Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über Verbrennung (Erste Hilfe)

Verbrennung (Erste Hilfe) Bedeutung, Erklärung und Definition.

''Dieser Artikel beschäftigt sich mit Sofortmaßnahmen bei Verbrennungen. Für allgemeine medizinische Informationen, siehe Verbrennungskrankheit.

Eine Verbrennung ist in der Medizin eine Schädigung der Haut durch große Hitze, heiße Flüssigkeiten (Verbrühung) oder starke Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand). Verbrennungen könne auch durch elektrischen Strom oder Reibung entstehen.

Verbrennungen der Körperoberfläche, die ein bestimmtes Maß überschreiten, haben für den betroffenen Organismus nicht nur örtliche Konsequenzen. In Abhängigkeit vom Ausmaß der Verletzung kann es zum Kreislaufschock und entzündlichen Allgemeinreaktionen des Körpers (SIRS, Sepsis) kommen, die im schlimmsten Fall mit Funktionsverlust anfänglich völlig unbeteiligter Organe (z. B. akutes Nierenversagen) verbunden sind. Aus diesem Grund spricht man dann von der Verbrennungskrankheit.

Klassifikation

Entsprechend der Stärke der Verbrennung erfolgt eine Einstufung in:

1. Grad: Leichte Rötung und Schwellungen der Haut, Schmerzen
2. Grad: Rötung und Schwellungen der Haut, Blasenbildung, Schmerzen
3. Grad: lederartige Hautgebiete, weiß, grau oder schwarz gefärbt, keine Schmerzen.
4. Grad: Massivste, großflächige Verbrennungen bis tief unter die Haut. Verbrennungen 4.Grades stehen ausnahmslos mit dem Tod durch Verbrennen des Opfers in Zusammenhang, sprich es handelt sich um generell tödliche Verbrennungen.

Die Rötung ist durch eine Weitstellung der präkapillären Sphinkteren bedingt, was zu einer erhöhten Durchblutung im kapillären Stromgebiet führt. Dieses Phänomen ist Ausdruck einer intakten Reaktionsbereitschaft des potentiell geschädigten Gewebes, es handelt sich um eine Entzündungsreaktion.

Die Schwellung tritt durch Erhöhung der Gefäßpermeabilität in Erscheinung. Das bedeutet, dass in zu hohen Mengen Plasma den Gefäßraum verlässt und ins umgebende Gewebe gelangt (Extravasation). Bei der Blasenbildung ist diese Erscheinung so ausgeprägt, dass es zur Lösung von interzellulären Verbindungen (junctions) kommt.

Weißliche Verfärbungen sind Ausdruck der verlorengegangenen Reaktionsfähigkeit des verbrannten Gewebes. Die Durchblutung ist unterbrochen, womit auch keine Ernährung mehr stattfinden kann. Das bedeutet, das dieses Gewebe schlichtweg abgestorben ist. Das Gleiche gilt für graue oder schwarze Verfärbung.

Sofortmaßnahmen

Die Verbrennung muss gekühlt werden, um sie zu stoppen. Zur Kühlung verwendet man frisches, kaltes Leitungswasser, dass entweder über die Verbrennung gegossen wird, oder in dass der Geschädigte eingetaucht wird. Die Kühlung muss ausreichend lange (ca. 10 bis 15 Minuten) durchgeführt werden. Zu langes Kühlen des ganzen Körpers kann zur Unterkühlung führen. Das Kühlen mit Eis birgt das Risiko, Erfrierungen zu verursachen. Bei der Verwendung von Eis muss deshalb das Eis in einen Kunststoffbeutel gefüllt werden und unbedingt eine keimarmen, nicht flusenden Wundauflage zwischen den Körper und das Eis gebracht werden.

Die Brandwunde sollte nach dem Kühlen mit einer keimarmen, nicht flusenden Wundauflage abgedeckt werden und dem Arzt vorgestellt werden. Auf die Brandwunde dürfen weder Öl noch Mehl oder andere Hausmittel aufgebracht werden.

Der Geschädigte sollte nicht unbeaufsichtigt bleiben, weil wie bei allen Verletzungen die Gefahr des Schocks besteht.

Bei Sonnenbrand und ähnlichen Verbrennungsursachen sind außerdem die Maßnahmen bei Hitzeschaden zu beachten.

 


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