Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über V

V Bedeutung, Erklärung und Definition.

V bzw. v ist der 22. Buchstabe des lateinischen Alphabets und ein Konsonantenbuchstabe. Der Buchstabe V hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 0,67 %. Er ist damit der 22.-häufigste Buchstabe in deutschen Texten.

Table of contents
1 Herkunft
2 Bedeutungen
3 Weblinks
4 Literatur

Herkunft

Proto-semitischer
Waw-Zeichen
Phönizisches Waw Griechisches Ypsion Etruskisches V Lateinisches V

Das V teilt sich einen Großteil seiner Geschichte mit dem U und dem W, daneben sind das Y und auch das F mit ihm verwandt.

Über Lautwert und Bedeutung des Buchstabens im proto-semitischen Alphabet ist nichts bekannt, das entsprechende Symbol stellt einen Haken oder eine Keule mit runder Spitze dar. Im phönizischen Alphabet verlor der Buchstabe seine Spitze und sah aus wie ein abgerundetes Y. Der Buchstabe erhielt den Namen Waw und wurde verwendet, um den Lautwert [v] darzustellen.

In das griechische Alphabet wurde der Buchstabe als Ypsilon aufgenommen. Im frühgriechischen war der Lautwert des Ypsilon der mit dem [v] verwandte Vokal [u].

Die Etrusker übernahmen das frühgriechische Ypsion und dessen Lautwert. Mit der Zeit verschwand bei den Etruskern die untere Spitze, der Buchstabe bekam die Form V. Ebenso änderte sich die Bedeutung des Buchstabens: Das Etruskische enthielt auch den mit dem [u] nahe verwandten Halbvokal [β] und der Buchstabe wurde verwendet, um beide Laute zu schreiben.

Die Römer übernahmen den Buchstaben ursprünglich mit den beiden Lautwerten. Ursprünglich wurde der Buchstabe in der von den Etruskern übernommenen spitzen Form geschrieben. In der Spätantike wurde auch eine abgerundete Variante entwickelt, die im Aussehen dem U entspricht. Beide Formen waren allerdings austauschbar. Bis zum 5. Jahrhundert wurde aus dem [β] im Rahmen von Lautverschiebungen zum Teil wieder ein [v]. Bis zum 17. Jahrhundert setzte es sich in den Romanischen Sprachen durch, die spitze Variante des Buchstabens für den Lautwert [β] zu verwenden.

Die deutschen Sprachen (hochdeutsch und niederdeutsch) haben den Laut [β] allerdings verloren, stattdessen steht der Buchstabe V dort unter anderem für den Lautwert [v], vor allem bei Wörtern, die dem romanischen Sprachraum entleht sind (Vase). Öfter jedoch hat der Buchstabe den Lautwert [f], die Gründe dafür liegen in der historischen Schreibweise:

  • Im Althochdeutschen schrieb man es damals mit einem F: Fihu (Vieh), filu (viel), fior (vier), firwizan (verweisen), folch (Volk).
  • Im Mittelhochdeutschen verhielt es sich genau umgekehrt: Vrouwe (Frau), vriunt (Freund), vinden (finden), vuoz (Fuß), vivraz (Vielfraß), valsch (falsch), vride (Friede).

Im Spanischen ist der der Lautwert des V mit dem des B verschmolzen: Im Anlaut werden beide Buchstaben als weiches [b] ausgesprochen, während sie im Silbeninneren zum bilabialen Reibelaut werden. Letzterer ist dem [v] ähnlich, kommt aber ohne Beteiligung der Zahnreihe zu Stande.

Das V als lateinisches Zahlenzeichen für die 5 hat keine Beziehung zu dem Buchstaben V. Dieses V ist die Hälfte eines X, des römischen Zahlzeichens für 10.

Bedeutungen

Siehe auch: Artikel mit Kurznamen (Abbreviatur, auch Akronym), beginnend mit dem Buchstaben V oder v

Weblinks

Literatur

  • Harald Haarmann: Geschichte der Schrift. Beck, München 2002 ISBN 3-406-47998-7


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