Vietnamesische Schrift Bedeutung, Erklärung und Definition.
Die frühere vietnamesische Schrift entwickelte sich aus der chinesischen Schrift. Es wurden dabei zum Teil eigene vietnamesische Schriftzeichen geschaffen. Während der 1000jährigen chinesischen Fremdherrschaft (111 v. Chr bis 968) mussten Vietnamesen Chinesisch als Amts- und Bildungssprache akzeptieren. Dies führte zur Übernahme zahlreicher chinesischer Wörter in die vietnamesische Sprache. Alle literarischen Werke wurden in der so genannten „Chữ Hán“ verfasst. „Chữ Hán“ bedeutet wörtlich "Schrift der Hán", damit war das Chinesische gemeint. „Chữ Hán“ unterscheidet sich vom Chinesischen vor allem in der Aussprache. Viele vietnamesische Wörter ließen sich damit nicht wieder geben. Daher entwickelten vietnamesische Gelehrten Anfangs des 13. Jahrhunderts in Anlehnung an chinesische Schriftzeichen eine eigene vietnamesische Schrift, die als „Chữ Nôm“ (Chu'Nom) bezeichnet wurde.Im 16. Jahrhundert begannen katholische Missionare aus Portugal, Spanien und Frankreich in Vietnam zu wirken. Da „Chữ Nôm“ und „Chữ Hán“ für ihre Zwecke ungeeignet waren, begannen sie eine neue Schrift zur Verbreitung der christlichen Lehre zu arbeiten. Diese Schrift heißt „Chữ Quốc Ngữ“ (Schrift der Nationalsprache). „Chữ Quốc Ngữ“ ist eine Schrift, die auf lateinischem Alphabet basiert und mit Zusatzzeichen für die 6 Töne und einige besondere Laute ausgestaltet ist. 1651 lag das Ergebnis ihrer Arbeit in Form eines Wörterbuchs vor. Sie gilt heute als offizielle Schrift.
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