Trireme Bedeutung, Erklärung und Definition.
Die Trireme (römisch), auch Triere (griechisch) oder Dreiruderer genannt, war ein Kriegsschiff (Galeere) des Altertums mit drei gestaffelt angeordneten Reihen von Riemen gleicher Länge (4,2 m), aber unterschiedlicher Blattform in jeder Reihe auf jeder Seite (ähnlich der Bireme mit zwei Reihen). Die Länge der Trireme betrug maximal 37 m, die übliche Breite 5,5 m. Die Steuerung der Trireme erfolgte durch zwei seitliche Balanceruder oder beim langsamen Manövrieren durch asymmetrische Riemenbedienung.
Sie war allerdings aus verschiedenen Gründen nicht hochseetauglich:
- die leichte Bauweise und der niedrige Freibord machte sie sehr anfällig für Stürme.
- die im Verhältnis zu Schiffsgröße und -gewicht sehr große Besatzung hätte auf längeren Fahrten viel Wasser und Verpflegung erfordert, für die kein Stauraum vorhanden war.
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2 Die römische Trireme 3 Literatur |
Die Kampfweise der griechischen Triere bestand primär im Rammstoß gegen feindliche Schiffe. Dafür trug die Triere einen bronze-ummantelten Rammsporn am Bug. Die Triere hatte außerdem eine Besatzung von Seesoldaten für den Enterkampf, die bei Annäherung an den Feind auch Fernwaffen (Wurfspeere) einsetzten.
Zur Besatzung einer attischen Triere, die auf das Rammen spezialisiert war, gehörten 170 Ruderer (fast immer freie Männer, die auch recht hoch besoldet wurden), 20 Matrosen (inklusive der Offiziere) und etwa 10 Soldaten. In anderen Flotten hatte der Enterkampf einen höheren Stellenwert, so dass die Besatzung mehr Soldaten umfasste. Auch die Bauform der Trireme variierte entsprechend der bevorzugten Taktik.
Eine Triere wurde von einem Trierarch befehligt. Dabei handelte es sich im alten Athen oft um einen reichen Bürger, der das betreffende Schiff auf eigene Kosten auszurüsten und instandzuhalten, die Mannschaft anzuwerben und zu besolden, und meistens auch selbst die Führung des Schiffes zu übernehmen hatte.
Die Triremen in der römischen Flotte waren mittelschwere, dreirangige Kriegsschiffe von hoher Beweglichkeit. In Seeschlachten im Mittelmeerraum erfüllten sie neben größeren Kampfschiffen wie Quinqueremen ergänzende Aufgaben wie die Aufklärung, bei kleineren Gefechten waren sie oft die wichtigsten Kampfeinheiten.
Die Länge der römischen Trireme ist mit 34 m, die Breite ü.A. mit 5,60 m (wobei 4,40 m auf den eigentlichen Schiffskörper und je 0,60 m auf die Riemenausleger entfallen) und der Tiefgang mit 1 m angenommen worden. Die Besatzung dieser Trireme könnte neben den 150 Rojern (remiges) aus 12 Matrosen, 80-90 Seesoldaten (manipularii bzw. epibatae) und den Männern der Schiffsführung bestanden haben. Die Transportaufnahmefähigkeit dürfte bei 200 bis 250 Legionären gelegen haben. Germanicus setzte auf seinem Feldzug gegen die Germanen diesen Schiffstyp ein.
Im Gegensatz zur griechischen Triere, bei der an jedem Ruder nur ein Mann saß, wurde bei der
römischen die Anzahl der Ruderer pro Ruder erhöht.
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Die römische Trireme
Literatur
Siehe auch: Liste von Schiffstypen
