umkippen. Zum Kopf hin neigt sich der Körper mehr und mehr auf die Vorderseite. Der Kopf kommt seitlich zum Liegen, der Mund bildet die tiefste Stelle.
Fertig ist die stabile Seitenlage: der Kopf ist der tiefste Punkt, der Hals ist überstreckt und damit die Atemwege gerade, Erbrochenes kann ohne Probleme abfließen. Nun sollte man die weitere Versorgung vornehmen - siehe unten.Patient liegt auf dem Bauch
Der Helfer kniet auf der Seite, nach der das Gesicht des Patienten schaut.
Durchführung der Stabilen Seitenlage in Österreich
Weitere Versorgung
Nach Verlagerung des Patienten in die stabile Seitenlage wird mit den weiteren Maßnahmen zur Versorgung des Patienten fortgefahren, wichtig ist dabei
Falls noch nicht durch einen zweiten Helfer geschehen, ist spätestens nach der Herstellung der Seitenlage der Notruf durchzuführen.
