Erklärung, Beschreibung und Bedeutung über West-Papua

West-Papua Bedeutung, Erklärung und Definition.

West-Papua ist der Westteil der Insel Neuguinea, frühere Namen Irian Jaya, Irian Barat beziehungsweise West-Neuguinea.

West-Papua ist eine Provinz des Staates Indonesien (unter dem Namen Papua) mit einer Fläche von 421.981 km², 2,2 Millionen Einwohnern (2000) und einer Bevölkerungsdichte von etwa 5 Einwohner/km². Die Hauptstadt ist Jayapura. Die einheimische Bevölkerung besteht zum großen Teil aus Papua, eingewanderte Indonesier sind heute aber in der Mehrheit

Geschichte

  • 1660 Die niederländische Ostindienkompanie versucht vergeblich das rohstoffreiche Neuguinea zu besetzen.
  • 1678 Die erste niederländische Flagge wird an der Westküste bei Keyts gehißt.
  • 1700 William Dampier segelt an der Nord- und Westküste entlang. Seine Seereise spornt die niederländische Ostindienkompanie zu neuen Aktivitäten an.
  • 1705 Die "Geelvink", ein holländisches Schiff, entdeckt die nach ihm benannte Bucht.
  • 1816 Die Niederlande machen erneut ihre Besitzansprüche auf Neuguinea geltend.
  • 1828, 24. August Die Niederlande nehmen West-Neuguinea unter ihre Herrschaft. Die Ostgrenze verläuft entlang des 141. Längengrades. Eine niederländische Siedlung entsteht bei Fort Du Bus in der Tritonbucht.
  • 1848 Im Namen des Sultans von Tidore beansprucht die Regierung von Niederländisch-Indien die Westküste West-Neuguineas.
  • 1862 Drei niederländische Missionare der "Utrecht Mission Society" erreichen die Doreibucht.
  • 1907 - 1914 Niederländische Expeditionen stoßen bis zum ewigen Eis in West-Neuguinea vor.
  • 1910, 7. März Die niederländische Flagge wird in Hollandia, dem heutigen Jayapura, gehißt.
  • 1923 West-Neuguinea wird (wieder) als Teil des Verwaltungsdistrikts der Molukken geführt.
  • 1944 Hollandia wird von den Japanern erobert.
  • 1949 Trotz Ausrufung der Republik Indonesien bleibt West-Neuguinea ein überseeischer Reichsteil der Niederlande.
  • 1955/1956 Während einer Niederländisch-Indonesischen Konferenz erhebt Indonesien Anspruch auf West-Neuguinea.
  • 1961 wurde eine Versammlung in West-Papua abgehalten und ein Parlament, der Nieuw Guinea Raad, eingeführt.
  • 1962 Indonesien versucht daraufhin auf West-Neuguinea Truppen zu landen, da der Anschluss erzwungen werden soll. Am 18. August wird unter Vermittlung des US-Diplomaten Ellsworth Bunker und der UNO ein Vertrag zwischen den Niederlanden und Indonesien abgeschlossen, welcher den Übergang von West-Neuguinea in den indonesischen Herrschaftsbereich regeln soll. Die Vereinten Nationen übernehmen am 1. Oktober die Verwaltung des Inselteiles.
  • 1963, 1. Mai Indonesien übernimmt die Souveränität über West-Neuguinea. Der Name wird nun in Irian Barat (West-Irian) geändert. Kurze Zeit später beginnen die ersten Umsiedlungsaktionen, welche die einheimischen Papua aus Gebieten vertreiben sollen, die für die Besiedelung durch Indonesier vorgesehen sind. Bis heute haben etwa 300.000 von ehemals 700.000 Papuas dadurch ihr Leben verloren und etwa 800.000 Indonesier sind mittlerweile nach West-Papua eingewandert; Grundlage dafür ist eine Politik, die Transmigration genannt wird.
  • 1971, 1. Juli Ausrufung der unabhängigen Republik West-Papua. Von Indonesien nicht anerkannt.
  • 1973 wird der Name in Irian Jaya geändert.
  • 2000, 4. Juni Erneute Proklamation der Unabhängigkeit von West-Papua. Erneut von Indonesien nicht anerkannt.
  • 2001, 1. Januar Irian Jaya erhält innere Autonomie.
  • 2002, 7. Januar die Provinz wird in Papua umbenannt

Flagge

Die Nationalflagge von West-Papua wird Morgenstern genannt und besteht aus einem weißen Stern auf rotem Grund mit blauen und weißen horizontalen Streifen, die vom Flaggenmast wegzeigen. Unter der Suharto-Regierung hatte das Hissen der Flagge Gefangenschaft, Folter oder sogar Tod zur Folge.


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