Tartessos Bedeutung, Erklrung und Definition.
Tartessos (griech: Τάρτησσος ; bibl: Tarsis oder Tarschisch) war nach der klassischen Überlieferung eine Hafenstadt an der Südküste der iberischen Halbinsel, an der Mündung des Guadalquivir. Die Stadt war in der Antike für ihren sagenhaften Metallreichtum bekannt, auch die Bibel berichtet von Silberlieferungen aus Tarschisch (Jesaja 60,9; Jeremias 10,9). Der Reichtum an Silber machte Tartessos zu einer Art Eldorado des Altertums. Der sagenhafte König Arganthinios soll seinen Freunden, den von den Persernn bedrohten Phokaiern neue Mauern für ihre Heimatstadt geschenkt haben, berichtet Herodot (Historia 1, 163). Spekulationen zu Folge könnte Tartessos die reiche Stadt der Phäaken - aus Homers Ilias - sein, oder gar das von Platon beschriebene Atlantis.
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2 Das biblische Tarschisch 3 Literatur 4 Weblinks |
Das historische Tartessos
In der modernen Geschichtsschreibung wird die endbronzezeitliche und früheisenzeitliche Kultur Südspaniens, zwischen dem Rio Guadiana im Westen und Cabo de la Naso im Osten, als Tartessos bezeichnet. Das Kerngebiet lag im unteren Guadalquivir-Tal. Die Entwicklung dieser tartessischen Kultur ist von ostmediterranem Einfluß - dem Handel mit Phöniziern, hauptsächlich aus Tyros, der ab dem 9. Jahrhundert v. Chr nachweisbar ist - geprägt. Urbane Züge, d.h. strukturierte und befestigte Siedlungen, zeigten sich im 8. Jahrhundert. Im 6 bzw. frühen 5. Jahrhundert v. Chr bricht die Kultur ab, möglicherweise wurde sie von den Karthagernn zerstört, die zuvor die Kolonie Gadir auf einer Insel vor der Guadalquivir-Mündung gegründet hatten.
Der deutsche Archäologe Adolf Schulten grub zwischen 1905 und 1911 nach Tartessos, fand dabei aber nur die Ruinen einer eigenständigen Vorgängerkultur aus dem 26 bis 13. Jahrhundert v. Chr, die zu den ältesten auf dem europäischen Kontinent zählt.
"21 Und alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold [...]. Da war nichts aus Silber; es wurde in den Tagen Salomos wie gar nichts geachtet. 22 Denn der König hatte eine Tarschisch-Schiffsflotte auf dem Meer zusammen mit Hirams Schiffsflotte. Einmal alle drei Jahre kam jeweils die Tarschisch-Schiffsflotte, beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pfauen."
Für die Annahme der Existenz großer Goldvorkommen auf der iberischen Halbinsel spricht die Tatsache, dass die Römer unter der Herrschaft des Aurelian große Goldminen in ihren iberischen Kolonien unterhielten.
"3 Und Jona machte sich dann auf und lief weg nach Tarschisch, von Jehova hinweg, und er kam schließlich nach Joppe hinab und fand ein Schiff, das nach Tarschisch fuhr. So zahlte er seinen Fahrpreis und stieg in dasselbe hinab, um mit ihnen nach Tarschisch zu fahren, von Jehova hinweg."
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Tarschisch findet in der Bibel mehrfach Erwähnung.Tarschisch zur Zeit Salomos
Die Hebräer hatten unter der Herrschaft ihres Königs Salomo eine Blütezeit erreicht und einen intensiven Handel mit Tarschisch betrieben, wo es offenbar große Goldvorkommen gab. In 1.Könige 10:21f. ist zu lesen (Zitate sind aus der Neuen-Welt-Übersetzung entnommen):Tarschisch und der Prophet Jona
Eine weitere Erwähnung findet Tarschisch im Bibelbuch Jona. Der jüdische Prophet Jona wurde von Gott beauftragt, den Einwohnern der assyrischen Stadt Ninive ein Strafgericht zu verkünden. Jona weigerte sich jedoch und bestieg ein Schiff nach Tarschisch, um vor dem Auftrag zu fliehen. In Jona 1:3 heißt es:Literatur
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