Usbekistan Bedeutung, Erklärung und Definition.
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| Amtssprache | Usbekisch | ||
| Hauptstadt | Taschkent (Toshkent) | ||
| Staatsform | Republik, Präsidialdemokratie mit Einkammernparlament | ||
| Präsident | Islam Karimow | ||
| Regierungschef | Shavkat Mirziyayev | ||
| Fläche | 447.400 km² | ||
| Einwohnerzahl | 25,1 Mio. (Stand Anfang 2002) | ||
| Bevölkerungsdichte | 55 Einwohner pro km² | ||
| Unabhängigkeit | von der Sowjetunion am 1. September 1991 | ||
| Währung | Usbekistan-Sum | ||
| Zeitzone | UTC+5 | ||
| Nationalhymne | Serquyash, hur olkam, elga bakht najat | ||
| Kfz-Kennzeichen | UZ | ||
| Internet-TLD | .uz | ||
| Vorwahl | +998 | ||
Die Republik Usbekistan (O'zbekiston Respublikasi) ist ein Staat in Zentralasien. Nachbarländer sind Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan und Turkmenistan
Hauptartikel: Geschichte Usbekistans
Bei den Wahlen 2004 waren nur fünf regimetreue Parteien zugelassen. Oppositionelle Gruppierungen sind dort schon seit langem verboten.
Mitgliedschaften: UNO, GUUAM, GUS, OATCT, CENTO.
In dem islamisch geprägten Land sind neben Truppen der USA auch 300 Soldaten der Bundeswehr stationiert. Die Deutschen nutzen den Stützpunkt Termiz, 500 Kilometer südlich von Taschkent, zur Versorgung der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF).
Usbekistan ist ein Binnenstaat, der selbst nur von Binnenstaaten umgeben ist.
Im Westen des Landes liegt der Aralsee, der vor seiner Austrocknung steht (derzeitige Fläche ca. 43.000 km²). Im Westen des Sees befindet sich das flachwellige, wüstenhafte Ustjurt-Plateau.
Der größte Teil der Landesfläche wird von Wüste eingenommen. Südöstlich des Aralsees befindet sich die Kysilkum-Wüste, die vier Zehntel der Staatsfläche umfasst. Sie ist nur durch einige Restmassive unterbrochen.
Weiter südlich befindet sich eine große Steppenlandschaft.
Die wichtigsten landwirtschaftlichen Anbauflächen befinden sich in den Oasen um Samarkand, Buchara und Taschkent sowie im Ferghanatal.
Im Osten Usbekistans liegen die Turkestankette und die vorgebirgige Landschaft des Tienschan.
Die größten Flüsse des Landes sind der Amudarja und der Syrdarja. Nennenswert sind auch der Surchundarja und der Kaschkadarja, der die Oase von Qarshi erreicht.
Streitigkeiten um die Wasserverteilung können zu Konflikten führen.
In Usbekistan herrscht kontinentales Wüstenklima vor. Niederschläge sind gering (50–200 mm, je nach Region), steigen in den Gebirgen jedoch auf 1000 mm pro Jahr an. Die Temperaturen schwanken sowohl jahres- als auch tageszeitlich relativ stark.
Die Sommer sind heiß und wolkenlos, die Winter unbeständig.
Die übermäßige Wasserentnahme aus Flüssen zur Bewässerung von Ländereien für den Anbau von Baumwolle verursacht ökologische Schäden.
Die größten Städte (Stand 1991) sind Taschkent (2.120.000 Ew.), Samarkand (372.000), Namangan (333.000), Andijon (302.000), Buchara (235.000), Ferghana (198.000) und Nukus (170.000).
Siehe auch: Liste der Städte in UsbekistanGeschichte
Politik
Außenpolitik
Militär
Geographie
Klima
Umwelt
Städte
| Provinz | Hauptstadt |
| Andijon (Andijon viloyati) | Andijon |
| Buchara (Buxoro viloyati) | Buchara (Buxoro) |
| Ferghana (Farg`ona viloyati) | Ferghana (Farg`ona) |
| Jizzax (Jizzax viloyati) | Jizzax |
| Namangan (Namangan viloyati) | Namangan |
| Navoiy (Navoiy viloyati) | Navoiy |
| Qashqadaryo (Qashqadaryo viloyati) | Qarshi |
| Samarkand (Samarqand viloyati) | Samarkand (Samarqand) |
| Sirdaryo (Sirdaryo viloyati) | Guliston |
| Surxondaryo (Surxondaryo viloyati) | Termiz |
| Taschkent (Toshkent viloyati) | Taschkent (Toshkent) |
| Choresmien (Xorazm viloyati) | Urgentsch (Urganch) |
| Republik Karakalpakistan (Qoraqalpog`iston Respublikasi) | Nukus |
| Stadt Taschkent (Toshkent shahri) |
Usbekistan ist dünn besiedelt. Deutschland ist etwa fünffach so dicht besiedelt wie Usbekistan. Die Besiedlung verteilt sich jedoch ungleichmäßig auf das Land. So steigt die Bevölkerungsdichte im Ferghana-Becken auf über 400 pro km².
Die Bevölkerung Usbekistans besteht heute (Stand 1993) zu 73,7 % aus Usbeken, 5,5 % Russen, 5,1 % Tadschiken, 4,2 % Kasachen, 2 % Krimtataren, 2 % Karakalpaken, 1,1 % Koreaner. Zu den kleineren Minderheiten zählen Uiguren, Deutsche, Mescheten, Aserbaidschaner und Türken. Es gibt auch etwa 40.000 Deutsche im Land.
Jedoch werden diese Zahlen von vielen Menschenrechtsorganisationen, wie z. B. Human Rights Watch oder Amnesty International kritisiert, weil sie - allem Anschein nach - nicht der Wahrheit entsprächen. Besonders die Zahl der Tadschiken soll viel höher sein.
Islam (zumeist Sunniten, schiitische Minderheiten v. a. in Buchara und Samarkand), zudem Christen (Angehörige der russisch-orthodoxen, der armenisch-apostolischen, der katholischen, der protestantischen Kirche), Juden (ca. 93.000 Gläubige), Buddhisten, Anhänger des Bahaismus, der Lehren Krishnas.
In der ehemaligen Sowjetunion war Usbekistan eines der ärmeren Gebiete. Mehr als 60 % der Bevölkerung lebten in schwach besiedelten ländlichen Gemeinschaften. Heute ist Usbekistan der drittgrößte Baumwollexporteur, ein bedeutender Förderer von Gold und Erdgas und örtlich Produzent von Chemie und Maschinen.
Knapp 80 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche dient dem Anbau von Baumwolle. Nennenswerte Anbaugebiete sind das Fergana-Becken und die Regionen um Taschkent, Samarkand und Buchara.
In Folge der Unabhängigkeit 1991 versuchte die damalige Regierung die Planwirtschaft nach sowjetischen Muster mit Unterstützungsgeldern und starker Kontrolle der Produktion und der Preise aufzufangen. 1994 begann man aufgrund der starken Inflation die Wirtschaft zu reformieren. Das Investitionsklima für ausländische Investoren sollte verbessert, die Rolle des Staates langsam zurückgefahren, die Privatisierung weiter voran getrieben und eine strengere Geldpolitik eingeführt werden. Der Staat ist aber weiterhin ein dominierender Faktor in der usbekischen Wirtschaft und die Reformen sind soweit fehlgeschlagen, als dass sie die dringend gebrauchten strukturellen Veränderungen nicht brachten. Der IWF schob 1996 einen 185-Millionen-Dollar-Kredit auf, weil die damalige politische Lage in Usbekistan eine Erfüllung der Fond-Konditionen unmöglich machte. Aufgrund der Asien- und Russland-Krise wurden der Export und die Geldpolitik weiter gestrafft. Ein Hauptgrund für die derzeitige Stagnation ist die wirtschaftliche Politik, die ausländische Investoren verprellt.
Daten: Usbekische Wirtschaft
Usbekistan verfügt im Vergleich zu seinen Nachbarn über eine relativ gute Infrastruktur.
Die Eisenbahn dominiert den Verkehr. Das Schienennetz verfügt über 3.460 km (Stand 1990).
Das Straßennetz verfügt über 78.400 km, wovon 67.000 km mit festem Fahrbahnbelag ausgestattet sind (Stand 1990). Von Bedeutung ist die Strecke Taschkent–Samarkand–Buchara.
1.100 km der Wasserwege sind schiffbar. Die starke Wasserentnahme aus dem Amudarja schränken den Schiffsverkehr jedoch stark ein.
Taschkent verfügt über einen internationalen Flughafen.
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